Sa, 13. Juni 2026
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Mehr Präsenz am Kriminalitätsschwerpunkt:
Polizeistation kehrt an Schwerins Marienplatz zurück

Nach mehr als zehn Jahren verfügt der Schweriner Marienplatz wieder über eine feste Polizeistation. Die neue Wache soll die Präsenz der Polizei im Stadtzentrum stärken.

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  • Veröffentlicht Juni 1, 2026
Marienplatz
Blick auf den Marien­platz in Schw­erin. Foto. Ste­fan Rochow

 

Der Schw­er­iner Marien­platz ver­fügt nach mehr als einem Jahrzehnt wieder über eine feste Polizeis­ta­tion. Die neue Dien­st­stelle befind­et sich in der Marien­platz-Galerie und erset­zt die bish­erige Über­gangslö­sung in einem Con­tain­er.

Rückkehr an einen zentralen Standort

Wie das Innen­min­is­teri­um mit­teilte, soll die Polizeis­ta­tion die Erre­ich­barkeit der Polizei verbessern und für eine dauer­haft sicht­bare Präsenz im Zen­trum der Lan­deshaupt­stadt sor­gen. Bere­its bis 2013 hat­te es am Marien­platz eine feste Polizei­wache gegeben. Diese war damals geschlossen und in die Schloßs­traße ver­legt wor­den.

Die neue Sta­tion ist mon­tags bis sam­stags von 10 bis 19 Uhr beset­zt. Dort kön­nen Bürg­er unter anderem Anzeigen erstat­ten und Anliegen direkt mit der Polizei besprechen. Nach Angaben des Innen­min­is­teri­ums bleibt die Polizei auch außer­halb dieser Zeit­en am Marien­platz präsent.

Marienplatz gilt als Kriminalitätsschwerpunkt

Der Marien­platz ist ein­er der wichtig­sten Verkehrsknoten­punk­te Schw­erins. Nach Angaben von Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig nutzen täglich rund 45.000 Men­schen den Platz. In den ver­gan­genen Jahren entwick­elte sich der Bere­ich zudem zu einem Schw­er­punkt der Krim­i­nal­ität.

Als erster öffentlich­er Platz in Meck­len­burg-Vor­pom­mern wurde der Marien­platz deshalb mit ein­er Videoüberwachung aus­ges­tat­tet. Nach Angaben des Innen­min­is­teri­ums soll diese Maß­nahme weit­er­hin beste­hen bleiben.

Gewerkschaft warnt vor Personalengpässen

Die Gew­erkschaft der Polizei begrüßte die Rück­kehr ein­er fes­ten Polizeis­ta­tion grund­sät­zlich. Gle­ichzeit­ig äußerte sie Bedenken hin­sichtlich der per­son­ellen Ausstat­tung.

Die Lan­desvor­sitzende Kristin Frosch warnte davor, Per­son­al für den Sta­tions­di­enst aus beste­hen­den Streifen- und Schicht­di­en­sten abzuziehen. Neue Anlauf­stellen dürften nicht zulas­ten der Ein­satzfähigkeit an ander­er Stelle gehen. Nach Ein­schätzung der Gew­erkschaft sei das Prob­lem nicht auf Schw­erin beschränkt, son­dern betr­e­ffe Polizei­di­en­st­stellen im gesamten Land.