10. Inklusives Musikfestival:
„Rampe Rockt“ und musiKKlub feiern gemeinsam
Zum zehnjährigen Jubiläum trifft das Musikfestival erstmals auf den musiKKlub – und bringt Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf die Bühne des Schweriner Marktplatzes.

Das inklusive Musikfestival „Rampe Rockt“ feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum – und bekommt zugleich eine neue Bühne: Gemeinsam mit dem musiKKlub wird das Event am 19. Juni auf dem Schweriner Marktplatz ausgerichtet. Damit findet das größte inklusive Musikfestival Norddeutschlands erstmals im Herzen der Landeshauptstadt statt.
Eigentlich ist der musiKKlub für seine Veranstaltungen an Dienstagen bekannt. Für das Festival wird die Tradition jedoch gebrochen: Der Start erfolgt an einem Freitag, mit der Option auf eine Verlängerung bis zum 20. Juni. Für die Initiatoren des musiKKlubs, Karsten Stotko und Martin Neuhaus, war schnell klar, dass sie Teil des Projekts werden wollen.
„Menschen sollen teilhaben können, egal wie sie drauf sind“, betont Neuhaus. Sein Mitstreiter Stotko ergänzt: „Miteinander ist schließlich die Philosophie des musiKKlubs.“ Beide versprechen zudem eine spannende musikalische Mischung.
Gemeinsam auf und hinter der Bühne
Auf dem Programm stehen Bands aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ebenso wie etablierte Gruppen aus der Region. Unter anderem wird die Schweriner Band Ragnaröek erwartet. Doch nicht nur auf der Bühne geht es inklusiv zu: Seit 2017 arbeiten Menschen mit und ohne Handicap auch hinter den Kulissen eng zusammen – etwa beim Ausschank, im Sicherheitsdienst oder in der Organisation.
Das Festival entstand ursprünglich aus einer privaten Initiative und wird heute gemeinsam von der Caritas Schwerin und der Diakonie Westmecklenburg-Schwerin getragen. Ziel ist es, Begegnungen zu schaffen und Barrieren abzubauen – sowohl für Besucher als auch für Mitwirkende.
Große Unterstützung für ein besonderes Event
Für die Jubiläumsausgabe in Schwerin gibt es breite Unterstützung. Neben lokalen Partnern engagieren sich auch Medien und Vereine. So wird das Festival vom NDR begleitet, während der Lionsclub Fürst Niklot Spenden sammelt. Denn der Eintritt bleibt bewusst frei – finanziert wird die Veranstaltung ausschließlich über Unterstützer.
Auch aus der Stadtpolitik kommt Rückenwind. Stadtpräsident Sebastian Ehlers hat die Schirmherrschaft übernommen und sieht in „Rampe Rockt“ ein starkes Signal für Offenheit und Teilhabe: Ein Festival, das perfekt zur Stadt passe.
Am Ende steht vor allem eine Botschaft: Musik verbindet – und Inklusion gehört mitten ins Leben.



