OB-Wahl 2026:
Mandy Pfeifer tritt als gemeinsame OB-Kandidatin von SPD und Linken an
SPD und Linke nominieren Mandy Pfeifer als gemeinsame OB-Kandidatin für Schwerin. Die Landtagsabgeordnete setzt auf soziale Politik, Dialog mit den Bürgern und einen neuen Ton im Rathaus.

Schwerin bekommt eine weitere Bewerberin für das höchste Amt im Rathaus: Die Kreisvorstände von SPD und Linken haben am Montag Mandy Pfeifer offiziell als gemeinsame Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am 12. April 2026 nominiert. Für die 48-Jährige, die zugleich SPD-Kreisvorsitzende, Fraktionschefin in der Stadtvertretung und Landtagsabgeordnete ist, beginnt damit der Start in einen Wahlkampf, auf den sie sich nach eigenen Worten „mit Herz, Haltung und im engen Austausch mit den Menschen“ freue.
Politik „mit dem Fokus auf das Morgen“
Pfeifer betont, dass sie keine Verwaltungspolitik im spröden Sinne anstrebe, sondern eine, die die Lebenswirklichkeit der Schwerinerinnen und Schweriner in den Mittelpunkt stellt. „Schwerin ist lebendig und meine Heimatstadt. Genau so möchte ich Politik machen: offen, lösungsorientiert und menschlich“, sagt die Diplom-Sozialverwaltungswirtin.
Besonderen Wert legt die Kandidatin auf Bildung und frühkindliche Förderung. Ein „starker Start für die Lütten“ beginne mit verlässlichen Kitas und guten Schulen – Bereiche, in denen der scheidende Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) aus ihrer Sicht „bereits gute Vorarbeit geleistet“ habe. Daran wolle sie anknüpfen und die Entwicklung weiter voranbringen.
„Zuhören, erklären, klar sprechen“
Als Frau an der Spitze der Stadtverwaltung möchte Pfeifer zudem einen neuen politischen Stil etablieren. Schwerin brauche eine Verwaltung, die Entscheidungen nicht nur treffe, sondern auch transparent mache. Sie wolle eine Oberbürgermeisterin sein, „die zuhört, nach Lösungen sucht – und dabei eine klare Sprache spricht“.
Dieser Anspruch zielt nach ihren Worten darauf ab, die Menschen stärker einzubinden und politische Prozesse nachvollziehbarer zu gestalten.
Linke setzt auf „Kompetenz und sozialen Kompass“
Auch die Linke zeigt sich überzeugt, mit Mandy Pfeifer eine Kandidatin zu unterstützen, die die Stadtgesellschaft zusammenführen könne. „Wer Schwerin voranbringen will, richtet den Blick auf Inhalte statt auf Parteitaktik“, erklären die Kreisvorsitzenden Sarah Tieding und Daniel Trepsdorf. Pfeifer verkörpere eine Politik der Zusammenarbeit und sozialen Verantwortung.
Die Linke erhofft sich, dass die gemeinsame Kandidatur ein Signal für ein „weltoffenes und soziales Schwerin“ setze – und ein Gegenentwurf sei zu Polarisierung und politischen Grabenkämpfen. „Die Verantwortung für unsere Landeshauptstadt muss immer vor dem eigenen Interesse stehen“, so Tieding und Trepsdorf.
Bewerberfeld wächst damit weiter
Mit der Nominierung von Mandy Pfeifer erweitert sich das Feld der OB-Kandidaturen deutlich. Bereits erklärt hatten ihre Bewerbungen: Stadtpräsident Sebastian Ehlers (CDU), die AfD-Stadtfraktionsvorsitzende Petra Federau (AfD) sowie der parteilose Stadtvertreter Heiko Steinmüller. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kündigte an, mit einem eigenen Kandidaten antreten zu wollen. Die Grünen prüfen laut Kreissprecherin Regina Dorfmann noch ihre Optionen und wollen am 18. Dezember entscheiden.
Der Posten im Rathaus wird frei, weil der amtierende Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) sein Amt zum Jahresende niederlegt, um in seinen früheren Beruf als Arzt zurückzukehren. Bis zur Wahl und dem Amtsantritt seiner Nachfolge führt Vize-OB Bernd Nottebaum (CDU) die Geschäfte der Stadtverwaltung.
Mit Mandy Pfeifer schicken SPD und Linke nun eine gemeinsame Kandidatin ins Rennen, die den Fokus auf Dialog, soziale Verantwortung und Zukunftsgestaltung legt – und damit auf einen Wahlkampf setzt, der nach eigener Aussage „nah an den Menschen“ stattfinden soll.



