Zahlen zeigen Entwicklung:
Schweriner Ordnungsdienst zieht Bilanz
Der Ordnungsdienst Schwerin hat seine Bilanz für 2025 vorgelegt. Millionen kontrollierte Fahrzeuge, tausende Verstöße und auch Übergriffe auf Mitarbeitende prägen die Statistik.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Landeshauptstadt Schwerin hat seine Bilanz für das Jahr 2025 vorgestellt und gibt dabei einen umfassenden Einblick in die Arbeit der 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sind werktäglich in zwei Schichten zwischen 7 und 20.30 Uhr im Einsatz, in den Sommermonaten an Wochenenden sogar bis Mitternacht.
Ordnungsdezernent Silvio Horn würdigte bei der Präsentation des Jahresberichts die Leistungen des Teams. Der Bericht zeige deutlich, wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen im Außendienst seien und welchen Beitrag der KOD für die Sicherheit im Stadtgebiet leiste.
Das Einsatzspektrum reicht dabei weit über klassische Verkehrsüberwachung hinaus. Neben Geschwindigkeits- und Parkraumkontrollen überprüft der Ordnungsdienst unter anderem die Einhaltung der Hundeverordnung, des Jugendschutzes, von Öffnungszeiten sowie von Anliegerpflichten und Sondernutzungen im öffentlichen Raum. Gleichzeitig fungieren die Mitarbeitenden als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher der Stadt.
Übergriffe auf Mitarbeitende registriert
Die Arbeit im Außendienst bringt auch Konflikte mit sich. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 13 Übergriffe auf Mitarbeitende des Ordnungsdienstes zur Anzeige gebracht. In mehreren Fällen führten diese Vorfälle zu strafrechtlichen Verfahren. Nach Angaben der Stadt werde bei Kontrollen grundsätzlich mit Augenmaß gehandelt, Angriffe auf Beschäftigte würden jedoch nicht toleriert.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit entfällt auf die Verkehrsüberwachung. An fünf stationären Messstellen wurden im vergangenen Jahr mehr als 8,27 Millionen Fahrzeuge erfasst. Dabei sank die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße deutlich von 12.849 im Jahr 2024 auf 7.532.
Anders entwickelte sich die Situation bei mobilen Kontrollen: An 292 Messtagen wurden rund 2,41 Millionen Fahrzeuge überprüft. Dabei stellten die Einsatzkräfte 44.197 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest – deutlich mehr als im Vorjahr. Allerdings stieg der Anteil der Verstöße im Verhältnis zum Gesamtverkehr nur leicht an. Auch Rotlichtverstöße wurden häufiger registriert. Die Zahl stieg auf 974 Fälle, was laut Stadt vor allem auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zurückzuführen ist.
Parkverstöße und Abschleppmaßnahmen
Bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs stellte der KOD insgesamt 21.821 Verstöße fest. Besonders häufig handelte es sich um falsches Parken an Parkscheinautomaten, im Halteverbot oder in Bewohnerparkzonen.
In 526 Fällen mussten Fahrzeuge abgeschleppt werden, etwa weil sie Rettungswege blockierten oder unzulässig auf Behindertenparkplätzen standen. Für das Abschleppen werden in der Regel externe Firmen beauftragt, die Kosten liegen im Durchschnitt bei etwa 250 Euro.
Enge Zusammenarbeit mit Polizei und Partnern
Der Ordnungsdienst arbeitet eng mit der Polizei sowie weiteren lokalen Akteuren zusammen. Regelmäßige gemeinsame Streifen, etwa am Marienplatz oder während der Weihnachtsmärkte, sollen die Präsenz im öffentlichen Raum erhöhen und für mehr Sicherheit sorgen.
Auch bei Schwerpunktkontrollen, etwa im Bereich Jugendschutz oder Waffenrecht, habe sich die Kooperation mit Polizei und Bundespolizei bewährt. Ziel sei ein abgestimmtes Vorgehen und eine sichtbare Präsenz im Stadtgebiet. „Sicherheit ist Teamarbeit“, betonte Ordnungsdezernent Horn.




