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Wissenswertes: Pheromone machen Männer für Frauen attraktiver

Pheromone sind vie­len Men­schen beispiel­sweise aus der Rinderzucht bekan­nt. Allerd­ings pro­duziert auch der Men­sch Pheromone und, wie Stu­di­en nahele­gen, ver­mö­gen sie es nach wie vor den Men­schen zu bee­in­flussen. Lange

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  • Veröffentlicht September 11, 2019

Pheromone sind vie­len Men­schen beispiel­sweise aus der Rinderzucht bekan­nt. Allerd­ings pro­duziert auch der Men­sch Pheromone und, wie Stu­di­en nahele­gen, ver­mö­gen sie es nach wie vor den Men­schen zu bee­in­flussen.

Lange war die Mei­n­ung vorherrschend, dass das vomeronasale Organ, welch­es beim Men­schen in der Nasen­schei­de­wand sitzt und bei Tieren für die Auf­nahme von Pheromo­nen ver­ant­wortlich ist, längst nicht mehr aktiv und als Überbleib­sel der Evo­lu­tion anzuse­hen ist. Dem scheint aber nicht so zu sein, denn männliche Pheromone der Gruppe der Androsta­dienone haben in Ver­suchen deut­liche Reak­tio­nen bei weib­lichen Probandin­nen her­vorgerufen. Welche das sind und wie sich diese äußern, wollen wir uns im Weit­eren anse­hen.

 

Wirkung von Androstadienone in Studien

 

In Ver­suchen kon­nten gezeigt wer­den, dass das männlich­er Pheromon Androsta­dienone bei Frauen eine stim­mungsaufhel­lende Wirkung haben kann. Dabei war die Stärke des Effek­ts abhängig von der Inten­sität der Dosis, welch­er die Probandin­nen aus­ge­set­zt wur­den. Gle­ich­er Effekt war gegeben, wenn man Androsta­dienone nicht als isolierten Stoff, son­dern den Achselschweiß von Män­nern her­an­zog.

Die Wirkung war aber nicht nur von der Dosis geprägt, son­dern auch von der Aus­gangslage. So wur­den unter­schiedlich starke Aus­prä­gun­gen erzielt, wenn zuvor ein lustiges oder ein trau­riges Video von den Probandin­nen ange­se­hen wurde. Darüber hin­aus wurde die stim­mungsaufhel­lende Wirkung aufge­hoben, wenn ein Schmerzreiz induziert wurde.

Darüber hin­aus fühlten sich Frauen unter dem Ein­fluss von Androsta­dienone fokussiert­er.

 

Evolutionärer Nutzen

 

Eine gute Stim­mung und erhöhter Fokus sind für Frauen ein wichtiger Fak­tor für sex­uelles Inter­esse, aber auch sex­ueller Befriedi­gung. Androsta­dienone sind rel­a­tiv gut erforscht und kön­nen als spez­i­fis­ches Pheromon kat­e­gorisiert wer­den, welch­es der Mann speziell für Frauen pro­duziert. So kann man davon aus­ge­hen, dass es eine nicht unbe­trächtliche Rolle für die Part­ner­wahl spielt, möglicher­weise dadurch, dass die sub­jek­tiv emp­fun­den Attrak­tiv­ität unter dem Ein­fluss eine Steigerung erlebt.

Obwohl es diese Hin­weise durch Stu­di­en gibt, reicht die Lage nicht aus kom­merzielle Ver­sprechun­gen wie das Aus­lösen von sex­ueller Begierde, oder die Ver­wand­lung in einen Frauen­mag­net zu stützen.

 

Kommerzielle Vermarktung

 

Solche Stu­di­energeb­nisse, wen­ngle­ich sie sehr vage sind, haben Unternehmen dazu ver­an­lasst ver­schiedene Pro­duk­te mit Pheromo­nen auf den Markt zu brin­gen. Diese sollen Män­ner attrak­tiv­er für Frauen machen. Inter­es­san­ter­weise find­et man aber sehr sel­ten tat­säch­lich Androsta­dienone in solchen Prä­parat­en, son­dern vor allem Androstenol und Androstenon, die zwar auch als Pheromone gel­ten, über die es aber keine erfol­gre­ichen, der­ar­ti­gen Stu­di­en gibt.

An vorder­ster Front und dem größten Markan­teil find­et man vor Allem Pheromon­par­fums. Diese wer­den wie ein ganz nor­males Par­fum aufge­tra­gen und sollen aus jedem Mann einen Frauen­mag­neten machen.

Obwohl die Grund­lage für solche Behaup­tun­gen zum jet­zi­gen Stand der Forschung nicht gegeben ist, tut das der Beliebtheit solch­er Pro­duk­te schein­bar keinen Abbruch.

Manche Her­steller haben auch ganze Pro­duk­tlin­ien auf den Markt gebracht, Ange­fan­gen von Par­fum, über Duschgel, bis hin zum Sham­poo oder Kör­per­lotio­nen; alle enthal­ten sie Pheromone und wer­den deswe­gen zu einem Vielfachen des üblichen Preise gehan­delt.

 

Fazit

Es gibt Hin­weise darauf, dass Pheromone, näm­lich Androsta­dienone, tat­säch­lich auf Frauen wirken und ver­schiedene Effek­te, aber auch phys­i­ol­o­gis­che Verän­derun­gen her­vor­rufen kön­nen. Auch deutet vieles darauf hin, dass Män­ner auf Frauen, die unter dem Ein­fluss dieser Pheromone ste­hen, attrak­tiv­er und sym­pa­this­ch­er wirken kön­nen. Man muss das allerd­ings im richti­gen Ver­hält­nis sehen und vor allem wird man durch eine Benützung der auf dem Markt erhältlichen Pheromon­pro­duk­te nicht ein­fach zu einem Frauen­mag­neten, auch wenn einem die Wer­bung dafür anderes weis­machen möchte.