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Riesenotter zurück in Argentiniens Wildnis:
Zoo Schwerin ermöglicht Auswilderung

Nach Jahrzehnten der Abwesenheit leben erstmals wieder Riesenotter in Argentiniens Wildnis – dank internationaler Zusammenarbeit unter Leitung des Zoo Schwerin.

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  • Veröffentlicht Juli 9, 2025

Ein großer Erfolg für den inter­na­tionalen Arten­schutz: Nach Jahrzehn­ten sind Riesenot­ter (Pteronu­ra brasilien­sis) erst­mals seit ihrem Ver­schwinden wieder in der Wild­nis Argen­tiniens zu beobacht­en. Die Auswilderung ein­er Otter­fam­i­lie im Iberá-Nation­al­park gelang dank jahre­langer inter­na­tionaler Zusam­me­nar­beit, bei der der Zoo Schw­erin eine zen­trale Rolle innehat.

Die Eltern­tiere der vierköp­fi­gen Fam­i­lie, „Nima“ und „Coco“, stam­men aus dem Europäis­chen Erhal­tungszucht­pro­gramm (EEP), das vom Zoo Schw­erin koor­diniert wird. Zood­i­rek­tor Dr. Tim Schiko­ra, der auch das Inter­na­tionale Zucht­buch der World Asso­ci­a­tion of Zoos and Aquar­i­ums (WAZA) für Riesenot­ter führt, leit­ete die Auswahl und den Trans­port der Tiere nach Argen­tinien.

 

Riesenot­ter Coco mit ihren Jungtieren. Foto: Zoo Schw­erin

 

„Die Rück­kehr der Riesenot­ter in die argen­tinis­che Wild­nis ist ein his­torisch­er Erfolg  für den Arten­schutz und die inter­na­tionale Zooge­mein­schaft“, betont Dr. Schiko­ra. Er erk­lärt, dass die Kom­bi­na­tion aus Schutz­maß­nah­men im natür­lichen Leben­sraum und geziel­ter Erhal­tungszucht in Zoos („One Plan Approach“) diese Wieder­an­sied­lung erst möglich gemacht habe.

Ins­ge­samt wur­den bish­er acht Riesenot­ter aus europäis­chen Zoos sowie eines aus den USA nach Argen­tinien gebracht. Die Tiere wer­den wis­senschaftlich begleit­et, um ihre Anpas­sung an die Wild­nis zu beobacht­en. Bei der Auswahl war es entschei­dend, genetisch geeignete und gesunde Tiere auszuwählen, die in der Lage sind, sich erfol­gre­ich fortzupflanzen.

Das Pro­jekt ist das Ergeb­nis jahre­langer Vor­bere­itung und inter­na­tionaler Zusam­me­nar­beit. Neben finanzieller Unter­stützung und Aus­rüs­tung für Ranger wurde auch Umwelt­bil­dung betrieben und der Leben­sraum rena­turi­ert. Zusät­zlich leis­ten Zoos weltweit Hil­fe, etwa durch die Ret­tung von Tieren aus Kon­flik­t­si­t­u­a­tio­nen in Brasilien oder die Auf­nahme eines ver­wais­ten Jungtiers im Zoo Halle.

Der Zoo Schw­erin blickt zudem auf weit­ere Erfolge bei der Auswilderung aus­gestor­ben­er Arten zurück: 2024 wur­den über 1000 Moorea-Baum­sch­neck­en nach Franzö­sisch-Poly­ne­sien gebracht, wo die Art zuvor als aus­gestor­ben galt. Auf­grund der erfol­gre­ichen Wieder­an­sied­lung wurde der Bedro­hungssta­tus der Sch­neck­en inzwis­chen von „in der Natur aus­gestor­ben“ auf „stark bedro­ht“ her­abge­set­zt.

Dr. Schiko­ra unter­stre­icht die Bedeu­tung von Zoos im mod­er­nen Arten­schutz: „Nur durch glob­ale Zusam­me­nar­beit, geteiltes Wis­sen und langfristige Strate­gien lassen sich Arten für die Zukun­ft bewahren.“