So, 18. Januar 2026
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Lokalderby MSV Pampow gegen FCM Schwerin:
Spieler rassistisch beleidigt – Vereine verurteilen Vorfall geschlossen

Ein rassistischer Zwischenfall hat das Verbandsliga-Derby zwischen dem MSV Pampow und dem FC Mecklenburg Schwerin überschattet. Nach Beleidigungen gegen einen Spieler kündigt der Gastgeber Konsequenzen an.

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  • Veröffentlicht Dezember 16, 2025
Rassismus im Fußball
Sportlich umkämpftes Der­by zwis­chen Pam­pow und Schw­erin – über­schat­tet von einem ras­sis­tis­chen Vor­fall. Foto: FCM auf Face­book

 

Das Fußball-Der­by in der Ver­band­sli­ga Meck­len­burg-Vor­pom­mern zwis­chen dem MSV Pam­pow und dem FC Meck­len­burg Schw­erin am ver­gan­genen Woch­enende hat ein unschönes Nach­spiel. Während der sportlich inten­siv­en Par­tie kam es zu ein­er ras­sis­tis­chen Belei­di­gung gegen einen Spiel­er des FC Meck­len­burg. Bei­de Vere­ine reagierten umge­hend und verurteil­ten den Vor­fall scharf.

Beleidigung aus dem Fanblock

Der MSV Pam­pow unter­lag dem Spitzen­re­it­er aus Schw­erin am Ende mit 2:3. In der Nach­spielzeit soll der Schw­er­iner Spiel­er Nel­son Man­dela Mbouhom nach sein­er Auswech­slung aus dem Pam­pow­er Zuschauerblock her­aus ras­sis­tisch belei­digt wor­den sein. Der Vor­fall über­schat­tete den anson­sten fair geführten Der­bykampf.

Der gast­gebende Vere­in reagierte noch am sel­ben Tag. In ein­er Stel­lung­nahme erk­lärte der MSV Pam­pow: „Was in der Nach­spielzeit in Rich­tung des vom Feld ver­wiese­nen Nel­son Man­dela Mbouhom zu hören war, ist durch nichts zu recht­fer­ti­gen.“ Ras­sis­mus, Diskri­m­inierung und men­schen­ver­ach­t­ende Aus­sagen hät­ten beim MSV keinen Platz – wed­er auf dem Sport­platz noch darüber hin­aus.

Pampow entschuldigt sich

Der betr­e­f­fende Zuschauer sei inzwis­chen iden­ti­fiziert. „Wir wer­den kon­se­quent han­deln und die notwendi­gen Schritte ein­leit­en“, teilte der Vere­in mit. Zudem entschuldigte sich der MSV aus­drück­lich bei dem betrof­fe­nen Spiel­er. „Dieses Ver­hal­ten entspricht in kein­er Weise den Werten, für die wir als Vere­in ste­hen“, heißt es weit­er. Der Klub betonte sein Beken­nt­nis zu Respekt, Vielfalt und Fair­play.

 

 

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Auch der FC Meck­len­burg Schw­erin zeigte sich betrof­fen. Sport­di­rek­tor Ste­fan Lau sprach von einem erschüt­tern­den Vor­fall. „So etwas geht gar nicht, und wir wer­den uns natür­lich auch rechtlichen Bei­s­tand holen. Dazu erwarte ich von Pam­pow­er Seite auch voll­ständi­ge Aufk­lärung“, sagte Lau. Der Vere­in ste­he klar für Vielfalt, Respekt und ein wertschätzen­des Miteinan­der.

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Mehr Infor­ma­tio­nen

Sportlich blieb der Der­by-Sieg beim FC Meck­len­burg Schw­erin. Die Gäste set­zten sich mit spielerisch­er Klasse und großem Willen durch. Doch das Ergeb­nis rück­te angesichts der Ereignisse am Spielfel­drand in den Hin­ter­grund. Bei­de Vere­ine macht­en deut­lich, dass ras­sis­tis­che Belei­di­gun­gen im Fußball keinen Platz haben – und dass dem Vor­fall Kon­se­quen­zen fol­gen wer­den.