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Nach Problemen beim Stahlbau:
Wie geht es mit der Radsporthalle weiter?

Trotz Kündigung beim Stahlbau hält die Stadt an der neuen Radsporthalle fest. Doch die Probleme bringen das Millionenprojekt weiter unter Druck. Mit Folgen für Zeitplan und Kosten.

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  • Veröffentlicht Mai 27, 2026
Radsporthalle Schwerin
Baustelle am Lam­brechts­grund: Trotz der Prob­leme beim Stahlbau hält die Stadt am Bau der neuen Rad­sporthalle fest. Die Fer­tig­stel­lung kön­nte sich jedoch bis 2028 verzögern. Foto: Ste­fan Rochow

 

Die neue Rad­sporthalle am Lam­brechts­grund in Schw­erin soll trotz der mas­siv­en Prob­leme beim Stahlbau weit­erge­baut wer­den. Das geht aus ein­er inter­nen Mit­teilung der Stadtver­wal­tung an die Stadtvertre­tung her­vor, die SNO vor­liegt. Dem­nach wird das betrof­fene Gew­erk nach der Kündi­gung des bish­eri­gen Unternehmens nun europaweit neu aus­geschrieben. Einen Baustopp sieht die Ver­wal­tung derzeit nicht.

Die Kündi­gung hat allerd­ings erhe­bliche Fol­gen für den weit­eren Ablauf. Laut intern­er Ein­schätzung wird aktuell erst zu Jahres­be­ginn 2028 mit ein­er Fer­tig­stel­lung gerech­net. Gle­ichzeit­ig kön­nten durch die Verzögerung zusät­zliche Kosten bei weit­eren Gew­erken entste­hen. Wie hoch die finanziellen Auswirkun­gen tat­säch­lich aus­fall­en, lasse sich aber erst nach Abschluss der Neuauss­chrei­bung genauer bez­if­fern.

Die Stadt bere­it­et die Auss­chrei­bung derzeit gemein­sam mit ein­er Kan­zlei vor. Hin­ter­grund ist unter anderem, dass die bere­its erstellte Werk- und Mon­tage­pla­nung weit­er genutzt wer­den soll. Außer­dem sollen die Anforderun­gen an kün­ftige Bieter ver­schärft wer­den. Ziel sei es, Unternehmen mit man­gel­nder Leis­tungs­fähigkeit oder Zuver­läs­sigkeit kün­ftig von Zuschlä­gen auszuschließen.

Trotz der Prob­leme laufen andere Arbeit­en auf der Baustelle nach Angaben der Ver­wal­tung weit­er plan­mäßig. Genan­nt wer­den unter anderem der Innenaus­bau des Funk­tion­strak­tes, Erschließungsar­beit­en, die Her­stel­lung der Auße­nan­la­gen sowie die Wieder­her­stel­lung des Sta­dions Lam­brechts­grund. Auch mögliche rechtliche Schritte spie­len inzwis­chen eine Rolle. Laut dem inter­nen Papi­er wer­den Schadenser­satzansprüche geprüft. Eine SNO-Anfrage an das gekündigte Unternehmen blieb unbeant­wortet.

Fördermittelgeber informiert

Die Schwierigkeit­en rund um den Stahlbau beschäfti­gen inzwis­chen auch die För­der­mit­tel­ge­ber. Das zuständi­ge Min­is­teri­um sei über die Kündi­gung sowie die daraus entste­hen­den zeitlichen Ver­schiebun­gen informiert wor­den. Dabei sei auch über mögliche Mehrkosten gesprochen wor­den, konkrete Sum­men gebe es bis­lang jedoch nicht.

 


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Der Eigenan­teil der Stadt an dem Pro­jekt liegt laut der Mit­teilung derzeit bei rund 3,5 Mil­lio­nen Euro. Sollte sich die Finanzierungslage weit­er ver­schär­fen, sollen die För­der­mit­tel­ge­ber erneut einge­bun­den und gemein­sam nach Lösun­gen gesucht wer­den.

Warum die Halle gebaut wird

Mit der neuen Halle soll Schw­erin zu einem wichti­gen Stan­dort für den Bah­n­rad­sport in Meck­len­burg-Vor­pom­mern wer­den. Bis­lang gibt es im Land keine mod­erne über­dachte Train­ings- und Wet­tkampf­stätte für diese Sportart. Vere­ine und Nach­wuch­sath­leten mussten deshalb häu­fig auf Anla­gen außer­halb des Bun­des­lan­des auswe­ichen.

 


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Die Halle soll kün­ftig sowohl dem Leis­tungs- und Nach­wuchss­port als auch Vere­inen und Schulen zur Ver­fü­gung ste­hen. Das Pro­jekt gilt deshalb seit Jahren als bedeu­ten­des Vorhaben für die Sport­in­fra­struk­tur in Meck­len­burg-Vor­pom­mern.

Lange Vorgeschichte

Die Pla­nun­gen für die Rad­sporthalle laufen bere­its seit mehreren Jahren. Diskus­sio­nen gab es immer wieder über Stan­dort, Finanzierung und Baukosten. Nach­dem das Pro­jekt schließlich auf den Weg gebracht wor­den war, kam es mehrfach zu Verzögerun­gen.

Mit den Prob­le­men beim Stahlbau hat das Vorhaben nun einen weit­eren schw­eren Rückschlag erlit­ten. Nach Ein­schätzung der Stadt soll die Halle den­noch weit­er­hin in der ursprünglich geplanten Form umge­set­zt wer­den.