Sa, 18. April 2026
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10. Inklusives Musikfestival:
„Rampe Rockt“ und musiKKlub feiern gemeinsam

Zum zehnjährigen Jubiläum trifft das Musikfestival erstmals auf den musiKKlub – und bringt Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf die Bühne des Schweriner Marktplatzes.

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  • Veröffentlicht März 25, 2026
Die Festivalmacher (v.l.): Martin Gagzow (Caritas), Martin Neuhaus, David Kramer (musiKKlub), Stadtpräsident Sebastian Ehlers, Karsten Stotko (musiKKlub), Olaf Tünnemann (Diakonie) und Egbert Hesse (Jugendhaus Lankow)
Die Fes­ti­val­mach­er (v.l.): Mar­tin Gag­zow (Car­i­tas), Mar­tin Neuhaus, David Kramer (musiKKlub), Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers, Karsten Stotko (musiKKlub), Olaf Tün­ne­mann (Diakonie) und Egbert Hesse (Jugend­haus Lankow). Foto: max­press

Das inklu­sive Musik­fes­ti­val „Rampe Rockt“ feiert in diesem Jahr ein beson­deres Jubiläum – und bekommt zugle­ich eine neue Bühne: Gemein­sam mit dem musiKKlub wird das Event am 19. Juni auf dem Schw­er­iner Mark­t­platz aus­gerichtet. Damit find­et das größte inklu­sive Musik­fes­ti­val Nord­deutsch­lands erst­mals im Herzen der Lan­deshaupt­stadt statt.

Eigentlich ist der musiKKlub für seine Ver­anstal­tun­gen an Dien­sta­gen bekan­nt. Für das Fes­ti­val wird die Tra­di­tion jedoch gebrochen: Der Start erfol­gt an einem Fre­itag, mit der Option auf eine Ver­längerung bis zum 20. Juni. Für die Ini­tia­toren des musiKKlubs, Karsten Stotko und Mar­tin Neuhaus, war schnell klar, dass sie Teil des Pro­jek­ts wer­den wollen.

„Men­schen sollen teil­haben kön­nen, egal wie sie drauf sind“, betont Neuhaus. Sein Mit­stre­it­er Stotko ergänzt: „Miteinan­der ist schließlich die Philoso­phie des musiKKlubs.“ Bei­de ver­sprechen zudem eine span­nende musikalis­che Mis­chung.

Gemeinsam auf und hinter der Bühne

Auf dem Pro­gramm ste­hen Bands aus Werk­stät­ten für Men­schen mit Behin­derun­gen eben­so wie etablierte Grup­pen aus der Region. Unter anderem wird die Schw­er­iner Band Rag­naröek erwartet. Doch nicht nur auf der Bühne geht es inklu­siv zu: Seit 2017 arbeit­en Men­schen mit und ohne Hand­i­cap auch hin­ter den Kulis­sen eng zusam­men – etwa beim Auss­chank, im Sicher­heits­di­enst oder in der Organ­i­sa­tion.

Das Fes­ti­val ent­stand ursprünglich aus ein­er pri­vat­en Ini­tia­tive und wird heute gemein­sam von der Car­i­tas Schw­erin und der Diakonie West­meck­len­burg-Schw­erin getra­gen. Ziel ist es, Begeg­nun­gen zu schaf­fen und Bar­ri­eren abzubauen – sowohl für Besuch­er als auch für Mitwirk­ende.

Große Unterstützung für ein besonderes Event

Für die Jubiläum­saus­gabe in Schw­erin gibt es bre­ite Unter­stützung. Neben lokalen Part­nern engagieren sich auch Medi­en und Vere­ine. So wird das Fes­ti­val vom NDR begleit­et, während der Lion­sclub Fürst Niklot Spenden sam­melt. Denn der Ein­tritt bleibt bewusst frei – finanziert wird die Ver­anstal­tung auss­chließlich über Unter­stützer.

Auch aus der Stadt­poli­tik kommt Rück­en­wind. Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers hat die Schirmherrschaft über­nom­men und sieht in „Rampe Rockt“ ein starkes Sig­nal für Offen­heit und Teil­habe: Ein Fes­ti­val, das per­fekt zur Stadt passe.

Am Ende ste­ht vor allem eine Botschaft: Musik verbindet – und Inklu­sion gehört mit­ten ins Leben.