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Radsportzentrum Schwerin:
Ein Überblick zum Bau der Halle

Der Bau der neuen Radsporthalle in Schwerin schreitet zügig voran. Seit der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr, bei der auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anwesend war, sind sichtbare Fortschritte zu verzeichnen:

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  • Veröffentlicht Juli 10, 2025

Mit dem Bau der Rad­sporthalle will Schw­erin seinem Anspruch, Rad­sport­stadt zu sein, endlich gerecht wer­den. Schließlich haben Olympiasieger Ste­fan Nimke und Welt­meis­terin Lea-Sophie Friedrich ihre Kar­riere in Schw­erin begonnen. Das Mil­lio­nen­pro­jekt, das auf dem Bun­desstützpunkt entste­ht, ist eine Investi­tion in den Spitzen­sport im Land und soll zukün­ftig das Sport­gym­na­si­um als Aus­bil­dungsstätte für Welt­meis­terin­nen und Welt­meis­ter weit­er stärken. Seit der Grund­stein­le­gung ver­gan­genen Jahres, an der auch Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig (SPD) teil­nahm, schrit­ten die Bauar­beit­en voran. Den aktuellen Sach­stand im Überblick:

25 Mil­lio­nen wer­den wohl voraus­sichtlich in den Bau des größten Gebäudes am Lam­brechts­grund fließen, an dem sich neben der Lan­deshaupt­stadt (4,5 Mil­lio­nen) auch das Land (16 Mil­lio­nen) und der Bund (4 Mil­lio­nen) finanziell beteili­gen. Der Eigenan­teil, den die Stadt zum Bau beis­teuern muss, hat sich während der Pla­nungsphase deut­lich erhöht. Nach­dem Ober­bürg­er­meis­ter Baden­schi­er (SPD) 2023 im Haup­tauss­chuss zum Gespräch machte, die Investi­tion­skosten um 1,5 Mil­lio­nen zu steigern, hagelte es seit­ens der Schw­er­iner Grü­nen heftige Kri­tik an der Kosten­steigerung. ”In ein­er Zeit, in der viele den Gür­tel enger schnallen müssen, sind die mit­tler­weile 22,7 Mil­lio­nen Euro geplanten Baukosten ein­fach unver­hält­nis­mäßig für eine Sporthalle, von der nur wenige einen Nutzen haben.”, hieß es in ein­er veröf­fentlicht­en Stel­lung­nahme.

So soll die Radsporthalle aussehen

Das äußere Erschei­n­ungs­bild gle­icht der Form der innen­liegen­den Rad­sport­bahn. Auf 339 Betonpfählen, die mit Bohrg­eräten in den Win­ter­monat­en instal­liert wur­den, tra­gen 80 Säulen die Hal­lenkon­struk­tion. In der ersten Etage find­en Rad­sportler ide­ale Voraus­set­zun­gen, um sich pro­fes­sionell auf nationale und inter­na­tionale Wet­tkämpfe vor­bere­it­en zu kön­nen. Neben den Sportlern prof­i­tieren aber auch die Schw­er­iner von dem Bau: Unter­halb der Bahn entste­ht ein­er der größten über­dacht­en Park­flächen der Stadt.

So soll sie aussehen, die Halle des neuen Radsportzentrums Schwerin, Visualisierung: ARGE BE Berlin GmbH-GBP-Architekten
So soll sie ausse­hen, die Halle des neuen Rad­sportzen­trums Schw­erin. Visu­al­isierung: ARGE BE Berlin GmbH-GBP-Architek­ten

In dem Oval, das eine Länge von 118 und eine Bre­ite von 68 Metern misst, ist neben der 250 Meter lan­gen genormten Rad­sport­bahn auch eine Mehrzweck­halle geplant, die im Innen­feld der Bahn liegt. 

Der aktuelle Baustand

 

Hier wer­den sich zukün­ftig die Funk­tion­sräume befind­en. Foto: Marc Eis­ing

Der Rohbau der Halle ist bere­its abgeschlossen. In diesem Gang entste­hen Funk­tion­sräume, wie Fahrrad­lager und Umk­lei­den. Laut Pla­nung­sun­ter­la­gen kön­nen nach Abschluss des Bau­vorhabens Wet­tkämpfe für bis zu 199 Rad­sportler ver­anstal­tet wer­den, in denen sich die Sportler untere­inan­der messen. Wie bei jedem Spitzen­sport, zählt auch beim Bah­n­rad jede Sekunde. Für eine Runde brauchen die Sportler je nach Alter­sklasse ca. 15–25 Sekun­den.

Das Innen­feld kann als Mehrzweck­halle genutzt wer­den. Foto: Marc Eis­ing

Das Innen­feld kann für andere Sportarten genutzt wer­den, beispiel­sweise für Hand­ball, Vol­ley­ball oder Bad­minton. Nach der Fer­tig­stel­lung, soll hier der Schul­sport des Sport­gym­na­si­ums  stat­tfind­en.

Die Form der Rad­bahn ist schon erkennbar. Foto: Marc Eis­ing

Die Rad­bahn, deren Belag aus 8 jahre­lang gereifter Fichte beste­ht, ver­läuft rund um das Innen­feld. Die Arbeit­en am Stahlbau, der zum größten Teil aus vorge­fer­tigten Teilen beste­ht, sollen im Okto­ber begin­nen. Ziel ist es, die Halle bis Ende des Jahres über­dacht zu haben.

Voraus­sichtlich kön­nen die Rad­sportler Mitte näch­sten Jahres ihre ersten Run­den in der neuen Halle drehen. „Die neue Rad­sporthalle ist ein echter Gewinn für uns“, erk­lärt Luis Schüne­mann, Schüler­sprech­er des Sport­gym­na­si­ums, nach ein­er Baustel­len­führung. „Sie bietet unseren Rad­sport­lerin­nen und Rad­sportlern die Möglichkeit, unter Top-Bedin­gun­gen zu trainieren und ihre sportlichen Träume zu ver­wirk­lichen.“

Die Erwartung­shal­tung an das Objekt ist groß. Das Rad­sportzen­trum ste­ht sinnbildlich für die Zukun­ft des Nach­wuchss­ports in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und soll den Olympiastützpunkt Schw­erin weit­er stärken.