Lokalderby MSV Pampow gegen FCM Schwerin:
Spieler rassistisch beleidigt – Vereine verurteilen Vorfall geschlossen
Ein rassistischer Zwischenfall hat das Verbandsliga-Derby zwischen dem MSV Pampow und dem FC Mecklenburg Schwerin überschattet. Nach Beleidigungen gegen einen Spieler kündigt der Gastgeber Konsequenzen an.

Das Fußball-Derby in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern zwischen dem MSV Pampow und dem FC Mecklenburg Schwerin am vergangenen Wochenende hat ein unschönes Nachspiel. Während der sportlich intensiven Partie kam es zu einer rassistischen Beleidigung gegen einen Spieler des FC Mecklenburg. Beide Vereine reagierten umgehend und verurteilten den Vorfall scharf.
Beleidigung aus dem Fanblock
Der MSV Pampow unterlag dem Spitzenreiter aus Schwerin am Ende mit 2:3. In der Nachspielzeit soll der Schweriner Spieler Nelson Mandela Mbouhom nach seiner Auswechslung aus dem Pampower Zuschauerblock heraus rassistisch beleidigt worden sein. Der Vorfall überschattete den ansonsten fair geführten Derbykampf.
Der gastgebende Verein reagierte noch am selben Tag. In einer Stellungnahme erklärte der MSV Pampow: „Was in der Nachspielzeit in Richtung des vom Feld verwiesenen Nelson Mandela Mbouhom zu hören war, ist durch nichts zu rechtfertigen.“ Rassismus, Diskriminierung und menschenverachtende Aussagen hätten beim MSV keinen Platz – weder auf dem Sportplatz noch darüber hinaus.
Pampow entschuldigt sich
Der betreffende Zuschauer sei inzwischen identifiziert. „Wir werden konsequent handeln und die notwendigen Schritte einleiten“, teilte der Verein mit. Zudem entschuldigte sich der MSV ausdrücklich bei dem betroffenen Spieler. „Dieses Verhalten entspricht in keiner Weise den Werten, für die wir als Verein stehen“, heißt es weiter. Der Klub betonte sein Bekenntnis zu Respekt, Vielfalt und Fairplay.
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Auch der FC Mecklenburg Schwerin zeigte sich betroffen. Sportdirektor Stefan Lau sprach von einem erschütternden Vorfall. „So etwas geht gar nicht, und wir werden uns natürlich auch rechtlichen Beistand holen. Dazu erwarte ich von Pampower Seite auch vollständige Aufklärung“, sagte Lau. Der Verein stehe klar für Vielfalt, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander.
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Sportlich blieb der Derby-Sieg beim FC Mecklenburg Schwerin. Die Gäste setzten sich mit spielerischer Klasse und großem Willen durch. Doch das Ergebnis rückte angesichts der Ereignisse am Spielfeldrand in den Hintergrund. Beide Vereine machten deutlich, dass rassistische Beleidigungen im Fußball keinen Platz haben – und dass dem Vorfall Konsequenzen folgen werden.



