Was sagt das erste OB-Wahlergebnis über Schwerin?
Ein Blick hinter die Zahlen des ersten Wahlgangs
Der erste Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl ist entschieden. CDU-Kandidat Sebastian Ehlers liegt vorn. Doch was sagt das Ergebnis wirklich über die politische Stimmung in Schwerin aus? Eine Analyse.

Die Schwerinerinnen und Schweriner haben gewählt. Aber entschieden ist noch nichts. Der erste Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl hat zwar einen klaren Sieger hervorgebracht, aber keine klare Richtung für die Stadt.
Sebastian Ehlers von der CDU liegt mit gut einem Drittel der Stimmen vorne. Mandy Pfeifer von der SPD folgt mit knapp 28 Prozent und zieht damit ebenfalls in die Stichwahl ein. Dahinter landete AfD-Kandidatin Petra Federau mit etwas mehr als einem Viertel der Stimmen. Das Rennen um das Stadthaus geht also in eine zweite Runde.
Auf den ersten Blick wirkt das wie ein klassischer kommunaler Zweikampf. CDU gegen SPD, Entscheidung in zwei Wochen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Diese Wahl erzählt eine andere Geschichte über Schwerin.
Der vermeintliche Aufbruch
Sebastian Ehlers geht als Favorit in die Stichwahl. Seine CDU hat den ersten Wahlgang klar gewonnen, der Abstand zur SPD ist deutlich. In vielen Kommentaren wird dieses Ergebnis bereits als Zeichen für einen möglichen politischen Neustart im Rathaus interpretiert. Doch so einfach ist es nicht.
Sebastian Ehlers steht politisch kaum für einen Bruch mit der bisherigen kommunalen Politik. Er ist seit Jahren Teil davon. Seit 2004 sitzt er in der Stadtvertretung, lange Zeit führte er dort die CDU-Fraktion. Später wurde er Stadtpräsident. Parallel ist er seit einigen Jahren Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern.
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