Do, 21. Mai 2026
Close

Zahlen zeigen Entwicklung:
Schweriner Ordnungsdienst zieht Bilanz

Der Ordnungsdienst Schwerin hat seine Bilanz für 2025 vorgelegt. Millionen kontrollierte Fahrzeuge, tausende Verstöße und auch Übergriffe auf Mitarbeitende prägen die Statistik.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht April 15, 2026
Ord­nungs­di­enst Schw­erin legt Bilanz für 2025 vor Foto: Lan­deshaupt­stadt Schw­erin / CMatthews

 

Der Kom­mu­nale Ord­nungs­di­enst (KOD) der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin hat seine Bilanz für das Jahr 2025 vorgestellt und gibt dabei einen umfassenden Ein­blick in die Arbeit der 31 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er. Diese sind werk­täglich in zwei Schicht­en zwis­chen 7 und 20.30 Uhr im Ein­satz, in den Som­mer­monat­en an Woch­enen­den sog­ar bis Mit­ter­nacht.

Ord­nungs­dez­er­nent Sil­vio Horn würdigte bei der Präsen­ta­tion des Jahres­berichts die Leis­tun­gen des Teams. Der Bericht zeige deut­lich, wie vielfältig die Auf­gaben und Her­aus­forderun­gen im Außen­di­enst seien und welchen Beitrag der KOD für die Sicher­heit im Stadt­ge­bi­et leiste.

Das Ein­satzspek­trum reicht dabei weit über klas­sis­che Verkehrsüberwachung hin­aus. Neben Geschwindigkeits- und Par­kraumkon­trollen über­prüft der Ord­nungs­di­enst unter anderem die Ein­hal­tung der Hun­de­verord­nung, des Jugend­schutzes, von Öff­nungszeit­en sowie von Anliegerpflicht­en und Son­der­nutzun­gen im öffentlichen Raum. Gle­ichzeit­ig fungieren die Mitar­bei­t­en­den als Ansprech­part­ner für Bürg­erin­nen und Bürg­er sowie Besuch­er der Stadt.

Übergriffe auf Mitarbeitende registriert

Die Arbeit im Außen­di­enst bringt auch Kon­flik­te mit sich. Im Jahr 2025 wur­den ins­ge­samt 13 Über­griffe auf Mitar­bei­t­ende des Ord­nungs­di­en­stes zur Anzeige gebracht. In mehreren Fällen führten diese Vor­fälle zu strafrechtlichen Ver­fahren. Nach Angaben der Stadt werde bei Kon­trollen grund­sät­zlich mit Augen­maß gehan­delt, Angriffe auf Beschäftigte wür­den jedoch nicht toleriert.

Ein wesentlich­er Teil der Arbeit ent­fällt auf die Verkehrsüberwachung. An fünf sta­tionären Messstellen wur­den im ver­gan­genen Jahr mehr als 8,27 Mil­lio­nen Fahrzeuge erfasst. Dabei sank die Zahl der Geschwindigkeitsver­stöße deut­lich von 12.849 im Jahr 2024 auf 7.532.

Anders entwick­elte sich die Sit­u­a­tion bei mobilen Kon­trollen: An 292 Messta­gen wur­den rund 2,41 Mil­lio­nen Fahrzeuge über­prüft. Dabei stell­ten die Ein­satzkräfte 44.197 Geschwindigkeit­süber­schre­itun­gen fest – deut­lich mehr als im Vor­jahr. Allerd­ings stieg der Anteil der Ver­stöße im Ver­hält­nis zum Gesamtverkehr nur leicht an. Auch Rotlichtver­stöße wur­den häu­figer reg­istri­ert. Die Zahl stieg auf 974 Fälle, was laut Stadt vor allem auf ein erhöht­es Verkehrsaufkom­men zurück­zuführen ist.

Parkverstöße und Abschleppmaßnahmen

Bei der Kon­trolle des ruhen­den Verkehrs stellte der KOD ins­ge­samt 21.821 Ver­stöße fest. Beson­ders häu­fig han­delte es sich um falsches Parken an Parkschein­au­to­mat­en, im Hal­te­ver­bot oder in Bewohn­er­park­zo­nen.

In 526 Fällen mussten Fahrzeuge abgeschleppt wer­den, etwa weil sie Ret­tungswege block­ierten oder unzuläs­sig auf Behin­derten­park­plätzen standen. Für das Abschlep­pen wer­den in der Regel externe Fir­men beauf­tragt, die Kosten liegen im Durch­schnitt bei etwa 250 Euro.

Enge Zusammenarbeit mit Polizei und Partnern

Der Ord­nungs­di­enst arbeit­et eng mit der Polizei sowie weit­eren lokalen Akteuren zusam­men. Regelmäßige gemein­same Streifen, etwa am Marien­platz oder während der Wei­h­nachtsmärk­te, sollen die Präsenz im öffentlichen Raum erhöhen und für mehr Sicher­heit sor­gen.

Auch bei Schw­er­punk­tkon­trollen, etwa im Bere­ich Jugend­schutz oder Waf­fen­recht, habe sich die Koop­er­a­tion mit Polizei und Bun­de­spolizei bewährt. Ziel sei ein abges­timmtes Vorge­hen und eine sicht­bare Präsenz im Stadt­ge­bi­et. „Sicher­heit ist Tea­mar­beit“, betonte Ord­nungs­dez­er­nent Horn.