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OB-Wahl 2026:
Mandy Pfeifer tritt als gemeinsame OB-Kandidatin von SPD und Linken an

SPD und Linke nominieren Mandy Pfeifer als gemeinsame OB-Kandidatin für Schwerin. Die Landtagsabgeordnete setzt auf soziale Politik, Dialog mit den Bürgern und einen neuen Ton im Rathaus.

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  • Veröffentlicht Dezember 1, 2025
OB-Kandidatur Mandy Pfeifer
Mandy Pfeifer tritt für die SPD und die Linke als Ob_kandidatin an. Foto: SPD Stadt­frak­tion Schw­erin

Schw­erin bekommt eine weit­ere Bewer­berin für das höch­ste Amt im Rathaus: Die Kreisvorstände von SPD und Linken haben am Mon­tag Mandy Pfeifer offiziell als gemein­same Kan­di­datin für die Ober­bürg­er­meis­ter­wahl am 12. April 2026 nominiert. Für die 48-Jährige, die zugle­ich SPD-Kreisvor­sitzende, Frak­tion­schefin in der Stadtvertre­tung und Land­tagsab­ge­ord­nete ist, begin­nt damit der Start in einen Wahlkampf, auf den sie sich nach eige­nen Worten „mit Herz, Hal­tung und im engen Aus­tausch mit den Men­schen“ freue.

Politik „mit dem Fokus auf das Morgen“

Pfeifer betont, dass sie keine Ver­wal­tungspoli­tik im sprö­den Sinne anstrebe, son­dern eine, die die Lebenswirk­lichkeit der Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner in den Mit­telpunkt stellt. „Schw­erin ist lebendig und meine Heimat­stadt. Genau so möchte ich Poli­tik machen: offen, lösung­sori­en­tiert und men­schlich“, sagt die Diplom-Sozialver­wal­tungswirtin.

Beson­deren Wert legt die Kan­di­datin auf Bil­dung und frühkindliche Förderung. Ein „stark­er Start für die Lüt­ten“ beginne mit ver­lässlichen Kitas und guten Schulen – Bere­iche, in denen der schei­dende Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er (SPD) aus ihrer Sicht „bere­its gute Vorar­beit geleis­tet“ habe. Daran wolle sie anknüpfen und die Entwick­lung weit­er voran­brin­gen.

„Zuhören, erklären, klar sprechen“

Als Frau an der Spitze der Stadtver­wal­tung möchte Pfeifer zudem einen neuen poli­tis­chen Stil etablieren. Schw­erin brauche eine Ver­wal­tung, die Entschei­dun­gen nicht nur tre­ffe, son­dern auch trans­par­ent mache. Sie wolle eine Ober­bürg­er­meis­terin sein, „die zuhört, nach Lösun­gen sucht – und dabei eine klare Sprache spricht“.

Dieser Anspruch zielt nach ihren Worten darauf ab, die Men­schen stärk­er einzu­binden und poli­tis­che Prozesse nachvol­lziehbar­er zu gestal­ten.

Linke setzt auf „Kompetenz und sozialen Kompass“

Auch die Linke zeigt sich überzeugt, mit Mandy Pfeifer eine Kan­di­datin zu unter­stützen, die die Stadt­ge­sellschaft zusam­men­führen könne. „Wer Schw­erin voran­brin­gen will, richtet den Blick auf Inhalte statt auf Parteitak­tik“, erk­lären die Kreisvor­sitzen­den Sarah Tied­ing und Daniel Treps­dorf. Pfeifer verkör­pere eine Poli­tik der Zusam­me­nar­beit und sozialen Ver­ant­wor­tung.

Die Linke erhofft sich, dass die gemein­same Kan­di­datur ein Sig­nal für ein „weltof­fenes und soziales Schw­erin“ set­ze – und ein Gege­nen­twurf sei zu Polar­isierung und poli­tis­chen Grabenkämpfen. „Die Ver­ant­wor­tung für unsere Lan­deshaupt­stadt muss immer vor dem eige­nen Inter­esse ste­hen“, so Tied­ing und Treps­dorf.

Bewerberfeld wächst damit weiter

Mit der Nominierung von Mandy Pfeifer erweit­ert sich das Feld der OB-Kan­di­da­turen deut­lich. Bere­its erk­lärt hat­ten ihre Bewer­bun­gen: Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers (CDU), die AfD-Stadt­frak­tionsvor­sitzende Petra Fed­er­au (AfD) sowie der parteilose Stadtvertreter Heiko Stein­müller. Auch das Bünd­nis Sahra Wagenknecht (BSW) kündigte an, mit einem eige­nen Kan­di­dat­en antreten zu wollen. Die Grü­nen prüfen laut Kreis­sprecherin Regi­na Dorf­mann noch ihre Optio­nen und wollen am 18. Dezem­ber entschei­den.

Der Posten im Rathaus wird frei, weil der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er (SPD) sein Amt zum Jahre­sende nieder­legt, um in seinen früheren Beruf als Arzt zurück­zukehren. Bis zur Wahl und dem Amt­santritt sein­er Nach­folge führt Vize-OB Bernd Not­te­baum (CDU) die Geschäfte der Stadtver­wal­tung.

Mit Mandy Pfeifer schick­en SPD und Linke nun eine gemein­same Kan­di­datin ins Ren­nen, die den Fokus auf Dia­log, soziale Ver­ant­wor­tung und Zukun­fts­gestal­tung legt – und damit auf einen Wahlkampf set­zt, der nach eigen­er Aus­sage „nah an den Men­schen“ stat­tfind­en soll.