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Stadt setzt auf frühzeitige Beratung bei Bauprojekten:
Neuer Welterbebeirat für Schwerin

Ab 2026 soll ein sechsköpfiges Expertengremium Planungen im Welterbegebiet begleiten und Konflikte frühzeitig entschärfen.

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  • Veröffentlicht November 27, 2025
Blick auf das Schweriner Schloss und die Stadt. Foto: Dario Rochow
Blick auf das Schw­er­iner Schloss und die Stadt, Foto: Dario Rochow

In Schw­erin entste­ht ein neues Gremi­um, das kün­ftig über die Entwick­lung in der Wel­terbe-Zone wachen soll: Der Wel­ter­be­beirat. Damit fol­gt die Lan­deshaupt­stadt dem Beispiel ander­er UNESCO-Wel­terbe-Städte wie Wis­mar, Stral­sund und Lübeck, wo sich ver­gle­ich­bare Beiräte bere­its bewährt haben. Der Beirat soll Pla­nun­gen und Bau­vorhaben im Wel­ter­bege­bi­et und dessen Puffer­zone frühzeit­ig begleit­en und so mögliche Kon­flik­te rechtzeit­ig erken­nen.

„Der Wel­terbe-Beirat soll durch externe Impulse die Akteure vor Ort berat­en und an Lösun­gen für Kon­flik­te im Wel­terbe mitwirken“, erk­lärt Lin­da Hol­ung, Schw­erins Wel­ter­be­beauf­tragte. Ziel ist es, den außergewöhn­lichen uni­versellen Wert des Res­i­den­zensem­bles Schw­erin langfristig zu erhal­ten – und dies im Ein­klang mit ein­er nach­halti­gen Stad­ten­twick­lung.

Ein Beirat als Frühwarnsystem für das Welterbe

Der Wel­ter­be­beirat wird aus sechs unab­hängi­gen Experten beste­hen, darunter auch die drei ICO­MOS-Mon­i­tor­ing-Beauf­tragten der Schw­er­iner Wel­terbestätte. Erste Sitzun­gen sind ab dem Jahr 2026 geplant. Die Geschäfts­führung übern­immt die Stab­sstelle Weltkul­turerbe der Stadtver­wal­tung.

Berat­en wer­den sollen vor allem Bau­vorhaben, die das Stadt­bild prä­gen oder Auswirkun­gen auf den Wel­terbe-Titel haben kön­nten – sowohl pri­vate als auch öffentliche Pro­jek­te. Dazu zählen etwa neue Bau­pläne, Umgestal­tun­gen, Pla­nungsver­fahren oder größere Infra­struk­tur­maß­nah­men. Ziel ist es, diese Vorhaben bere­its in der frühen Pla­nungsphase gemein­sam zu bew­erten.

Vernetzung mit Experten aus ganz Deutschland

Neben der lokalen Wirkung ist der Beirat auch ein Instru­ment zur besseren nationalen Ver­net­zung: Schw­erin ist seit März 2025 Mit­glied im Vere­in UNESCO-Wel­terbestät­ten Deutsch­land. Zudem nimmt die Koor­di­na­torin der Stab­sstelle Weltkul­turerbe ab heute, dem 27. Novem­ber 2025 erst­mals am Arbeit­skreis UNESCO-Wel­terbe-Alt­städte des Deutschen Städte­tages teil.

Diese enge Zusam­me­nar­beit mit anderen Wel­terbestät­ten soll Schw­erins Posi­tion als Kul­turerbestadt stärken und neue Impulse für die Zusam­me­nar­beit auf nationaler Ebene geben.