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Buchvorstellung in Görslow:
Historikerin beleuchtet Schicksale von Prostituierten in der DDR

Die Stasi nutzte Prostituierte als Informantinnen und sogenannte „Honigfallen“. Historikerin Steffi Brüning zeigt in Görslow anhand persönlicher Schicksale, wie Frauen zwischen Überwachung und Repression lebten.

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  • Veröffentlicht Juli 16, 2026
Prostitution in der DDR
Die Staatssicher­heit ver­suchte, Pros­ti­tu­ierte als Infor­man­tinnen und soge­nan­nte „Honig­fall­en“ einzuset­zen. Der Vor­trag in Görslow beleuchtet anhand his­torisch­er Biografien ihre Leben­sre­al­ität in der DDR. Sym­bol­bild: KI-gener­iert

 

Wie ging die Staatssicher­heit mit Pros­ti­tu­ierten in der DDR um? Dieser Frage wid­met sich die His­torik­erin Dr. Stef­fi Brün­ing am Sam­stag, 25. Juli, im Bun­de­sarchiv – Stasi-Unter­la­gen-Archiv Schw­erin in Görslow.

Mit ihrem Vor­trag set­zt Brün­ing die Buchvorstel­lung „Pros­ti­tu­tion in der DDR“ fort. Im ver­gan­genen Jahr hat­te sie die his­torischen Hin­ter­gründe des The­mas beleuchtet. Nun ste­hen die Lebens­geschicht­en einzel­ner Frauen aus dem Nor­den der DDR im Mit­telpunkt.

Anhand aus­gewählter Biografien zeigt die His­torik­erin, wie das Min­is­teri­um für Staatssicher­heit ver­suchte, Pros­ti­tu­ierte als Inof­fizielle Mitar­bei­t­erin­nen anzuwer­ben. Sie wur­den unter anderem als soge­nan­nte „Honig­fall­en“ einge­set­zt, um Infor­ma­tio­nen über Per­so­n­en zu gewin­nen, die für die Stasi von Inter­esse waren.

Gle­ichzeit­ig lebten die Frauen in einem Sys­tem ständi­ger Kon­trolle. Wer Polizei, Gesund­heits­be­hör­den oder anderen staatlichen Stellen auffiel, musste mit Kon­se­quen­zen rech­nen. Brün­ing zeigt auf, mit welchen Strate­gien die Betrof­fe­nen ver­sucht­en, sich zwis­chen Überwachung und Repres­sion Freiräume zu schaf­fen.

Die Ver­anstal­tung begin­nt am Sam­stag, 25. Juli, um 14.30 Uhr im Bun­de­sarchiv – Stasi-Unter­la­gen-Archiv Schw­erin in Görslow (Resthof, 19067 Leezen). Im Rah­men der Rei­he „Sam­stag im Archiv“ wer­den außer­dem Archivführun­gen sowie Beratun­gen zur Antrag­stel­lung ange­boten. Der Ein­tritt ist frei.