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Von Schwerin ins Entwicklungsministerium:
Reem Alabali-Radovan im Gespräch bei „Man müsste mal …“

Reem Alabali-Radovan ist erneut im Podcast „Man müsste mal …“ zu Gast. Sie spricht über ihre neue Rolle als Entwicklungsministerin, Solidarität und die Widersprüche im politischen Alltag.

  • Veröffentlicht August 28, 2025
Reem Alabali-Radovan
Zum zweit­en Mal ist Bun­desmin­is­terin Reem Ala­bali Radovan Gast im Pod­cast „Man müsste mal…”.
Foto: Selin Jas­min

Reem Ala­bali-Radovan ist die erste Gesprächspart­ner­in in den 135 Fol­gen des Pod­casts „Man müsste mal …“, die bere­its zum zweit­en Mal ein­ge­laden wurde. Vor fast genau drei Jahren stand sie dort erst­mals Rede und Antwort – damals noch als frisch gewählte SPD-Abge­ord­nete für den Wahlkreis Schw­erin – Lud­wigslust – Parchim I – Nord­west­meck­len­burg im Deutschen Bun­destag. Wenige Monate später wurde sie von Olaf Scholz in der Ampelkoali­tion zur Staatsmin­is­terin für Migra­tion, Flüchtlinge und Inte­gra­tion sowie Beauf­tragten der Bun­desregierung für Anti­ras­sis­mus berufen.

Inzwis­chen hat sich die poli­tis­che Land­schaft verän­dert. Der Bun­destag ist heute von ein­er schwarz-roten Regierung geprägt. Reem Ala­bali-Radovan ist weit­er­hin Abge­ord­nete und über­nahm am 6. Mai 2025 eine neue Auf­gabe: das Amt der Bun­desmin­is­terin für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung.

Solidarität als Leitmotiv

Auf ihrer Web­seite betont die Poli­tik­erin, dass ihre Arbeit in der Bun­desregierung von 2021 bis 2025 auf der Überzeu­gung basierte, dass eine starke Gemein­schaft auf Sol­i­dar­ität und gegen­seit­igem Respekt grün­det. Diese Hal­tung wolle sie nun auch als Bun­desmin­is­terin für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung weit­er­tra­gen. The­men wie glob­ale Gerechtigkeit, Armuts­bekämp­fung, Men­schen­rechtss­chutz und ein sol­i­darisches Miteinan­der weltweit seien eng mit den Werten ver­bun­den, für die sie auch in Deutsch­land ein­trete. Zugle­ich unter­stre­icht sie ihre Ver­wurzelung in Meck­len­burg-Vor­pom­mern: Heimat bedeute für sie, dass jed­er Men­sch die Möglichkeit haben müsse, in Frieden und Sicher­heit zu leben – ein Recht, das auch weltweit gel­ten solle.

Heute lebt Reem Ala­bali-Radovan in Schw­erin. Als Bun­desmin­is­terin leit­et sie rund 1.200 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er in Berlin, Bonn und zahlre­ichen weit­eren Stan­dorten weltweit. Das Min­is­teri­um ver­fügte 2024 über ein Bud­get von 11,22 Mil­liar­den Euro – eine große Ver­ant­wor­tung und ein beträchtlich­er Etat.

Politische Spannungsfelder

Der poli­tis­che All­t­ag bleibt von Wider­sprüchen geprägt. Während der Rüs­tung­shaushalt der Bun­desregierung Reko­rd­höhen erre­icht, wur­den die Mit­tel für Entwick­lungszusam­me­nar­beit deut­lich gekürzt. Gle­ichzeit­ig genehmigt die Bun­desregierung umfan­gre­iche Waf­fen­liefer­un­gen, unter anderem an Israel. Kri­tik­er wer­fen vor, dass diese Waf­fen auch im Gaza­s­treifen einge­set­zt wer­den und sprechen teils von Völk­er­mord an den Palästi­nensern.

Für das Bun­desmin­is­teri­um für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung sind im Haushalt­sen­twurf 2025 noch 10,276 Mil­liar­den Euro vorge­se­hen – fast eine Mil­liarde weniger als im Vor­jahr. Dies wirft Fra­gen auf: Welche Auswirkun­gen hat die Kürzung auf die Arbeit des Min­is­teri­ums? Welche Fol­gen ergeben sich für kleine Ini­tia­tiv­en und die zahlre­ichen ehre­namtlichen Pro­jek­te, etwa in Meck­len­burg-Vor­pom­mern?

Persönliche Dimensionen

Auch jen­seits der Haushalt­spoli­tik bleiben Fra­gen offen: Wie gelingt es der Min­is­terin, angesichts der offen­sichtlichen Wider­sprüche im poli­tis­chen All­t­ag Boden­haf­tung zu bewahren? Wann fand das let­zte Klassen­tr­e­f­fen statt? Und gab es schon Momente, in denen sie gemein­sam mit ihrer kleinen Tochter auf der Regierungs­bank saß?

Wer mehr über die Bun­desmin­is­terin aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern erfahren möchte, erhält Ein­blicke in der aktuellen Folge des Pod­casts „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerk­ing.

 

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