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Mehr Platz für SSC-Fans:
Fünf Millionen für die Palmberg Arena – Jetzt beginnt der Ausbau

Der Ausbau der Palmberg Arena in Schwerin beginnt. Das Land finanziert das Vorhaben mit fünf Millionen Euro. Ab der Saison 2027/28 sollen 400 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung stehen.

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  • Veröffentlicht August 14, 2026
Palmberg Arena Ausbau
Mit Helm beim sym­bol­is­chen Baus­tart: Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers und Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig geben den Startschuss für die Erweiterung der Palm­berg Are­na. Foto: Dario Rochow

 

 


In Kürze:

  • Die Palm­berg Are­na erhält 400 zusät­zliche Sitz­plätze und soll kün­ftig ins­ge­samt 2.500 Zuschauer fassen.
  • Das Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern stellt für den Aus­bau fünf Mil­lio­nen Euro aus dem Infra­struk­tur-Son­derver­mö­gen bere­it.
  • Die neuen Tribü­nen sollen zur Sai­son 2027/28 nutzbar sein und unter anderem die Voraus­set­zun­gen für Cham­pi­ons-League-Spiele verbessern.

 

Der Aus­bau der Palm­berg Are­na in Schw­erin geht in die näch­ste Phase. Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig (SPD) über­gab am Don­ner­stag beim sym­bol­is­chen Baus­tart einen Förderbescheid über fünf Mil­lio­nen Euro an die Stadt. Mit dem Geld sollen an der Ost- und Süd­seite der Halle zusät­zliche Tribü­nen mit ins­ge­samt 400 Sitz­plätzen entste­hen.

Nach Abschluss der Arbeit­en soll die Zuschauerka­paz­ität von derzeit rund 2.100 auf 2.500 Plätze steigen. Die neuen Plätze wer­den allerd­ings nicht mehr für die bevorste­hende Vol­ley­ball-Sai­son fer­tig. Nach aktuellem Zeit­plan sollen die bei­den neuen Tribü­nen ab der Sai­son 2027/28 genutzt wer­den kön­nen.

Für den SSC Palm­berg Schw­erin hat der Aus­bau vor allem mit dem inter­na­tionalen Spiel­be­trieb zu tun. Die größere Kapaz­ität soll eine wichtige Voraus­set­zung dafür schaf­fen, dass der Vere­in kün­ftig weit­er­hin Cham­pi­ons-League-Spiele in sein­er Heimhalle aus­tra­gen kann. SSC-Geschäfts­führer Michael Evers ver­wies beim Baus­tart darauf, dass die Anforderun­gen des europäis­chen Vol­ley­bal­lver­ban­des CEV ein wesentlich­er Grund für das Pro­jekt seien.

Die Erweiterung war bere­its länger geplant. Noch im ver­gan­genen Jahr war eine frühere Fer­tig­stel­lung im Gespräch. Ende Juli hat­te der SSC jedoch mit­geteilt, dass die zusät­zlichen Plätze nicht wie zunächst erhofft zur kom­menden Sai­son zur Ver­fü­gung ste­hen wer­den. Für Fans bedeutet das unter anderem, dass zunächst keine zusät­zlichen Sitz­platz-Dauerkarten ange­boten wer­den kön­nen.

Palmberg Arena wird an zwei Seiten erweitert

Die 400 neuen Plätze entste­hen auf zusät­zlichen Tribü­nen an der Ost- und Süd­seite. Ähn­lich wie bei der bere­its umge­set­zten Erweiterung an der Nord­seite sollen die neuen Sitzrei­hen als zweit­er Rang in die beste­hende Halle hinein­ra­gen. An der Ost­seite ist dafür ein etwa drei Meter bre­it­er Anbau vorge­se­hen. Dieser soll vor allem dazu dienen, die zusät­zlichen Zuschauer­plätze zu erschließen. Beste­hende Trep­pen­häuser kön­nen nach Angaben der Stadt weit­er genutzt wer­den. An der Süd­seite soll der notwendi­ge Zuschauer­gang inner­halb der vorhan­de­nen Box­halle ver­laufen und von außen nicht sicht­bar sein.

 


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Gebaut wird in zwei Abschnit­ten. Zunächst ist die Ost­seite an der Rei­he. Bei einem opti­malen Ver­lauf kön­nte dieser Teil bis zum Jahre­sende fer­tiggestellt sein. Anschließend fol­gt die Süd­seite. „Ziel ist es, dass bei­de Tribü­nen ab der Spielzeit 2027/28 genutzt wer­den kön­nen“, erk­lärte Wieland Schaible, Geschäfts­führer der Lam­brechts­grund Betrieb­s­ge­sellschaft (LBG). Die Gesellschaft ist Päch­terin der Are­na und übern­immt die Pro­jek­t­s­teuerung.

Fünf Millionen Euro aus Sondervermögen

Finanziert wird die aktuelle Erweiterung mit fünf Mil­lio­nen Euro aus dem Son­derver­mö­gen für Infra­struk­tur. Schwe­sig betonte beim Baus­tart, dass das Geld zusät­zlich bere­it­gestellt wor­den sei und dafür keine Mit­tel bei anderen Sportvere­inen gekürzt wer­den soll­ten. Nach Darstel­lung der Min­is­ter­präsi­dentin hat­te SSC-Geschäfts­führer Evers frühzeit­ig auf die abse­hbaren Prob­leme mit der Hal­lenka­paz­ität und den Anforderun­gen für inter­na­tionale Wet­tbe­werbe hingewiesen. Eine Finanzierung sei zunächst jedoch offen gewe­sen. Erst zusät­zliche Mit­tel aus dem Infra­struk­tur-Son­derver­mö­gen hät­ten die Förderung ermöglicht.

 

Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers kon­nte gestern den Förder­scheck über 5 Mil­lio­nen von Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig in Emp­fang nehmen. Foto: Dario Rochow

 

Schwe­sig ver­wies zugle­ich auf die regelmäßig hohe Aus­las­tung der Halle. Mit den zusät­zlichen Plätzen kön­nten kün­ftig mehr Zuschauer die Spiele besuchen. Gle­ichzeit­ig schaffe die Erweiterung bessere Voraus­set­zun­gen für inter­na­tionale Begeg­nun­gen. Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers (CDU) beze­ich­nete die Investi­tion als Beitrag zur Wet­tbe­werb­s­fähigkeit des Schw­er­iner Vol­ley­balls. „Wir sich­ern hier­mit die Wet­tbe­werb­s­fähigkeit, dass wir weit­er­hin auch hier Cham­pi­ons League spie­len kön­nen, dass wir weit­er um die deutsche Meis­ter­schaft mit­spie­len kön­nen“, sagte Ehlers.

Evers: Arena bleibt städtische Sporthalle

SSC-Geschäfts­führer Michael Evers dank­te Land und Stadt für die Unter­stützung, betonte zugle­ich aber, dass die Palm­berg Are­na keine Vere­in­shalle des SSC sei. „Das ist eine Halle der Stadt“, sagte Evers. Sie ste­he den Sportlern der Lan­deshaupt­stadt zur Ver­fü­gung, auch wenn sie für den SSC die wichtig­ste Spiel­stätte sei. Evers ver­wies auf die sportliche Bedeu­tung des Vere­ins und die langjährige Unter­stützung durch die öffentliche Hand. Ohne die Hil­fe von Stadt und Land wäre die Entwick­lung des Schw­er­iner Spitzen­vol­ley­balls in dieser Form nach sein­er Ein­schätzung nicht möglich gewe­sen.

 

Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers beim Baus­tart: Der Aus­bau soll nach seinen Worten sich­ern, „dass wir weit­er­hin auch hier Cham­pi­ons League spie­len kön­nen“. Foto: Dario Rochow

 

Gle­ichzeit­ig geht der SSC-Geschäfts­führer davon aus, dass auch die ver­größerte Are­na irgend­wann an ihre Gren­zen kom­men kön­nte. „Wir wer­den bald wieder an die Gren­zen stoßen. Da bin ich überzeugt“, sagte Evers. Mit 2.500 Plätzen sei die bauliche Kapaz­ität der beste­hen­den Halle allerd­ings weit­ge­hend aus­geschöpft. Die Palm­berg Are­na wird zudem nicht auss­chließlich für Vol­ley­ball genutzt. Auch andere Sportver­anstal­tun­gen find­en dort statt. Ehlers betonte deshalb, dass von der Erweiterung nicht allein der SSC prof­i­tieren werde.

Palmberg Arena wurde bereits 2022 erweitert

Es ist bere­its die zweite größere Erweiterung der Halle inner­halb weniger Jahre. 2022 investierte die Stadt rund drei Mil­lio­nen Euro in einen VIP- und Cater­ing­bere­ich sowie einen Mul­ti­funk­tion­sraum. Hin­ter­grund waren damals unter anderem Anforderun­gen der Deutschen Vol­ley­ball Liga an Spiel­stät­ten von Spitzen­vere­inen.

Mit dem jet­zi­gen Aus­bau rückt stärk­er der inter­na­tionale Wet­tbe­werb in den Mit­telpunkt. Für den SSC ist eine aus­re­ichende Hal­lenka­paz­ität entschei­dend, wenn Cham­pi­ons-League-Spiele dauer­haft in Schw­erin stat­tfind­en sollen. Für die Fans bleibt zunächst allerd­ings Geduld gefragt. In der kom­menden Sai­son verän­dert sich die Zahl der Sitz­plätze noch nicht. Erst mit der Spielzeit 2027/28 sollen die zusät­zlichen Tribü­nen voll­ständig zur Ver­fü­gung ste­hen.