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Neugegründete Bürgerinitiative fordert kostenfreien Nahverkehr

  Kosten­freier Nahverkehr, geht das und wäre das ein Konzept für Schw­erin? Die gestern neuge­grün­dete Bürg­erini­tia­tive „Freifahrt.Jetzt. Schw­erin” ist sich sich­er, dass das Schw­erin voran­brin­gen würde. „Für die Umset­zung der UN-Nach­haltigkeit­sziele  

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  • Veröffentlicht Juni 14, 2018
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Mit­glieder der Bürg­erini­tia­tive v.l.n.r.: Cor­nelia Siburg, Gerd Paul, Ani­ta Gröger, Torsten Müller, Daniela Fil­ter, Peter Kuhlmann, Jana Wolff, Got­tre­ich Albrecht, Klaus-Diet­rich Woithe, Karsten Jagau, Daniel Lux

 

Kosten­freier Nahverkehr, geht das und wäre das ein Konzept für Schw­erin? Die gestern neuge­grün­dete Bürg­erini­tia­tive „Freifahrt.Jetzt. Schw­erin” ist sich sich­er, dass das Schw­erin voran­brin­gen würde. „Für die Umset­zung der UN-Nach­haltigkeit­sziele   wäre die Ein­führung eines kosten­freien Nahverkehrs ein sin­nvoller Beitrag der Stadt Schw­erin”, so die gewählten Sprech­er der Ini­tia­tive Jana Wolff und Torsten Müller,  mit Blick auf die Stadt­poli­tik.

Fahrschein­los­er Nahverkehr ist den  Grün­dungsmit­gliedern der Ini­tia­tive nicht genug. Ziel von „Freifahrt. Jet­zt. Schw­erin” ist ein kosten­freier Nahverkehr für alle Fahrgäste in Bus und Bahn. Über den Weg dor­thin will die Ini­tia­tive öffentlich ins Gespräch kom­men und Lösungsvari­anten anschieben. 

 

Es gibt Modellbeispiele

 

„Mod­ell­beispiele hier­für gibt es bere­its in anderen europäis­chen Kom­munen, z.B. in unser­er Part­ner­stadt Tallinn, für aus­gewählte Bevölkerungs­grup­pen. Im bran­den­bur­gis­chen Tem­plin ist der öffentliche Busverkehr bere­its nahezu kosten­frei ver­füg­bar. Dort kostet eine Jahreskarte nur 44,00 Euro und ist sog­ar auf mehrere Per­so­n­en über­trag­bar.”, sagen Wollff und Müller. 

So wie in Tem­plin möchte die Ini­tia­tive auch die gesellschaftliche Teil­habe aller Schw­er­iner durch einen möglichst kosten­freien Nahverkehr verbessern. Die Vorteile liegen, nach Ansicht der Ini­tia­toren, klar auf der Hand:  Sauberere Luft, weniger Verkehrsun­fälle, weniger Verkehrsstaus,  weniger Lärm, mehr Grün­flächen für Insek­ten wie die bedro­ht­en Bienen, führen zu ein­er deut­lich höheren Leben­squal­ität für alle. Nach­haltige,  gut durch­dachte Verkehrskonzepte soll­ten nach dem Willen der Bürg­erini­tia­tive ins­beson­dere die Fußgänger und die Rad­fahrer stärk­er in den Blick nehmen.

 

Kritiker sehen vor allem ein Finazierungsproblem

 

Kri­tik­er des Konzeptes eines kosten­losen Nahverkehrs führen vor allem immer wieder das Finanzierung­sprob­lem ins Feld. So spricht der Deutsche Städte- und Gemein­de­tag deutsch­landweit von Ein­nah­men von rund 13 Mil­liar­den Euro im öffentlichen Nahverkehr. Diese wür­den auch für den Betrieb benötigt, um bess­er zu wer­den und Ange­bote auszubauen. Sollte der öffentliche Nahverkehr kosten­los wer­den, müssten die Ein­nah­men aus Steuergeldern bere­it­gestellt wer­den. Im Falle Schw­erins wäre hier die Stadt gefragt. Ob diese, angesichts der Haushaltssi­t­u­a­tion, mehr Geld in den Nahverkehr investieren kann, muss bezweifelt wer­den. Die Bürg­erini­tia­tive wird also genau dar­legen müssen, wie sie sich eine Finanzierung Ihrer Forderung vorstellt. Gelingt es nicht einen ern­sthaften Vorschlag dazu auf den Tisch zu leg­en, so wird die Idee am Ende nur eine Utopie bleiben.