Sanierungspaket für das Theater beschlossen

Foto: Schwerin Lokal
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(us). Großes Aufatmen. Das Theater in Schwerin ist erst einmal gerettet. Schwerins Stadtvertreter haben mit großer Mehrheit gestern Abend dem Sanierungspaket der Landesregierung zugestimmt. Sanierung und Umstrukturierung heißt vor allem Kürzung der Mittel. Dies wird nötig, weil das Theater zu wenig einnimmt und zu viel ausgibt. Allein im laufenden Jahr hat sich bereits ein Minus von drei Millionen Euro angehäuft. Nun gibt es erst einmal Geld vom Land. Und dann muss gespart werden.

Wie und wo weniger Geld ausgegeben werden soll, das müssen jetzt Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und die Geschäftsführung des Theaters besprechen. Dabei wird es vor allem wohl dem Orchester finanziell und personell an den Kragen gehen. Im Fußball würde man sagen: Es droht ein Zwangsabstieg in die zweite Liga. Das Staatsorchester soll nicht mehr als A-, sondern B-Orchester eingestuft werden. Das bedeutet: Weniger Musiker und für die verbleibenden Musiker weniger Geld.

Eine Herabstufung, sagen Kritiker, erhöht nicht die Attraktivität von Orchester und Theater. Und damit wird sich auch nicht die Einnahmenseite verbessern. Genau darum müsste es aber gehen. Damit verknüpft ist die Frage: Wie kann man das Theater so attraktiv machen, dass Notfinanzierungen überflüssig werden? Im benachbarten Hamburg etwa ist die Musical-Sparte, die ohne Subventionen auskommt, so beliebt, dass die Nachfrage größer ist als das Angebot.

Das Zittern geht also weiter. Mit dem verabschiedeten Sanierungspaket können alle beteiligten Gruppen, einschließlich die eingefleischten Theaterfans in der Stadt, Luft holen. Die Probleme sind damit noch nicht gelöst.

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