Viele gehen vorzeitig in den Ruhestand:
Nur jeder vierte Rentner erreicht das reguläre Rentenalter im Beruf
Die Mehrheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern geht vor Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze in den Ruhestand. Das zeigen aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2025.

Die Mehrheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern geht vor Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze in den Ruhestand. Das zeigen aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2025.
Von insgesamt 20.506 Personen, die im vergangenen Jahr erstmals eine gesetzliche Altersrente erhielten, erreichten lediglich 5.449 das reguläre Renteneintrittsalter. Das entspricht etwas mehr als einem Viertel aller Neurentner. Derzeit liegt die Regelaltersgrenze für den Geburtsjahrgang 1960 bei 66 Jahren und vier Monaten. Bis zum Jahr 2031 soll das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden.
Vorzeitige Rente bleibt gefragt
Ein großer Teil der Neurentner nutzte die Möglichkeit, nach 45 Versicherungsjahren ohne Abschläge früher aus dem Berufsleben auszuscheiden. Diese sogenannte Altersrente für besonders langjährig Versicherte wurde im vergangenen Jahr an 6.476 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gezahlt.
Noch häufiger entschieden sich Beschäftigte jedoch für eine vorgezogene Altersrente mit Abschlägen. Davon machten 7.004 Neurentner Gebrauch. Diese Rentenform kann frühestens ab dem 63. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, sofern mindestens 35 Versicherungsjahre vorliegen. Für jeden Monat des vorzeitigen Rentenbezugs wird die Rentenzahlung dauerhaft um 0,3 Prozent gekürzt.
Ostdeutschland mit hoher Frühverrentungsquote
Der Anteil der Menschen, die Abschläge für einen früheren Renteneintritt akzeptieren, ist weiter gestiegen. Während 2024 rund 32,6 Prozent der Neurentner diesen Weg wählten, lag der Anteil im vergangenen Jahr bereits bei 34,2 Prozent.
Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung ist die vorzeitige Verrentung insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern verbreitet. In Westdeutschland erreicht dagegen ein größerer Teil der Beschäftigten das reguläre Renteneintrittsalter.
Zusätzlich erhielten im vergangenen Jahr 1.577 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Insgesamt beziehen im Land rund 446.000 Menschen eine gesetzliche Rente, nahezu jeder dritte Einwohner.




