Fr, 17. April 2026
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IG Bau informiert:
Parkinson-Gefahr für Beschäftigte in „grünen Berufen“ durch Pestizide

Der Kontakt mit Pestiziden kann für Menschen in „grünen Berufen“ ein erhöhtes Risiko für Parkinson darstellen.

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  • Veröffentlicht Juli 18, 2024
Pes­tizide kom­men oft in der Land­schaft zum Ein­satz. Foto: Sym­bol­bild

Diese War­nung gibt Jörg Rep­pin, Bezirksvor­sitzen­der der IG BAU Meck­len­burg, her­aus. Ins­beson­dere Beschäftigte in der Land­wirtschaft, im Garten­bau, in der Floris­tik sowie bei Sanierungsar­beit­en, bei denen Pes­tizide einge­set­zt wer­den, sind betrof­fen.

Eine bedeu­tende Neuerung bet­rifft nun diese Beruf­s­grup­pen: Das Parkin­son-Syn­drom, das durch den Kon­takt mit Pes­tiziden verur­sacht wird, wird erst­mals als Beruf­skrankheit anerkan­nt. Dies verkün­dete die IG BAU Meck­len­burg, wodurch Betrof­fene Anspruch auf Leis­tun­gen der geset­zlichen Unfal­lver­sicherung erhal­ten. Die Unter­stützung vari­iert je nach Fall und kann von medi­zinis­ch­er Ver­sorgung bis zu finanziellen Leis­tun­gen reichen. Eine Voraus­set­zung dafür ist, dass die Betrof­fe­nen nach­weisen kön­nen, dass sie min­destens 100 Tage lang Pes­tiziden aus­ge­set­zt waren.

„Viele Men­schen sind sich nicht bewusst, dass Pes­tizide nicht nur in der Land­wirtschaft, son­dern auch in anderen Berufs­feldern wie im Bauwe­sen einge­set­zt wer­den“, erk­lärt Jörg Rep­pin. Ins­beson­dere Baustoffe im San­itär­bere­ich enthal­ten oft Anti-Schim­melmit­tel mit Pes­tiziden.

Beschäftigte, die sich in gefährde­ten Branchen befind­en, wer­den dazu ermutigt, sich bei Fra­gen an ihre Beruf­sgenossen­schaft zu wen­den. In Schw­erin allein sind etwa 40 Per­so­n­en in der Land­wirtschaft beschäftigt, viele davon haben regelmäßig mit Pflanzen­schutzmit­teln zu tun.