Randale und Bedrohung in Spielhalle in Schwerin-Görries

Da er offenbar an den Spielautomaten manipulierte, flog ein Gast der Spielhalle in Schwerin-Görries aus der Lokalität. Kurze Zeit später kehrte er zurück, bedrohte das Personal und sorgte für einen hohen Sachschaden.

Polizeieinsatz in der Spielhalle. | Foto: privat

Sie gehören zweifellos zu den oftmals mit Argwohn betrachteten Orten: Spielhallen beziehungsweise Spielotheken. Zumindest treffen hier wohl auf besondere Art und Weise Pro und Contra aufeinander. Während die einen von Freizeitbeschäftigung und bewusstem Spiel mit dem Glück sprechen, sehen andere Spielsucht und durchaus auch komplett verspielte Existenzen. Eines aber ist definitiv klar: In den Spielhallen ist das Risiko zu verlieren um ein Vielfaches größer, als zu gewinnen.

 

Auch Betreiber von Spielhallen geraten in Manipulationsverdacht

Hinzu kommt der Reiz, kennt man sich etwas aus, durch Manipulation dem eigenen Glück etwas auf die Sprünge zu helfen. Dabei haben beide Seiten – Betreiber wie Spielende – durchaus keine blütenreine Weste. So berichtete beispielsweise der SPIEGEL im vergangenen Monat von einer Razzia gegen Spielhallenbetreiber gleich in mehreren Bundesländern. Insgesamt 70 Durchsuchungen fanden dabei statt. Polizei und Steuerfahnder kamen in diesem Umfang zum Einsatz, da diversen Beschuldigten der Vorwurf gemacht wurde, über Jahre hinweg die Auslesedaten von Spielautomaten manipuliert zu haben. Mit dem klaren Ziel, weniger Steuern zahlen zu müssen. Von einem Gesamtsteuerschaden im zweistelligen Millionenbereich war dabei die Rede.

 

Erst Manipulation dann Randale in Spielhalle in Schwerin-Görries

Aber auch einzelne Kunden der Spielhallen versuchen immer wieder, ihrem Glück etwas nachzuhelfen und so das schnelle Geld zu machen. So beispielsweise auch am 7. Juni 22 in Schwerin-Görries. Wiederholt fiel dort nämlich in den Tagen zuvor ein Mann auf, der offenbar an den Geldspielautomaten manipulierte. Am Dienstagabend gegen 17:30 Uhr reichte es der Geschäftsleitung dann offenbar und sie verwies den unbekannten Tatverdächtigen des Objektes. Dieser folgte der Anweisung ach zunächst. Etwa eine Stunde später kehrte der Hinausbeförderte allerdings zurück. Mit mitgebrachten Werkzeugen zerschlug er nun mehrere Spielautomaten. Der dadurch entstandene Sachschaden beträgt etwa 27.000 Euro. Zudem bedrohte der unbekannte Tatverdächtige auch das Personal.

Als die alarmierte Polizei schon kurze Zeit später am Ort des Geschehens eintraf, war der Randalierer allerdings bereits verschwunden. Der hinzu gerufenen Kriminalpolizei Schwerin gelang es im Anschluss noch, umfangreiche Spuren zu sichern. Eine Strafanzeige wurde erstattet.

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