Gegen die Brandmauer:
Ex-FDP-Kreischef Bressel möchte Team Freiheit in den Landtag führen
Premiere für Team Freiheit: Die von Frauke Petry und Thomas Kemmerich mitgegründete Partei zieht erstmals in einen Wahlkampf. An der Spitze in MV steht der Schweriner Paul Bressel.

Mit einer klaren Positionierung gegen die politische „Brandmauer“ und dem Anspruch, eine neue freiheitlich-bürgerliche Kraft zu etablieren, geht Team Freiheit in den Landtagswahlkampf 2026 in Mecklenburg-Vorpommern. Auf ihrer Landeswahlversammlung am Samstag nominierte die Partei den Schweriner Kommunalpolitiker Paul Bressel zum Spitzenkandidaten und verabschiedete zugleich ihre Landesliste.
Für die erst 2025 gegründete Partei markiert die Wahl am 20. September 2026 einen besonderen Schritt: Es handelt sich um den ersten Wahlantritt des Bündnisses überhaupt. Team Freiheit wurde unter anderem von der früheren AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry und dem ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich gegründet. Die Partei versteht sich nach eigenen Angaben als freiheitlich-bürgerliche Alternative und wirbt für mehr Eigenverantwortung, Meinungsfreiheit, weniger Bürokratie und eine stärkere Orientierung an marktwirtschaftlichen Prinzipien.
Kommunalpolitiker führt die Landesliste an
Angeführt wird der Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern nun von Paul Bressel. Der Schweriner Stadtvertreter war in der Vergangenheit Kreisvorsitzender der FDP und trat als Spitzenkandidat der Liberalen in Mecklenburg-Vorpommern zur Europawahl an. Mit seinem Wechsel zu Team Freiheit gehört er zu den bekanntesten Gesichtern der jungen Partei im Nordosten.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfes soll nach Angaben der Partei die Kritik an der sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD stehen. Bressel sieht darin eine politische Fehlentwicklung. „Die Brandmauer ist zum Symbol einer Politik geworden, die sich mehr mit Ausgrenzung als mit Problemlösungen beschäftigt. Wer Millionen Wähler und ihre Anliegen dauerhaft ignoriert, stärkt nicht die Demokratie, sondern schwächt das Vertrauen in sie“, erklärte er nach seiner Wahl.
Darüber hinaus will Team Freiheit nach eigenen Angaben Themen aufgreifen, die viele Bürger unmittelbar betreffen. Dazu zählen die wirtschaftliche Entwicklung, steigende Lebenshaltungskosten, Migration sowie die Energiepolitik. Die Partei fordert unter anderem einen konsequenten Bürokratieabbau, eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, die Stärkung der Meinungsfreiheit sowie Reformen der Migrations- und Sozialpolitik.
Erste Bewährungsprobe bei der Landtagswahl
„Statt Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit erleben die Menschen politische Blockaden und Koalitionsspiele“, sagte Bressel. Mecklenburg-Vorpommern brauche wieder eine Politik, die Leistung belohne, Chancen schaffe und die Anliegen der Bürger ernst nehme.
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Mit dem erstmaligen Antritt bei einer Wahl steht Team Freiheit nun vor der Herausforderung, sich in der politischen Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns zu etablieren. Während etablierte Parteien bereits über gewachsene Strukturen verfügen, setzt das neue Bündnis darauf, Wähler anzusprechen, die sich von den bisherigen politischen Angeboten nicht ausreichend vertreten fühlen.
Neben der Wahl des Spitzenkandidaten beschloss die Landeswahlversammlung auch die Landesliste. Auf Platz zwei wurde Sandy van Baal aus Krakow am See gewählt. Es folgen Maik Hofmann (Stralsund), Hannes Grabia (Rostock), Daniel Hirch (Satow), Michael Meier (Kühlungsborn) und Jan Roskosch (Hohenfelde).
In den kommenden Monaten will Team Freiheit seine politischen Schwerpunkte für Mecklenburg-Vorpommern weiter konkretisieren und mit einem eigenen Programm in den Wahlkampf starten. Die Landtagswahl am 20. September 2026 wird dabei zur ersten Bewährungsprobe für die junge Partei.




