Grün-Weiß Schwerin:
Patzer im Aufstiegsrennen
Die Hoffnungen von Grün-Weiß Schwerin auf einen Aufstieg die 2. Liga erhielten beim 21:25 gegen Mainz-Bretzenheim einen herben Dämpfer.

Im dritten Spiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga der Frauen musste Grün-Weiß Schwerin die zweite Niederlage einstecken. Aber auch nach dem 21:25 gegen die TSG Mainz-Bretzenheim lebt die Hoffnung auf den Aufstieg.
Die Partie begann für die Grün-Weißen wie gemalt. Nur nach knapp zweieinhalb Minuten standen die Gäste noch gleichauf – 1:1. Dann ratterte die Schweriner Tor-Maschinerie. Nach 21 Minuten stand ein 10:4 auf der Anzeigetafel – die Gastgeberinnen marschierten, die Gäste fanden keine Mittel gegen die Schweriner Angriffswucht.
Aber in der Schlussphase von Abschnitt eins stabilisierte sich Mainz-Bretzenheim, holte Tor um Tor auf. Grün-Weiß rettete ein beruhigend erscheinendes 12:9 in die Kabine.
Nach der Pause ein Bruch im Spiel
Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse. Tor Mainz, Zwei-Minuten-Strafe für Schwerins Laura Wiechmann, erneutes Tor für Mainz – und schließlich in der 36. Minute eine Disqualifikation für die Grün-Weiße Madeleine Ockert. Auf einmal hatten die Gäste aus der Pfalz Oberwasser.
Bis zum 14:14 in der 39. Minute hielt der Gastgeber dem Druck noch stand, danach zog der Spitzenreiter seine Kreise. Acht Zeigerumdrehungen lang blieb Grün-Weiß ohne Treffer, Mainz netzte in dieser Phase fünfmal ein. Auch zwei Auszeiten von Schwerins Trainer Johannes Prothmann konnten die Negativ-Serie nicht beenden.
In der letzten Partie muss ein Sieg her
Nach gut 52 Minuten beim 17:23 und vier Minuten später beim 18:25 sah es sogar nach einer heftigen Klatsche für die Schwerinerinnen aus. Aber Hanna Schulz und zweimal Julia Kretschmer sorgten in den Schlussminuten noch für eine Ergebniskosmetik, die am kommenden Wochenende bei der Endabrechnung dieser Aufstiegsrunde noch enorm wichtig werden kann.
Wir haben unsere Linie nur 25 Minuten durchgezogen, Mainz die ihre 35. Deswegen hat Mainz auch verdient gewonnen.
Johannes Prothmann, Trainer Grün-Weiß Schwerin
Am Sonnabend, 25. Mai, gastiert ab 17 Uhr der Bergische HC an der Reiferbahn – da müssen auf jeden Fall zwei Punkte eingefahren werden. „Wir müssen das Gute aus den ersten 20 Minuten der heutigen Partie und den Kampfgeist aus der Schlussphase von heute mitnehmen. Dann können wir gegen den Bergischen HC bestehen”, hofft Trainer Prothmann.
Den Mainzerinnen kann das egal sein, sie haben mit diesem Sieg die Rückkehr in Liga 2 perfekt gemacht.




