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Bessere Orientierung für Einsatzkräfte:
Neues Leitsystem an Schweriner Schule

Ein neues Leitsystem in der Schweriner Förderschule soll Einsatzkräften im Ernstfall schnelle Orientierung ermöglichen.

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  • Veröffentlicht Mai 22, 2026
Das neue Leit- und Ori­en­tierungssys­tem in der Albert-Schweitzer-Schule wurde gemein­sam mit Polizei, Stadt, ZGM und der Schule entwick­elt Foto: max­press

Die Albert-Schweitzer-Schule Schw­erin im Stadt­teil Mueßer Holz hat als erste Schule in Meck­len­burg-Vor­pom­mern ein neues Leit- und Ori­en­tierungssys­tem für Ret­tungs- und Ein­satzkräfte vorgestellt. Entwick­elt wurde das Konzept in enger Zusam­me­nar­beit zwis­chen der Schule, der Polizei, dem Zen­tralen Gebäude­m­an­age­ment (ZGM) und der Stadt Schw­erin. Kün­ftig soll ein solch­es Sys­tem auch an weit­eren Schulen einge­führt wer­den.

Das neue Ori­en­tierungssys­tem begin­nt bere­its außer­halb des Gebäudes. Auf dem Schul­gelände sor­gen far­bliche Markierun­gen und gut sicht­bare Hin­weise dafür, dass die richti­gen Zugänge und Notaus­gänge schnell gefun­den wer­den. Die far­bige Fas­sadengestal­tung dient dabei gle­ichzeit­ig als Ori­en­tierung­shil­fe. Beson­ders viel Wert wurde auf eine gute Les­barkeit und hohe Sicht­barkeit gelegt.

Foto:maxpress

Deutliche Wegführung durch das gesamte Schulgebäude

Auch im Inneren der Förder­schule set­zt sich das Konzept kon­se­quent fort. An den Türen befind­en sich ein­deutige Raumkennze­ich­nun­gen und Pik­togramme. Große Buch­staben, starke Kon­traste sowie im Dunkeln leuch­t­ende Schilder und Weg­weis­er sollen den Ret­tungskräften die Ori­en­tierung erle­ichtern. Zusät­zlich führt ein markan­ter grauer Leit­streifen durch das Gebäude und weist den Weg zu Räu­men und Aus­gän­gen.

Antje Kapanke, Spezial­istin für Sig­naletik zeigt die far­blichen Markierun­gen, Leuchtbeschilderun­gen und klaren Wegführun­gen Foto: max­press

Die Idee für das Konzept stammt ursprünglich von ein­er Schule in Güter­sloh in Nor­drhein-West­falen. Dort holten sich die Ver­ant­wortlichen Inspi­ra­tio­nen für die Umset­zung in Schw­erin. Das Ori­en­tierungssys­tem soll den Ein­satzkräften im Ern­st­fall wertvolle Sekun­den sparen. Denn an Schulen kön­nen unter­schiedlich­ste Gefahren­si­t­u­a­tio­nen ein­treten. Stef­fen Salow, Präven­tions­beamter bei der Polizei, erk­lärte dazu: „So kön­nen sich Ein­satzkräfte, die nicht aus der Stadt kom­men und dem Gebäude völ­lig fremd sind, ori­en­tieren und Zeit gewin­nen.“

Ergänzung zum Brandschutzkonzept

Dabei han­delt es sich aus­drück­lich nicht um einen Ersatz für das geset­zlich vorgeschriebene Brand­schutzkonzept öffentlich­er Gebäude. Vielmehr soll das neue Sys­tem als zusät­zliche Ori­en­tierung­shil­fe speziell für Not- und Ret­tungskräfte dienen.

Der pen­sion­ierte LKA-Mitar­beit­er Michael Schubbe hat­te die Prob­lematik bere­its vor Jahren erkan­nt. Aus sein­er Erfahrung wisse er, dass sich Ret­tungskräfte an vie­len Schulen in der Region nur schw­er ori­en­tieren kön­nten. Teil­weise beginne das Prob­lem schon bei ein­er unzure­ichen­den Beschilderung der Schul­ge­bäude, wodurch Ein­sat­zorte schw­er zu find­en seien.

Beson­ders an der Förder­schule in der Lise-Meit­ner-Straße spiele zudem die Bar­ri­ere­frei­heit eine wichtige Rolle. Der Umgang mit den Schü­lerin­nen und Schülern erfordere im Ern­st­fall beson­dere Aufmerk­samkeit und Vor­bere­itung. Deshalb sollen kün­ftig auch regelmäßige Schu­lun­gen und Übun­gen stat­tfind­en – sowohl für Lehrkräfte als auch für Polizei und Ret­tungskräfte. Ziel sei es, alle Beteiligten bess­er auf Gefahren­si­t­u­a­tio­nen vorzu­bere­it­en.