Sa, 18. April 2026
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Kritik an Kürzungen:
Prominente richten Appell an Bundesministerin Alabali Radovan aus Schwerin

Prominente aus Musik, Sport, Kirche und Social Media appellieren an Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan aus Schwerin, sich gegen weitere Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Eine Videoaktion soll Druck machen.

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  • Veröffentlicht März 12, 2026
Reem Alabali Radovan Schwerin
Bun­desmin­is­terin Reem Ala­bali Radovan. Foto: Selin Jas­min

 

Mit ein­er gemein­samen Videoak­tion und einem offe­nen Brief, der der Redak­tion vor­liegt, wen­den sich mehrere bekan­nte Per­sön­lichkeit­en aus Deutsch­land an die Schw­er­iner SPD-Bun­destagsab­ge­ord­nete Reem Ala­bali Radovan, die im Kabi­nett Merz Bun­de­sen­twick­lungsmin­is­terin ist. Die Unterze­ich­n­er appel­lieren an die Bun­de­sen­twick­lungsmin­is­terin, sich stärk­er gegen geplante Kürzun­gen in der Entwick­lungszusam­me­nar­beit einzuset­zen.

Ini­ti­iert wurde die Aktion von der Entwick­lung­sor­gan­i­sa­tion ONE Cam­paign. In ein­er Videobotschaft machen Promi­nente aus TV, Musik, Sport, Kirchen, Wirtschaft, Bun­deswehr und sozialen Medi­en auf Erfolge der inter­na­tionalen Zusam­me­nar­beit aufmerk­sam – ins­beson­dere im Bere­ich der glob­alen Gesund­heit.

Zu den Unter­stützern gehören unter anderem Sän­gerin Nad­ja Benais­sa, Come­di­enne Car­olin Kebekus, Influ­encerin Vreni Frost, der frühere Fußball­profi Neven Sub­otić sowie die EKD-Syn­oden­präs­es Anna-Nicole Hein­rich und die ZdK-Präsi­dentin Irme Stet­ter-Karp. Auch Unternehmer Sven Dör­ren­bäch­er, Influ­encer Stève Hio­bi und die Ärztin und Sol­datin Dr. Sophia Wilk-Voll­mann beteili­gen sich an der Ini­tia­tive.

Appell an die Ministerin

Par­al­lel zum Video über­gaben die Beteiligten ein schriftlich­es State­ment an Ala­bali Radovan. Darin ver­weisen sie auf Erfolge der Entwick­lungszusam­me­nar­beit: Polio sei nahezu besiegt, Krankheit­en wie Tuberku­lose und Malar­ia wür­den zurückge­drängt, und HIV sei dank bezahlbar­er Medika­mente vielerorts kein Todesurteil mehr. Auch die weltweite Kinder­sterblichkeit habe sich mehr als hal­biert.

 


Zum Video

 


 

„Diese Erfolge sind kein Zufall“, heißt es in dem Schreiben. Sie seien auch Ergeb­nis deutsch­er Entwick­lungszusam­me­nar­beit. Die Unterze­ich­n­er fordern daher, ger­ade in diesem Bere­ich nicht weit­er zu sparen.

Kritik an geplanten Kürzungen

Hin­ter­grund der Aktion sind die Haushalt­spläne der Bun­desregierung. Nach Angaben der Organ­i­sa­tion ONE ste­hen im Bun­de­shaushalt erneut deut­liche Ein­schnitte bei der Entwick­lungszusam­me­nar­beit zur Debat­te – bere­its zum fün­ften Mal in Folge. Das Bun­desmin­is­teri­um für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung habe sich bis­lang nicht aus­re­ichend gegen diese Kürzun­gen gestellt, kri­tisiert die Organ­i­sa­tion.

Mit ihrer Aktion wollen die soge­nan­nten „Glob­al Health Cham­pi­ons“ darauf aufmerk­sam machen, welche Fortschritte mit ver­gle­ich­sweise gerin­gen Mit­teln erre­icht wer­den kön­nen. Deutsch­land mache einen Unter­schied, heißt es im Appell an die Min­is­terin: „Bitte hal­ten Sie diesen Kurs und investieren Sie weit­er in die Entwick­lungszusam­me­nar­beit.“