Tag der Städtebauförderung -
Quartiersplatz für die Werdervorstadt?
Zum Tag der Städtebauförderung öffnet die Verwaltung das Gelände der ehemaligen Stadtbeleuchtung Hebermehl am Schweriner See.

“Ich war geflasht, als ich das erste Mal hier auf das Gelände kam.”, so eröffnete Anne Reinkober von der Schweriner Stadtentwicklung ihre Führung auf dem Gelände in der Werdervorstadt. Nur wenige Meter vom Schweriner See entfernt liegt das Gelände der ehemaligen Stadtbeleuchtungsfirma Hebermehl. Auf rund 3000 Quadratmetern sind hier Fahrzeughallen, Garagen, ein fast 500 Quadratmeter großes Gebäude, eine große Teerfläche und ein Garten. Die Verwaltung kaufte die Fläche Ende 2025. “Der Eigentümer kam 2023 auf die Verwaltung zu, mit der Absicht zu verkaufen.”, erklärte Reinkober.
Städtebauförderung in der Werdervorstadt
Seit 2008 ist ein Teil der Werdervorstadt ein Sanierungsgebiet, seit 2019 ein Fördergebiet. Diese Beschlüsse fasste die Stadtvertretung. Die Verwaltung hat dadurch die Möglichkeit, sich auf zusätzliche Fördermittel zu bewerben. Mit diesen Fördermitteln soll die Werdervorstadt zum Wasser hin geöffnet werden. So wurden alte Garagenanlagen abgerissen und Uferwege am Schweriner See geschaffen. Da dieses Sanierungs- und Fördergebiet bald beendet werden soll, war laut Reinkober nur noch genug Geld vorhanden, um das Grundstück in den Besitz der Stadt zu bringen.

Wie soll der Quartiersplatz aussehen?
Der amtierende Bürgermeister Bernd Nottebaum (CDU) hat noch keine Planung in der Schublade: “Die Anwohner sollen ihre Ideen einbringen, was hier im Quartier passieren soll!” Im direkten Umfeld der Hebermehl-Fläche war auch mal eine Art Stadtstrand geplant. Die Idee dazu entstand in einem Workshop, den die Verwaltung organisierte. Am Ende fehlte dafür aber das Geld im Haushalt. Etwas ähnliches soll am 21. Juni 2026 auch für diese Fläche stattfinden. Dann werden wieder die Tore geöffnet, es soll einen Flohmarkt, Spielmöglichkeiten für Kinder und eine Form der Bürgerbeteiligung geben. Die bestehenden Gebäuden sollen für den Quartiersplatz weiter genutzt werden. Laut Nottebaum sei nicht viel Geld verfügbar und die Verwaltung hofft darauf, dass sich Anwohner mit Ideen und Mitarbeit an der Entwicklung des Quartiersplatz beteiligen.

1,5 Millionen Euro für Städtebauförderung in 2026
Für das gesamte Land stehen in 2026 mehr als 66 Millionen Euro für Städtebauförderung zur Verfügung. Das teilte das Ministerium für Inneres und Bauen mit. Die eine Hälfte des Geldes kommt vom Bund, die andere Hälfte vom Land. Schwerin soll von dem Geld knapp 1,5 Millionen Euro erhalten, um Abbruch- und Räumarbeiten am alten Güterbahnhof durchzuführen. In 2027 sollen für die Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern dann 80 Millionen Euro zur Verfügung stehen.


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