Sa, 13. Juni 2026
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Sitzung der Schweriner Stadtvertretung -
Schauburg, Postfiliale und Bandenkriminalität am Marktplatz?

Über einige Themen wurde in der Sitzung am 11.05.2026 entschieden, einige wurden in die Ausschüsse verwiesen.

  • Veröffentlicht Mai 12, 2026
Die Schweriner Stadtvertretung bei einer Abstimmung. (Foto: Chris Loose)
Die Schw­er­iner Stadtvertre­tung bei ein­er Abstim­mung. (Foto: Chris Loose)

Am Mon­tagabend tagte die Schw­er­iner Stadtvertre­tung. Es ging, unter Anderem, um den Abriss der Schauburg in der Meck­len­burgstraße, die Finanz­pla­nung für die Feuer­wehren und Ret­tungs­di­en­ste der Stadt und eine Analyse zur Sicher­heit am Mark­t­platz und am Schlachter­markt. Außer­dem informierte der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum (CDU) über die geplante Schließung der Post­fil­iale am Marien­platz.

Schauburg wegen akuter Gefährdung der Öffentlichkeit abgerissen


Als Antwort auf eine Bürg­er­an­frage erläuterte Not­te­baum, wie es zum Abriss der Schauburg in der Meck­len­burgstraße kam: Anfang 2025 soll klar gewe­sen sein, dass die Schauburg verkauft wer­den soll. Im Mai gab es dann erste Anfra­gen von Inter­essen­ten zu Bebau­ungsmöglichkeit­en. Ende August wurde der Abriss beantragt, so Not­te­baum weit­er. Dieser Abriss wurde am 04.09.2025 ange­ord­net. Die Ver­wal­tung beschäftigt zwei Sta­tik­er, erk­lärte Not­te­baum, und bei­de hät­ten das Votum abgegeben, dass die Schauburg ein­sturzge­fährdet war und eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte. Für weit­ere Abrisse auf der Fläche soll es zur Zeit keine Aus­sicht auf Genehmi­gung geben. Auch für einen Neubau liegen noch keine Pläne vor. Sollte eine neue Bebau­ung geplant wer­den, müssten drei Entwürfe vorgelegt wer­den, die denkmal­rechtlich, bau­rechtlich und in Bezug auf das Wel­terbe geprüft wer­den müssen. Außer­dem berat­en die Auss­chüsse über einen Antrag, dass an die Schauburg als ältestes Kino Meck­len­burgs erin­nert wer­den soll. In welch­er Form ist noch unklar.

Geld für neue Fahrzeuge und Gebäude für die Feuerwehren

Die Stadtvertre­tung hat für eine Finanz­pla­nung für die Ret­tungs­di­en­ste und Feuer­wehren der Stadt bis 2032 ges­timmt. 14 Mil­lio­nen Euro sollen für den Neubau von Geräte­häusern ver­wen­det wer­den. Für die Frei­willige Feuer­wehr in Wüst­mark und für eine neue zusät­zliche Frei­willige Feuer­wehr sollen Gebäude entste­hen. Außer­dem sollen neue Fahrzeuge inklu­sive Ausstat­tung für 8,7 Mil­lio­nen Euro beschafft wer­den. Mit dem Geld soll auch in den Bevölkerungss­chutz investiert wer­den. Dort hat Schw­erin die größte Lücke im CBRN-Bere­ich. CBRN ist eine englis­che Abkürzung und bedeutet chem­i­cal, bio­log­i­cal, radioac­tive, nuclear. Es geht also um den Schutz der Bevölkerung, wenn es beispiel­sweise zu einem Unfall in einem Chemiew­erk kommt. Von dem Geld soll für diesen Bere­ich mehr Aus­rüs­tung angeschafft wer­den. Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers (CDU) bedank­te sich auch nochmal bei allen Frei­willi­gen Feuer­wehrmän­nern und ‑frauen für ihren Dienst.

Bandenkriminalität am Markt und am Schlachtermarkt?

Wie ste­ht es um die Sicher­heit­slage auf dem Mark­t­platz? Um diese Frage drehte sich ein Antrag der Grü­nen-Frak­tion. Die Ver­wal­tung soll eine Analyse über die Gefährdungs- und Sicher­heit­slage auf dem Mark­t­platz ausar­beit­en. In der Begrün­dung des Antrags wird von wieder­holten Störun­gen und Vor­fällen im Bere­ich des Mark­t­platzes gesprochen. Auch Stadt­präsi­dent Ehlers ver­wies zu Beginn der Sitzung auf einen Vor­fall, bei dem Stadtvertreter nach ein­er Sitzung wegen ihrer Entschei­dun­gen angepö­belt wor­den sein sollen. Die AfD-Frak­tion möchte diese Analyse noch um den Bahn­hofsvor­platz, die Schwim­menden Wiesen und die Kep­pler­pas­sage erweit­ern. Die SPD möchte, dass diese Analyse vom Innen­min­is­teri­um durchge­führt wird, da dort die Zuständigkeit liegen soll. Mar­tin Neuhaus (Grüne): “Ich selb­st habe als Pächter des Säu­lenge­bäudes Dinge erlebt, die ich nicht erleben will. Dafür brauchen wir eine fundierte Analyse, was hier für Krim­i­nal­ität stat­tfind­et. Aus mein­er Sicht ist das auch Ban­den- und Dro­genkrim­i­nal­ität.” Die Stadtvertre­tung hat über den Antrag noch nicht entsch­ieden. Erst­mal sollen die Auss­chüsse darüber berat­en, dann befasst sich die Stadtvertre­tung wieder mit dem The­ma.

Postfiliale am Marienplatz soll schließen

Die Deutsche Post informierte die Ver­wal­tung, dass die Post­fil­iale am Marien­platz keine Post­di­en­stleis­tun­gen mehr anbi­eten soll. Laut Not­te­baum soll das Post­geschäft in Zukun­ft über einen Späti laufen. Am Marien­platz soll nur die Post­bank bleiben. Das Schreiben ging Ende April bei der Ver­wal­tung ein. Ab dem 16.06.2026 sollen dann am Marien­platz keine Briefe und Pakete mehr aufgegeben wer­den kön­nen. Die Stadtver­wal­tung teilte der Post mit, dass diese Entwick­lung nicht im Sinne der Stadt sei. Ob ab Mitte Juni am Marien­platz dann nur noch die Post­bank ihre Fil­iale beset­zt oder ob weit­er Briefe und Pakete bear­beit­et wer­den, ist unklar.

 


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