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„Schlechtester Platz der Stadt“:
Stadtvertretung soll Geld für Neumühle bereitstellen

Der Rasenplatz in Neumühle gilt nach Einschätzung vieler Nutzer als der schlechteste in Schwerin. Die UB/FDP-Fraktion fordert deshalb jetzt Geld für eine umfassende Sanierung im Doppelhaushalt 2027/2028.

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  • Veröffentlicht Juni 10, 2026
Rasenplatz Neumühle Sanierung
Für bessere Train­ings- und Spielbe­din­gun­gen: Die UB/FDP-Frak­tion set­zt sich für die Sanierung des Rasen­platzes in Neumüh­le ein. Sym­bol­fo­to: Pix­abay

 

Der Rasen­platz in Neumüh­le soll umfassend saniert wer­den. Dafür set­zt sich die Frak­tion Unab­hängige Bürger/FDP in der Schw­er­iner Stadtvertre­tung ein. Mit einem Antrag für die kom­menden Beratun­gen fordert die Frak­tion die Auf­nahme entsprechen­der Finanzmit­tel in den Dop­pel­haushalt 2027/2028 der Lan­deshaupt­stadt.

Der Ober­bürg­er­meis­ter  soll beauf­tragt wer­den, die notwendi­gen finanziellen Mit­tel für die Erneuerung der Sportan­lage im Haushalt­sen­twurf vorzuse­hen und der Stadtvertre­tung einen konkreten Finanzierungsvorschlag vorzule­gen. Nach Ansicht der Antrag­steller beste­ht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf. Der Rasen­platz befinde sich bere­its seit län­ger­er Zeit in einem unzure­ichen­den Zus­tand und weise erhe­bliche Män­gel auf. Die Qual­ität der Spielfläche habe sich in den ver­gan­genen Jahren kon­tinuier­lich ver­schlechtert.

Nach Ein­schätzung viel­er Nutzerin­nen und Nutzer gilt die Anlage inzwis­chen sog­ar als der schlecht­este Rasen­platz im gesamten Schw­er­iner Stadt­ge­bi­et. Train­ings- und Spiel­be­trieb seien dadurch erhe­blich eingeschränkt.

Trainingsbedingungen seit Jahren ein Problem

Die schlecht­en Platzver­hält­nisse wirken sich nach Angaben der Frak­tion unmit­tel­bar auf den Vere­ins­be­trieb aus. Uneben­heit­en und Abnutzungser­schei­n­un­gen erschw­eren den Train­ingsall­t­ag und beein­trächti­gen die Durch­führung von Punk­t­spie­len. Beson­ders betrof­fen ist der Neumüh­ler SV. Der Vere­in zählt zu den größten Bre­it­en­sportvere­inen der Lan­deshaupt­stadt und engagiert sich seit Jahren inten­siv im Kinder- und Jugend­sport.

Die Antrag­steller beto­nen, dass eine mod­erne und sichere Sport­in­fra­struk­tur eine wichtige Voraus­set­zung für erfol­gre­iche Vere­in­sar­beit sei. Ger­ade für Kinder und Jugendliche müssten ver­lässliche Train­ings­be­din­gun­gen geschaf­fen wer­den. Zugle­ich ver­weisen sie darauf, dass die Bere­it­stel­lung und Unter­hal­tung kom­mu­naler Sport­stät­ten Teil der öffentlichen Daseinsvor­sorge sei und deshalb eine beson­dere Ver­ant­wor­tung der Stadt beste­he.

Fördermittel brachten bereits Verbesserungen

Ganz ohne Investi­tio­nen blieb die Sportan­lage in Neumüh­le in den ver­gan­genen Jahren allerd­ings nicht. Bere­its im Rah­men des Bun­des­förder­pro­gramms „Sanierung kom­mu­naler Sport­stät­ten“ wur­den Verbesserun­gen auf den Weg gebracht. Aus dem bun­desweit­en Förder­topf, der ins­ge­samt rund 330 Mil­lio­nen Euro umfasst, erhielt die Lan­deshaupt­stadt Mit­tel für mehrere Sport­pro­jek­te. Davon prof­i­tierte auch die Anlage in Neumüh­le.

So wurde die Erneuerung der Flut­lich­tan­lage vorge­se­hen. Die bish­erige Beleuch­tung soll durch mod­erne und energieef­fiziente LED-Tech­nik erset­zt wer­den. Darüber hin­aus wurde die Errich­tung eines neuen Ball­fangza­unes geplant. Die Maß­nah­men verbessern die Infra­struk­tur rund um den Sport­platz deut­lich. An der grund­sät­zlichen Prob­lematik des sanierungs­bedürfti­gen Rasens ändern sie jedoch nichts. Genau hier set­zt nun der aktuelle Antrag der UB/FDP-Frak­tion an.

Haushaltssituation erschwert Investitionen

Die Forderung kommt zu ein­er Zeit, in der Schw­erin finanziell unter Druck ste­ht. Die Lan­deshaupt­stadt kämpft seit Jahren mit anges­pan­nten Haushal­ten und ist bei Investi­tio­nen zunehmend auf För­der­mit­tel angewiesen. Umso inten­siv­er wird in Poli­tik und Ver­wal­tung darüber disku­tiert, welche Pro­jek­te finanziert wer­den kön­nen und welche zunächst zurück­gestellt wer­den müssen. Ger­ade im Bere­ich Sport konkur­ri­eren zahlre­iche Vorhaben um begren­zte Mit­tel.

So warten auch andere Vere­ine auf Investi­tio­nen. Die SG Dynamo Schw­erin set­zt sich seit län­gerem für die Umwand­lung eines Train­ingsplatzes in Lankow zu einem Kun­strasen­platz ein. Ein entsprechen­der Vorstoß scheit­erte bis­lang an fehlen­den Haushaltsmitteln.Auch die Sporthalle an der Reifer­bahn, Heim­stätte des SV Grün-Weiß Schw­erin, soll mit Hil­fe von För­der­mit­teln mod­ernisiert wer­den. Geplant sind dort unter anderem eine neue LED-Beleuch­tung, eine Flucht­treppe sowie eine Dachsanierung.

Entscheidung soll noch in Haushaltsberatungen einfließen

Nach Auf­fas­sung der Antrag­steller ist jet­zt der richtige Zeit­punkt für eine Entschei­dung. Die Auf­stel­lung des Dop­pel­haushaltes 2027/2028 befinde sich bere­its in ein­er fort­geschrit­te­nen Phase.

Eine frühzeit­ige Beschlussfas­sung sei notwendig, damit die Sanierung des Rasen­platzes noch in die laufend­en Haushalts­ber­atun­gen aufgenom­men wer­den könne. Andern­falls dro­he eine weit­ere Ver­schiebung des Pro­jek­ts. Sollte die Stadtvertre­tung dem Antrag zus­tim­men, müsste die Ver­wal­tung die Kosten ermit­teln und einen Finanzierungsvorschlag vor­legen. Anschließend wür­den die Mit­tel im Rah­men der Haushaltsver­hand­lun­gen berat­en.