Bessere Orientierung für Einsatzkräfte:
Neues Leitsystem an Schweriner Schule
Ein neues Leitsystem in der Schweriner Förderschule soll Einsatzkräften im Ernstfall schnelle Orientierung ermöglichen.

Die Albert-Schweitzer-Schule Schwerin im Stadtteil Mueßer Holz hat als erste Schule in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Leit- und Orientierungssystem für Rettungs- und Einsatzkräfte vorgestellt. Entwickelt wurde das Konzept in enger Zusammenarbeit zwischen der Schule, der Polizei, dem Zentralen Gebäudemanagement (ZGM) und der Stadt Schwerin. Künftig soll ein solches System auch an weiteren Schulen eingeführt werden.
Das neue Orientierungssystem beginnt bereits außerhalb des Gebäudes. Auf dem Schulgelände sorgen farbliche Markierungen und gut sichtbare Hinweise dafür, dass die richtigen Zugänge und Notausgänge schnell gefunden werden. Die farbige Fassadengestaltung dient dabei gleichzeitig als Orientierungshilfe. Besonders viel Wert wurde auf eine gute Lesbarkeit und hohe Sichtbarkeit gelegt.

Deutliche Wegführung durch das gesamte Schulgebäude
Auch im Inneren der Förderschule setzt sich das Konzept konsequent fort. An den Türen befinden sich eindeutige Raumkennzeichnungen und Piktogramme. Große Buchstaben, starke Kontraste sowie im Dunkeln leuchtende Schilder und Wegweiser sollen den Rettungskräften die Orientierung erleichtern. Zusätzlich führt ein markanter grauer Leitstreifen durch das Gebäude und weist den Weg zu Räumen und Ausgängen.

Die Idee für das Konzept stammt ursprünglich von einer Schule in Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Dort holten sich die Verantwortlichen Inspirationen für die Umsetzung in Schwerin. Das Orientierungssystem soll den Einsatzkräften im Ernstfall wertvolle Sekunden sparen. Denn an Schulen können unterschiedlichste Gefahrensituationen eintreten. Steffen Salow, Präventionsbeamter bei der Polizei, erklärte dazu: „So können sich Einsatzkräfte, die nicht aus der Stadt kommen und dem Gebäude völlig fremd sind, orientieren und Zeit gewinnen.“
Ergänzung zum Brandschutzkonzept
Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um einen Ersatz für das gesetzlich vorgeschriebene Brandschutzkonzept öffentlicher Gebäude. Vielmehr soll das neue System als zusätzliche Orientierungshilfe speziell für Not- und Rettungskräfte dienen.
Der pensionierte LKA-Mitarbeiter Michael Schubbe hatte die Problematik bereits vor Jahren erkannt. Aus seiner Erfahrung wisse er, dass sich Rettungskräfte an vielen Schulen in der Region nur schwer orientieren könnten. Teilweise beginne das Problem schon bei einer unzureichenden Beschilderung der Schulgebäude, wodurch Einsatzorte schwer zu finden seien.
Besonders an der Förderschule in der Lise-Meitner-Straße spiele zudem die Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. Der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern erfordere im Ernstfall besondere Aufmerksamkeit und Vorbereitung. Deshalb sollen künftig auch regelmäßige Schulungen und Übungen stattfinden – sowohl für Lehrkräfte als auch für Polizei und Rettungskräfte. Ziel sei es, alle Beteiligten besser auf Gefahrensituationen vorzubereiten.




