Wissenswertes: Pheromone machen Männer für Frauen attraktiver

Pheromone sind vielen Menschen beispielsweise aus der Rinderzucht bekannt. Allerdings produziert auch der Mensch Pheromone und, wie Studien nahelegen, vermögen sie es nach wie vor den Menschen zu beeinflussen.

Lange war die Meinung vorherrschend, dass das vomeronasale Organ, welches beim Menschen in der Nasenscheidewand sitzt und bei Tieren für die Aufnahme von Pheromonen verantwortlich ist, längst nicht mehr aktiv und als Überbleibsel der Evolution anzusehen ist. Dem scheint aber nicht so zu sein, denn männliche Pheromone der Gruppe der Androstadienone haben in Versuchen deutliche Reaktionen bei weiblichen Probandinnen hervorgerufen. Welche das sind und wie sich diese äußern, wollen wir uns im Weiteren ansehen.

 

Wirkung von Androstadienone in Studien

 

In Versuchen konnten gezeigt werden, dass das männlicher Pheromon Androstadienone bei Frauen eine stimmungsaufhellende Wirkung haben kann. Dabei war die Stärke des Effekts abhängig von der Intensität der Dosis, welcher die Probandinnen ausgesetzt wurden. Gleicher Effekt war gegeben, wenn man Androstadienone nicht als isolierten Stoff, sondern den Achselschweiß von Männern heranzog.

Die Wirkung war aber nicht nur von der Dosis geprägt, sondern auch von der Ausgangslage. So wurden unterschiedlich starke Ausprägungen erzielt, wenn zuvor ein lustiges oder ein trauriges Video von den Probandinnen angesehen wurde. Darüber hinaus wurde die stimmungsaufhellende Wirkung aufgehoben, wenn ein Schmerzreiz induziert wurde.

Darüber hinaus fühlten sich Frauen unter dem Einfluss von Androstadienone fokussierter.

 

Evolutionärer Nutzen

 

Eine gute Stimmung und erhöhter Fokus sind für Frauen ein wichtiger Faktor für sexuelles Interesse, aber auch sexueller Befriedigung. Androstadienone sind relativ gut erforscht und können als spezifisches Pheromon kategorisiert werden, welches der Mann speziell für Frauen produziert. So kann man davon ausgehen, dass es eine nicht unbeträchtliche Rolle für die Partnerwahl spielt, möglicherweise dadurch, dass die subjektiv empfunden Attraktivität unter dem Einfluss eine Steigerung erlebt.

Obwohl es diese Hinweise durch Studien gibt, reicht die Lage nicht aus kommerzielle Versprechungen wie das Auslösen von sexueller Begierde, oder die Verwandlung in einen Frauenmagnet zu stützen.

 

Kommerzielle Vermarktung

 

Solche Studienergebnisse, wenngleich sie sehr vage sind, haben Unternehmen dazu veranlasst verschiedene Produkte mit Pheromonen auf den Markt zu bringen. Diese sollen Männer attraktiver für Frauen machen. Interessanterweise findet man aber sehr selten tatsächlich Androstadienone in solchen Präparaten, sondern vor allem Androstenol und Androstenon, die zwar auch als Pheromone gelten, über die es aber keine erfolgreichen, derartigen Studien gibt.

An vorderster Front und dem größten Markanteil findet man vor Allem Pheromonparfums. Diese werden wie ein ganz normales Parfum aufgetragen und sollen aus jedem Mann einen Frauenmagneten machen.

Obwohl die Grundlage für solche Behauptungen zum jetzigen Stand der Forschung nicht gegeben ist, tut das der Beliebtheit solcher Produkte scheinbar keinen Abbruch.

Manche Hersteller haben auch ganze Produktlinien auf den Markt gebracht, Angefangen von Parfum, über Duschgel, bis hin zum Shampoo oder Körperlotionen; alle enthalten sie Pheromone und werden deswegen zu einem Vielfachen des üblichen Preise gehandelt.

 

Fazit

Es gibt Hinweise darauf, dass Pheromone, nämlich Androstadienone, tatsächlich auf Frauen wirken und verschiedene Effekte, aber auch physiologische Veränderungen hervorrufen können. Auch deutet vieles darauf hin, dass Männer auf Frauen, die unter dem Einfluss dieser Pheromone stehen, attraktiver und sympathischer wirken können. Man muss das allerdings im richtigen Verhältnis sehen und vor allem wird man durch eine Benützung der auf dem Markt erhältlichen Pheromonprodukte nicht einfach zu einem Frauenmagneten, auch wenn einem die Werbung dafür anderes weismachen möchte.

Redaktion

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