Mehr Präsenz am Kriminalitätsschwerpunkt:
Polizeistation kehrt an Schwerins Marienplatz zurück
Nach mehr als zehn Jahren verfügt der Schweriner Marienplatz wieder über eine feste Polizeistation. Die neue Wache soll die Präsenz der Polizei im Stadtzentrum stärken.

Der Schweriner Marienplatz verfügt nach mehr als einem Jahrzehnt wieder über eine feste Polizeistation. Die neue Dienststelle befindet sich in der Marienplatz-Galerie und ersetzt die bisherige Übergangslösung in einem Container.
Rückkehr an einen zentralen Standort
Wie das Innenministerium mitteilte, soll die Polizeistation die Erreichbarkeit der Polizei verbessern und für eine dauerhaft sichtbare Präsenz im Zentrum der Landeshauptstadt sorgen. Bereits bis 2013 hatte es am Marienplatz eine feste Polizeiwache gegeben. Diese war damals geschlossen und in die Schloßstraße verlegt worden.
Die neue Station ist montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr besetzt. Dort können Bürger unter anderem Anzeigen erstatten und Anliegen direkt mit der Polizei besprechen. Nach Angaben des Innenministeriums bleibt die Polizei auch außerhalb dieser Zeiten am Marienplatz präsent.
Marienplatz gilt als Kriminalitätsschwerpunkt
Der Marienplatz ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Schwerins. Nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nutzen täglich rund 45.000 Menschen den Platz. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Bereich zudem zu einem Schwerpunkt der Kriminalität.
Als erster öffentlicher Platz in Mecklenburg-Vorpommern wurde der Marienplatz deshalb mit einer Videoüberwachung ausgestattet. Nach Angaben des Innenministeriums soll diese Maßnahme weiterhin bestehen bleiben.
Gewerkschaft warnt vor Personalengpässen
Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte die Rückkehr einer festen Polizeistation grundsätzlich. Gleichzeitig äußerte sie Bedenken hinsichtlich der personellen Ausstattung.
Die Landesvorsitzende Kristin Frosch warnte davor, Personal für den Stationsdienst aus bestehenden Streifen- und Schichtdiensten abzuziehen. Neue Anlaufstellen dürften nicht zulasten der Einsatzfähigkeit an anderer Stelle gehen. Nach Einschätzung der Gewerkschaft sei das Problem nicht auf Schwerin beschränkt, sondern betreffe Polizeidienststellen im gesamten Land.




