Schlammschlacht in Schwerin – welche Rolle spielte Gramkow?

Rainer Sturm  / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

(us). Der Ton wird rauer in Schwerin. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft im Nahverkehr der Landeshauptstadt steht im Raum. Und die Empörung ist groß. Ins Fadenkreuz der Kritik geriet zuletzt auch immer stärker Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Der NDR hatte herausgefunden, Gramkow habe bewusst verhindert, „dass der Rechnungshof die Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Nahverkehrschef Klatt eingehend prüft und womöglich sogar den Präsidenten des Landesrechnungshofs, Herrn Schweisfurth unter Druck setzte. Die entsprechenden Passagen sind inzwischen nicht mehr im Internet abzurufen. Angelika Gramkow weist die Vorwürfe zurück.

„Der Landesrechnungshof ist ein unabhängiges Verfassungsorgan, das sich schon gar nicht von einer Oberbürgermeisterin in seinen Entscheidungen unter Druck setzen lässt“, so die Schweriner Verwaltungschefin. Und weiter: „Ich habe auch keinen Streit mit dem Landesrechnungshof, sondern habe die Aufforderung des Innenministeriums umgesetzt, und den Landesrechnungshof um die externe Sonderprüfung des Nahverkehrs gebeten, was dieser mit Schreiben vom 19.11.13 abgelehnt hat.“  Gramkow forderte vom NDR eine Richtigstellung. Gerade wegen der hohen Brisanz liege eine zügige Aufklärung der Vorwürfe im Interesse der Stadt.

Eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion beim NDR, wie der Sender auf die Forderung einer Richtigstellung reagieren will, liegt bisher nicht vor.

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