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Kaninchenwerder:
Mit der Ortsteilvertretung auf die Insel

Die Ortsteilvertreter wurden über die Insel geführt und bekamen Informationen über anstehende Veränderungen.

  • Veröffentlicht Mai 19, 2026
Die Ortsteilvertretung ist auf Kaninchenwerder angekommen und eröffnet ihre Sitzung. (Foto: Chris Loose)
Die Ort­steil­vertre­tung ist auf Kan­inchen­werder angekom­men und eröffnet ihre Sitzung. (Foto: Chris Loose)


Die Insel Kan­inchen­werder hat zwei Eigen­tümer: Ein Großteil der Insel gehört dem Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Das sind größ­ten­teils Wald- und Wiesen­flächen und die wer­den vom Forstamt Gäde­behn ver­wal­tet. Im Süden gehören rund 2 Hek­tar der Insel der Stadt Schw­erin. Dort befind­en sich ein denkmalgeschütztes Gebäude, ein Toi­let­ten­haus, eine alte Holzbaracke und der neu gebaute Hafen. Für das alles soll in Zukun­ft ein neuer Pächter ver­ant­wortlich sein. Auf den kom­men einige Auf­gaben zu, das erk­lärt Michael Helms vom städtis­chen Betrieb ZGM den Mit­gliedern der Ort­steil­vertre­tung Mueß bei einem Ter­min auf der Insel.

Blick in den Saal des denkmalgeschützten Gebäudes. (Foto: Chris Loose)
Blick in den Saal des denkmalgeschützten Gebäudes. (Foto: Chris Loose)

Viele Aufgaben

Zurzeit küm­mert sich das ZGM um die Insel. Das bedeutet: Wege freis­chnei­den, Liege-Tick­ets im Hafen kon­trol­lieren, Toi­let­ten reini­gen und Gebäude instand hal­ten. “Wir bräucht­en hier eigentlich schon eine Außen­stelle vom ZGM”, scherzt der Ver­ant­wortliche Michael Helms. Zur Zeit wer­den diese Auf­gaben spo­radisch über­nom­men. Auch ob im Naturschutzge­bi­et gezel­tet wird, kann nicht immer kon­trol­liert wer­den. In Zukun­ft soll der neue Pächter diese Auf­gaben übernehmen. Dafür fällt die Pacht für die Gebäude und die Flächen geringer aus als üblich.

Die Holzbaracke auf der Insel soll erhalten bleibenund zu einem Naturlabor werden. (Foto: Chris Loose)
Die Holzbaracke auf der Insel soll erhal­ten bleibe­nund zu einem Naturla­bor wer­den. (Foto: Chris Loose)

Gebäude müssen saniert werden

Für rund 700.000 Euro führt das ZGM Repara­turen an den Gebäu­den durch. “Das ist erst­mal nur der Anfang. Für alles braucht man hier mehrere Mil­lio­nen.”, so Helms. Da alle Bau­ma­te­ri­alien über den Schw­er­iner See gebracht wer­den müssen, sollen die Kosten deut­lich höher sein als es üblich ist. Bei der alten Holzbaracke wurde bish­er das Dach abgedichtet und die Kon­struk­tion wird gestützt. Irgend­wann soll dort ein Naturla­bor rein in Zusam­me­nar­beit mit dem Muse­ums­dorf Mueß. Das Haupt­ge­bäude auf der Insel beste­ht aus einem großen Saal und einem Anbau mit mehreren Räu­men. In Zukun­ft soll der neue Pächter hier wieder Essen und Trinken an die Inselbe­such­er verkaufen.

Blick in die Herrentoilette auf der Insel. (Foto: Chris Loose)
Blick in die Her­ren­toi­lette auf der Insel. (Foto: Chris Loose)

Ortsteilvertretung hofft auf Boots-Shuttle

Die Mueßer Ort­steil­vertre­tung besuchte Kan­inchen­werder zulet­zt vor mehr als 5 Jahren. Seit­dem gab es einen Rechtsstre­it zwis­chen dem ehe­ma­li­gen Pächter und der Stadt Schw­erin. Die Ort­steil­vertreter hof­fen in Zukun­ft auf Fortschritt auf der Insel. Wenn das Muse­ums­dorf in Mueß fer­tig ist, soll es sog­ar einen Boots-Shut­tle zur Insel geben. Laut dem Vor­sitzen­den der Ort­steil­vertre­tung Hasko Schu­bert (CDU) soll die Insel in das Muse­ums­dorf einge­bun­den wer­den. Ein beson­deres The­ma dabei: Die Sichtverbindung zum Schw­er­iner Schloss.

Umweltschutz und Sichtachsen

“Vom Aus­sicht­sturm aus kon­nte man mal das Schw­er­iner Schloss sehen”, erk­lärt Schu­bert. Mit­tler­weile sind die Bäume so hoch, dass der Blick versper­rt ist. Die Rep­pin­er Burg ist jedoch weit­er­hin sicht­bar. Ob die Sichtverbindung zum Schw­er­iner Schloss wieder­hergestellt wer­den kann, ist zur Zeit unklar. Laut den Ver­ant­wortlichen der Schw­er­iner Naturschutzbe­hörde soll ein vor­sichtiges Ein­greifen in den Baumbe­stand möglich sein. Eine kom­plette Sichtschneise zum Schloss soll es aber nicht geben. Um diese Sichtverbindung wer­den seit Jahren Gespräche geführt, eine Lösung gab es noch nicht. Auch die Stadtvertre­tung hat eine Über­prü­fung ange­ord­net, um her­auszufind­en, ob und wie die Sicht zum Schw­er­iner Schloss wieder ermöglicht wer­den kann.

Der Blick vom Aussichtsturm zur Reppiner Burg. (Foto: Chris Loose)
Der Blick vom Aus­sicht­sturm zur Rep­pin­er Burg. (Foto: Chris Loose)

Grünes Klassenzimmer bleibt

Über den Win­ter war der Aus­sicht­sturm ver­schlossen. Das ZGM plant den Aus­sicht­sturm für die kom­mende Sai­son wieder zu öff­nen. Wer der neue Pächter ist, der dann auch den Turm sauber und ordentlich hal­ten soll, das will die Stadtver­wal­tung mit­teilen, wenn alle Verträge unter­schrieben sind. Einiges wird sich auf der Insel also verän­dern, einiges bleibt aber auch gle­ich. Auf ein­er Fläche des Lan­des wurde ein grünes Klassen­z­im­mer ein­gerichtet. Das wird von ehre­namtlichen Naturschutzwarten unter­stützt und soll auch in Zukun­ft erhal­ten bleiben.

Das Grüne Klassenzimmer befindet sich auf einer Fläche im Eigentum des Landes. (Foto: Chris Loose)
Das Grüne Klassen­z­im­mer befind­et sich auf ein­er Fläche im Eigen­tum des Lan­des. (Foto: Chris Loose)

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