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Plante Yamen A. einen Anschlag auf den Schweriner Weihnachtsmarkt?

Schwerin, 02.11. 2017 (red/sr). Nach Angaben des RedaktionNetzwerks Deutschland plante Yamen A. unter anderem einen Anschlag auf den Schweriner Weihnachtsmarkt. Inzwischen ist in Schwerin eine Debatte über die Integration entstanden. 

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  • Veröffentlicht November 2, 2017

Schw­erin, 02.11. 2017 (red/sr). Nach Angaben des Redak­tion­Net­zw­erks Deutsch­land plante Yamen A. unter anderem einen Anschlag auf den Schw­er­iner Wei­h­nachts­markt. Inzwis­chen ist in Schw­erin eine Debat­te über die Inte­gra­tion ent­standen. Von Ste­fan Rochow

 

In dieser Woh­nung plante Yamen A. ver­mut­lich auch einen Bombe­nan­schlag auf den Schw­er­iner Wei­h­nachts­markt. Foto: Schw­erin-Lokal | Dario Rochow

 

Nach Infor­ma­tio­nen des Redak­tion­sNet­zw­erks Deutsch­land (RND) hat­te es der am Dien­stag in Schw­erin ver­hafte Ter­rorverdächtige Yamen A. auf drei Ziele in Meck­len­burg-Vor­pom­mern abge­se­hen. So stand auch der Schw­er­iner Wei­h­nachts­markt auf sein­er Liste. Weit­er hat­te der 19-jährige Syr­er den Wei­h­nachts­markt in Ros­tock und die Brücke auf die Insel Rügen im Visi­er. Das RND gibt an, diese Infor­ma­tio­nen aus zwei unter­schiedlichen Quellen aus Sicher­heit­skreisen erfahren zu haben. Sicher­heits­be­hör­den sind sich sich­er, dass der verdächtige Syr­er auf möglichst viele Tote hoffte.

Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig äußerte Erle­ichterung über die Ver­hin­derung der Anschläge. „Wir alle sind sehr froh, dass der Gen­er­al­bun­de­san­walt, die Polizei und die Ver­fas­sungss­chutzbe­hör­den den drin­gend Ter­rorverdächti­gen iden­ti­fiziert und ver­haftet haben, bevor er seine mörderischen Pläne in die Tat umset­zen kon­nte“, sagte Schwe­sig gestern nach der Kabi­nettssitzung.

 

Das Miteinander stärken

 

In Schw­erin ist unter­dessen eine Debat­te über die Inte­gra­tion von geflüchteten Men­schen aus­ge­brochen. „Ich weiß, dass es nicht ganz unprob­lema­tisch ist, dass sich Flüchtlinge und Asyl­begehrende in unser­er Stadt in bes­timmten Stadt­teilen konzen­tri­eren“, räumte Baden­schi­er gegenüber der Schw­er­iner Volk­szeitung (SVZ) ein. Die Kom­mune konzen­triere aber in diesen Stadt­teilen ihre Anstren­gun­gen zur Flüchtlings­be­treu­ung und Inte­gra­tion. „Und es gibt ger­ade dort viele ehre­namtliche Ini­tia­tiv­en, die her­vor­ra­gende Arbeit leis­ten“, so der Baden­schi­er.

Der Vor­sitzende des Islamis­chen Bun­des in Schw­erin, Mohamed Dib Khan­ji, hat­te als Reak­tion auf die Ver­haf­tung gegenüber der SVZ mehr Sozialar­beit­er gefordert, die sich um die Flüchtlinge vor Ort küm­mern. Weit­er regte Dib Khan­ji an, dass man darüber nach­denken solle, auch geflüchtete Men­schen zu Sozialar­beit­ern auszu­bilden.

Claus Oellerk­ing, der Sprech­er der Flüchtlingsini­tia­tive Schw­erin sieht im Gespräch mit unser­er Redak­tion nicht nur die Lösung darin, mehr Sozialar­beit­er einzustellen. „Sozialar­beit ist ein Aspekt, Inte­gra­tion ist aber eine gesamt­ge­sellschaftliche Auf­gabe.” Er warnt daher davor, die Ver­ant­wor­tung auf Sozialar­beit­er und Schule zu delegieren. Für ihn sind Bil­dung und Begeg­nung wichtige Inte­gra­tionsaspek­te. „Wir müssen das Miteinan­der stärken und nicht wegschauen”, so Oellerk­ing. Geflüchteten Men­schen muss daher Teil­habe ermöglicht wer­den. „Es reicht nicht aus, dass man sagt, Du kannst da und da Mit­glied wer­den! Men­schen müssen aufeinan­der zuge­hen.”