Sa, 11. Juli 2026
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Schweriner Stadtvertretung hat entschieden -
Mandy Pfeifer ist neue Stadtpräsidentin

Mandy Pfeifer ist Schwerins neue Stadtpräsidentin und damit die höchste Repräsentantin der Stadt. Dafür gibt es in Zukunft eine Ehrenamts-Entschädigung von 1200 Euro pro Monat.

  • Veröffentlicht Juni 29, 2026
Mandy Pfeifer (SPD) bei ihrer Ansprache vor der Wahl zur Stadtpräsidentin. Foto: Dario Rochow
Mandy Pfeifer (SPD) bei ihrer Ansprache vor der Wahl zur Stadt­präsi­dentin. (Foto: Dario Rochow)

Mandy Pfeifer (SPD) ist neue Stadt­präsi­dentin von Schw­erin. Das hat die Schw­er­iner Stadtvertre­tung entsch­ieden. Zur Wahl standen Mandy Pfeifer und Thomas de Jesus Fer­nan­des (AfD). Während der Sitzung gab es keine weit­eren Kan­di­da­turen. Die Sitzung der Stadtvertre­tung begann ver­spätet und die Wahl fand erst rund eine Stunde nach dem geplanten Sitzungs­be­ginn statt. Mehrere Frak­tio­nen hat­ten Auszeit­en beantragt um sich abzus­prechen. Diese Absprachen betrafen auch die Abberu­fung und mögliche Neuwahl eines drit­ten Dez­er­nen­ten oder ein­er drit­ten Dez­er­nentin in der Stadtver­wal­tung. Auf Antrag von Gerd Güll (FDP) fand die Wahl im Geheimen statt.

Pfeifer wurde mit der Hälfte der Stim­men der Stadtvertre­tung gewählt. An der Wahl nah­men 40 Stadtvertreterin­nen und Stadtvertreter teil. Acht macht­en ihren Stim­mzettel ungültig, zwölf stimmten für de Jesus-Fer­nan­des und 20 für Pfeifer.

Mar­tin Neuhaus (Grüne) hat­te die Ver­schiebung der Stadt­präside­ten­wahl auf eine Sitzung nach der Land­tagswahl im Novem­ber beantragt. Er begrün­dete das damit, dass die bei­den Kan­di­dat­en auf den Lis­ten für die Land­tagswahl ste­hen. Aus sein­er Sicht wider­spricht das der Kom­mu­nalver­fas­sung, da dort eine neu­trale Ausübung des Stadt­präsi­den­te­namtes gefordert wird. Neuhaus wies weit­er darauf hin, dass Absprachen beson­ders in Vor­griff auf die Land­tagswahl, Ein­fluss auf die Ver­gabe des Postens haben kön­nten. Das wäre, aus sein­er Sicht, Postengeschacher und Neuhaus ist überzeugt, dass dadurch auch Poli­tikver­drossen­heit entste­hen kann. Auch aus diesen Grün­den hat er dann am Ende doch nicht kan­di­diert, erk­lärte er weit­er. Sein Antrag wurde nach ein­er Auszeit zur Absprache abgelehnt. In ihren Ansprachen zur Wahl wiesen sowohl Pfeifer als auch de Jesus Fer­nan­des daraufhin, dass sie das Amt des Stadt­präsi­den­ten neu­tral ausüben wür­den.

Die Stadt­präsi­dentin ist für die Leitun­gen der Sitzung der Stadtvertre­tung ver­ant­wortlich. Außer­dem ist sie die höch­ste Repräsen­tan­tin der Stadt Schw­erin. Laut der Haupt­satzung bekommt die Stadt­präsi­dentin für ihr Ehre­namt eine pauschal­isierte Aufwand­sentschädi­gung von 1200 Euro pro Monat. Außer­dem entschei­det sie über die Urlaub­santräge des Ober­bürg­er­meis­ters.

Im Vor­feld der Sitzung gab es ver­schiedene Speku­la­tio­nen über mögliche Kan­di­da­turen und Ansprüche auf das Amt des Stadt­präsi­den­ten oder der Stadt­präsi­dentin. In der Ver­gan­gen­heit wurde dieses Amt meis­tens der Frak­tion mit den meis­ten Stim­men zuge­s­tanden. Das wäre nun die AfD. Die beanspruchte aus diesem Grund auch das Amt für sich, kon­nte sich in der Wahl dann aber nicht durch­set­zen. Auch der Schaus­piel­er und Musikklub-Organ­isator Neuhaus war im Gespräch für eine mögliche Kan­di­datur. SPD-Kan­di­datin Pfeifer gab ihre Kan­di­datur als erste bekan­nt.


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