Radsportzentrum Schwerin:
Ein Überblick zum Bau der Halle
Der Bau der neuen Radsporthalle in Schwerin schreitet zügig voran. Seit der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr, bei der auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anwesend war, sind sichtbare Fortschritte zu verzeichnen:
Mit dem Bau der Radsporthalle will Schwerin seinem Anspruch, Radsportstadt zu sein, endlich gerecht werden. Schließlich haben Olympiasieger Stefan Nimke und Weltmeisterin Lea-Sophie Friedrich ihre Karriere in Schwerin begonnen. Das Millionenprojekt, das auf dem Bundesstützpunkt entsteht, ist eine Investition in den Spitzensport im Land und soll zukünftig das Sportgymnasium als Ausbildungsstätte für Weltmeisterinnen und Weltmeister weiter stärken. Seit der Grundsteinlegung vergangenen Jahres, an der auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) teilnahm, schritten die Bauarbeiten voran. Den aktuellen Sachstand im Überblick:
25 Millionen werden wohl voraussichtlich in den Bau des größten Gebäudes am Lambrechtsgrund fließen, an dem sich neben der Landeshauptstadt (4,5 Millionen) auch das Land (16 Millionen) und der Bund (4 Millionen) finanziell beteiligen. Der Eigenanteil, den die Stadt zum Bau beisteuern muss, hat sich während der Planungsphase deutlich erhöht. Nachdem Oberbürgermeister Badenschier (SPD) 2023 im Hauptausschuss zum Gespräch machte, die Investitionskosten um 1,5 Millionen zu steigern, hagelte es seitens der Schweriner Grünen heftige Kritik an der Kostensteigerung. ”In einer Zeit, in der viele den Gürtel enger schnallen müssen, sind die mittlerweile 22,7 Millionen Euro geplanten Baukosten einfach unverhältnismäßig für eine Sporthalle, von der nur wenige einen Nutzen haben.”, hieß es in einer veröffentlichten Stellungnahme.
So soll die Radsporthalle aussehen
Das äußere Erscheinungsbild gleicht der Form der innenliegenden Radsportbahn. Auf 339 Betonpfählen, die mit Bohrgeräten in den Wintermonaten installiert wurden, tragen 80 Säulen die Hallenkonstruktion. In der ersten Etage finden Radsportler ideale Voraussetzungen, um sich professionell auf nationale und internationale Wettkämpfe vorbereiten zu können. Neben den Sportlern profitieren aber auch die Schweriner von dem Bau: Unterhalb der Bahn entsteht einer der größten überdachten Parkflächen der Stadt.

In dem Oval, das eine Länge von 118 und eine Breite von 68 Metern misst, ist neben der 250 Meter langen genormten Radsportbahn auch eine Mehrzweckhalle geplant, die im Innenfeld der Bahn liegt.
Der aktuelle Baustand

Der Rohbau der Halle ist bereits abgeschlossen. In diesem Gang entstehen Funktionsräume, wie Fahrradlager und Umkleiden. Laut Planungsunterlagen können nach Abschluss des Bauvorhabens Wettkämpfe für bis zu 199 Radsportler veranstaltet werden, in denen sich die Sportler untereinander messen. Wie bei jedem Spitzensport, zählt auch beim Bahnrad jede Sekunde. Für eine Runde brauchen die Sportler je nach Altersklasse ca. 15–25 Sekunden.

Das Innenfeld kann für andere Sportarten genutzt werden, beispielsweise für Handball, Volleyball oder Badminton. Nach der Fertigstellung, soll hier der Schulsport des Sportgymnasiums stattfinden.

Die Radbahn, deren Belag aus 8 jahrelang gereifter Fichte besteht, verläuft rund um das Innenfeld. Die Arbeiten am Stahlbau, der zum größten Teil aus vorgefertigten Teilen besteht, sollen im Oktober beginnen. Ziel ist es, die Halle bis Ende des Jahres überdacht zu haben.
Voraussichtlich können die Radsportler Mitte nächsten Jahres ihre ersten Runden in der neuen Halle drehen. „Die neue Radsporthalle ist ein echter Gewinn für uns“, erklärt Luis Schünemann, Schülersprecher des Sportgymnasiums, nach einer Baustellenführung. „Sie bietet unseren Radsportlerinnen und Radsportlern die Möglichkeit, unter Top-Bedingungen zu trainieren und ihre sportlichen Träume zu verwirklichen.“
Die Erwartungshaltung an das Objekt ist groß. Das Radsportzentrum steht sinnbildlich für die Zukunft des Nachwuchssports in Mecklenburg-Vorpommern und soll den Olympiastützpunkt Schwerin weiter stärken.




