Sa, 13. Juni 2026
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Gegen die Brandmauer:
Ex-FDP-Kreischef Bressel möchte Team Freiheit in den Landtag führen

Premiere für Team Freiheit: Die von Frauke Petry und Thomas Kemmerich mitgegründete Partei zieht erstmals in einen Wahlkampf. An der Spitze in MV steht der Schweriner Paul Bressel.

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  • Veröffentlicht Juni 2, 2026
Paul Bressel
Paul Bres­sel will für Team Frei­heit in den Land­tag einziehen. Die Wahl 2026 wird der erste Wahlantritt der jun­gen Partei sein. Foto: Team Frei­heit

 

Mit ein­er klaren Posi­tion­ierung gegen die poli­tis­che „Brand­mauer“ und dem Anspruch, eine neue frei­heitlich-bürg­er­liche Kraft zu etablieren, geht Team Frei­heit in den Land­tagswahlkampf 2026 in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Auf ihrer Lan­deswahlver­samm­lung am Sam­stag nominierte die Partei den Schw­er­iner Kom­mu­nalpoli­tik­er Paul Bres­sel zum Spitzenkan­di­dat­en und ver­ab­schiedete zugle­ich ihre Lan­desliste.

Für die erst 2025 gegrün­dete Partei markiert die Wahl am 20. Sep­tem­ber 2026 einen beson­deren Schritt: Es han­delt sich um den ersten Wahlantritt des Bünd­niss­es über­haupt. Team Frei­heit wurde unter anderem von der früheren AfD-Bun­desvor­sitzen­den Frauke Petry und dem ehe­ma­li­gen Thüringer Min­is­ter­präsi­den­ten Thomas Kem­merich gegrün­det. Die Partei ver­ste­ht sich nach eige­nen Angaben als frei­heitlich-bürg­er­liche Alter­na­tive und wirbt für mehr Eigen­ver­ant­wor­tung, Mei­n­ungs­frei­heit, weniger Bürokratie und eine stärkere Ori­en­tierung an mark­twirtschaftlichen Prinzip­i­en.

Kommunalpolitiker führt die Landesliste an

Ange­führt wird der Lan­desver­band in Meck­len­burg-Vor­pom­mern nun von Paul Bres­sel. Der Schw­er­iner Stadtvertreter war in der Ver­gan­gen­heit Kreisvor­sitzen­der der FDP und trat als Spitzenkan­di­dat der Lib­eralen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern zur Europawahl an. Mit seinem Wech­sel zu Team Frei­heit gehört er zu den bekan­ntesten Gesichtern der jun­gen Partei im Nor­dosten.

Im Mit­telpunkt des Wahlkampfes soll nach Angaben der Partei die Kri­tik an der soge­nan­nten Brand­mauer gegenüber der AfD ste­hen. Bres­sel sieht darin eine poli­tis­che Fehlen­twick­lung. „Die Brand­mauer ist zum Sym­bol ein­er Poli­tik gewor­den, die sich mehr mit Aus­gren­zung als mit Prob­lem­lö­sun­gen beschäftigt. Wer Mil­lio­nen Wäh­ler und ihre Anliegen dauer­haft ignori­ert, stärkt nicht die Demokratie, son­dern schwächt das Ver­trauen in sie“, erk­lärte er nach sein­er Wahl.

Darüber hin­aus will Team Frei­heit nach eige­nen Angaben The­men auf­greifen, die viele Bürg­er unmit­tel­bar betr­e­f­fen. Dazu zählen die wirtschaftliche Entwick­lung, steigende Leben­shal­tungskosten, Migra­tion sowie die Energiepoli­tik. Die Partei fordert unter anderem einen kon­se­quenten Bürokratieab­bau, eine sichere und bezahlbare Energiev­er­sorgung, die Stärkung der Mei­n­ungs­frei­heit sowie Refor­men der Migra­tions- und Sozialpoli­tik.

Erste Bewährungsprobe bei der Landtagswahl

„Statt Antworten auf die Her­aus­forderun­gen unser­er Zeit erleben die Men­schen poli­tis­che Block­aden und Koali­tion­sspiele“, sagte Bres­sel. Meck­len­burg-Vor­pom­mern brauche wieder eine Poli­tik, die Leis­tung belohne, Chan­cen schaffe und die Anliegen der Bürg­er ernst nehme.

 


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Mit dem erst­ma­li­gen Antritt bei ein­er Wahl ste­ht Team Frei­heit nun vor der Her­aus­forderung, sich in der poli­tis­chen Land­schaft Meck­len­burg-Vor­pom­merns zu etablieren. Während etablierte Parteien bere­its über gewach­sene Struk­turen ver­fü­gen, set­zt das neue Bünd­nis darauf, Wäh­ler anzus­prechen, die sich von den bish­eri­gen poli­tis­chen Ange­boten nicht aus­re­ichend vertreten fühlen.

Neben der Wahl des Spitzenkan­di­dat­en beschloss die Lan­deswahlver­samm­lung auch die Lan­desliste. Auf Platz zwei wurde Sandy van Baal aus Krakow am See gewählt. Es fol­gen Maik Hof­mann (Stral­sund), Hannes Gra­bia (Ros­tock), Daniel Hirch (Satow), Michael Meier (Küh­lungs­born) und Jan Roskosch (Hohen­felde).

In den kom­menden Monat­en will Team Frei­heit seine poli­tis­chen Schw­er­punk­te für Meck­len­burg-Vor­pom­mern weit­er konkretisieren und mit einem eige­nen Pro­gramm in den Wahlkampf starten. Die Land­tagswahl am 20. Sep­tem­ber 2026 wird dabei zur ersten Bewährung­sprobe für die junge Partei.