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Stadt reagiert:
Mehr Sauberkeit am Schlachtermarkt – doch die Sicherheitsfrage bleibt

Die Stadt lässt die Papierkörbe am Schlachtermarkt nun täglich leeren und verlängert die Toilettenöffnungszeiten. Zugleich bleibt die Sicherheitslage rund um den Platz ein Thema.

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  • Veröffentlicht August 28, 2026
Der Schlachter­markt ist Tre­ff­punkt in der Schw­er­iner Innen­stadt – zulet­zt wurde neben der Sauberkeit auch ver­stärkt über die Sicher­heit­slage disku­tiert.  Foto: Lan­deshaupt­stadt / Schw­erin Denise Malenke

 


In Kürze:

  • Die Papierkörbe am Schlachter­markt wer­den während der Som­m­er­sai­son nun täglich geleert.
  • Die öffentlichen Toi­let­ten bleiben zunächst bis Okto­ber bis 22 Uhr geöffnet; ab der Sai­son 2027 soll dies erneut gel­ten.
  • Nach mehreren Polizeiein­sätzen hält zugle­ich die Diskus­sion über die Sicher­heit­slage am Markt und Schlachter­markt an.

 

Die Stadt Schw­erin reagiert auf Beschw­er­den von Anliegern und Besuch­ern über die Sit­u­a­tion am Schlachter­markt. Seit Anfang August wer­den die Papierkörbe dort auch am Woch­enende geleert. Zudem bleiben die öffentlichen Toi­let­ten bis 22 Uhr geöffnet.

Aus­gangspunkt waren Gespräche, die Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers Mitte Juli mit Anliegern vor Ort geführt hat­te. Anschließend prüfte der Eigen­be­trieb Stadtwirtschaftliche Dien­stleis­tun­gen Schw­erin (SDS), ob zusät­zliche Papierkörbe benötigt wer­den und wie häu­fig diese geleert wer­den. Nach Ein­schätzung des Eigen­be­triebs reicht die vorhan­dene Zahl der Behäl­ter aus, sin­nvoll sei jedoch eine zusät­zliche Leerung am Woch­enende.

„Mir war wichtig, die Hin­weise aus den Gesprächen vor Ort aufzunehmen und miteinan­der zu schauen, wo wir als Stadt konkret helfen kön­nen“, erk­lärte Ehlers. Die Stadt habe deshalb geprüft, welche Maß­nah­men kurzfristig umge­set­zt wer­den kön­nten.

Die Diskus­sion am Schlachter­markt geht inzwis­chen allerd­ings über Fra­gen von Müll und öffentlichen Toi­let­ten hin­aus. In den ver­gan­genen Wochen rück­ten der Schlachter­markt und der benach­barte Markt wieder­holt wegen Polizeiein­sätzen und Auseinan­der­set­zun­gen in den Mit­telpunkt ein­er Debat­te über die Sicher­heit in der Schw­er­iner Innen­stadt.

Papierkörbe am Schlachtermarkt werden täglich geleert

Die zusät­zliche Woch­enendleerung hat die Schw­er­iner Abfal­l­entsorgungs- und Straßen­reini­gungs­ge­sellschaft (SAS) nach Angaben der Stadt Anfang August aufgenom­men. Bis zum Ende der Som­m­er­sai­son sollen die Behäl­ter damit an allen sieben Tagen der Woche geleert wer­den.

Anschließend will die Stadt auswerten, ob sich der zusät­zliche Aufwand bewährt hat. Weit­ere Papierkörbe sind derzeit nicht vorge­se­hen.

Auch bei den öffentlichen Toi­let­ten gibt es eine Änderung. Die ver­längerten Öff­nungszeit­en bis 22 Uhr gel­ten zunächst bis Okto­ber 2026. Mit Beginn der Sai­son 2027 soll diese Regelung erneut gel­ten.

Sicherheitslage bleibt Thema

Par­al­lel dazu beschäftigt die Stadt weit­er­hin die Sicher­heit­slage rund um Markt und Schlachter­markt. Anfang August waren bei ein­er Auseinan­der­set­zung am Schlachter­markt drei junge Män­ner im Alter von 18, 21 und 22 Jahren durch Schnitt- beziehungsweise Stichver­let­zun­gen ver­let­zt wor­den.

 


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Am Fre­itagabend, 21. August, wurde die Polizei erneut wegen ein­er gemelde­ten Auseinan­der­set­zung zwis­chen Jugendlichen zum Schlachter­markt gerufen. Ein Augen­zeuge berichtete von ein­er größeren kör­per­lichen Auseinan­der­set­zung. Nach Angaben der Polizei kon­nten die Beamten beim Ein­tr­e­f­fen jedoch keine Beteiligten ein­er Schlägerei und auch keine Ver­let­zten mehr fest­stellen. Befra­gun­gen vor Ort ergaben Hin­weise darauf, dass es sich möglicher­weise lediglich um einen ver­balen Stre­it gehan­delt haben kön­nte.

Damit ste­hen unter­schiedliche Schilderun­gen des Geschehens nebeneinan­der. Die Polizei blieb nach dem Ein­satz noch län­gere Zeit mit ein­er Streife vor Ort, um mögliche weit­ere Auseinan­der­set­zun­gen zu ver­hin­dern.

Von Jan­u­ar bis Ende Juli hat­te die Polizei nach bis­lang veröf­fentlicht­en Angaben ins­ge­samt 163 Ein­sätze im Bere­ich von Markt und Schlachter­markt reg­istri­ert. Die Zahl allein sagt allerd­ings noch nichts darüber aus, wie viele dieser Ein­sätze auf Gewalt­de­lik­te ent­fie­len oder welche konkreten Anlässe ihnen zugrunde lagen.

Politik diskutiert über Sicherheit

Die Entwick­lung ist inzwis­chen auch The­ma in der Schw­er­iner Kom­mu­nalpoli­tik. Die Frak­tion Bünd­nis 90/Die Grünen/Die Partei hat eine Sicher­heits- und Gefährdungs­analyse für Markt und Schlachter­markt beantragt. Dabei sollen unter anderem Art, Häu­figkeit und zeitliche Verteilung von Vor­fällen unter­sucht und mögliche Kon­se­quen­zen geprüft wer­den.

Die jet­zt umge­set­zten Änderun­gen bei Mül­lentsorgung und Toi­let­ten sind davon zu unter­schei­den. Sie gehen auf die Gespräche mit Anliegern zurück und sind keine unmit­tel­baren Sicher­heits­maß­nah­men.

Während die Stadt damit kurzfristig auf Beschw­er­den über die Sauberkeit und Nutzung des Platzes reagiert, bleibt die grund­sät­zliche Frage nach der Sicher­heit­slage offen. Weit­ere Erken­nt­nisse kön­nten die Auswer­tung der Polizeiein­sätze und die poli­tis­che Beratung über die beantragte Analyse liefern.