Sa, 17. Januar 2026
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Von Cartoons bis Zeitgeschichte:
Schleswig-Holstein-Haus blickt auf ein vielseitiges Jahr 2026

Humor, Gesellschaft und große Namen: Das Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus setzt auch 2026 auf ein facettenreiches Ausstellungsprogramm zwischen Nachdenklichkeit und Augenzwinkern.

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  • Veröffentlicht Januar 9, 2026
„Mondgarten” von Ruth Tesmar
Mondgarten Foto: Ruth Tes­mar

Mit einem augen­zwinkern­den Auf­takt startet das Kul­tur­fo­rum Schleswig-Hol­stein-Haus ins Ausstel­lungs­jahr 2026. Noch bis zum 22. Feb­ru­ar ist in der Großen Galerie die Car­toon-Schau „Bunter wird’s nicht“ des Ham­burg­er Zeich­n­ers Til Mette zu sehen. Rund 100 Arbeit­en nehmen All­t­ag, Gesellschaft und Poli­tik pointiert aufs Korn. Par­al­lel zeigt der Fre­un­deskreis des Haus­es in der Kleinen Galerie Zeich­nun­gen und Aquarelle des Schw­er­iner Architek­ten Got­tre­ich Albrecht.

Der kul­tur­poli­tis­che Anspruch des Haus­es bleibt dabei klar umris­sen. „Das Kul­tur­fo­rum zeigt auch 2026 wieder ein dicht­es und vielschichtiges Pro­gramm“, betont Kul­turbeige­ord­neter Sil­vio Horn. Kun­st, Zeit­geschehen und gesellschaftliche Fra­gen sollen erneut in einen offe­nen Dia­log treten – humor­voll, aber auch nach­den­klich.

„Schön…” von Til Mette
Schön… Foto: Til Mette

Arbeiter, Stadtgesellschaft und bewegte Bilder

Ab dem 8. März rück­en dann die „Arbeit­er des Meeres“ in den Mit­telpunkt. Der renom­mierte Foto­jour­nal­ist Rolf Nobel zeigt in der Großen Galerie ein­drucksvolle Doku­men­tar­fo­tografien aus seinem langjähri­gen Schaf­fen. Die Ausstel­lung läuft bis zum 25. Mai. Ergänzt wird sie durch einen his­torischen Blick auf Schw­erin: In der Kleinen Galerie kuratiert Dr. Jakob Schwicht­en­berg die Schau „Schw­er­iner Stadt­ge­sellschaft im Porträt“, die vom 14. Feb­ru­ar bis 12. April zu sehen ist.

Auch das Filmkun­st­fest MV nutzt das Haus wieder als Ausstel­lung­sort und flankiert sein Fes­ti­val­pro­gramm mit zeit­genös­sis­ch­er Kun­st vom 19. April bis 31. Mai.

„Indonesien” von Rolf Nobel
Indone­sien Foto: Rolf Nobel

Retrospektiven, Jubiläen und volkskundliche Themen

Die Som­mer­monate ste­hen ganz im Zeichen der Schw­er­iner Kün­st­lerin Ruth Tes­mar. Anlässlich ihres 75. Geburt­stags wid­met ihr das Kul­tur­fo­rum vom 6. Juni bis 30. August die große Ret­ro­spek­tive „Gärten meines Lebens“, die im gesamten Haus gezeigt wird und auch neue Werke umfasst.

Im Herb­st feiert die GEDOK Meck­len­burg-Vor­pom­mern ihr 100-jähriges Beste­hen. Unter dem Titel „Chronos und Kairos“ präsen­tiert die Kün­st­lerin­nen­vere­ini­gung vom 13. Sep­tem­ber bis 22. Novem­ber eine Gemein­schaft­sausstel­lung. Den Jahresab­schluss bildet schließlich eine volk­skundliche Win­ter­ausstel­lung: „Gut behütet“ heißt das Koop­er­a­tionspro­jekt mit der Stiftung Meck­len­burg, das den Win­ter 2026/27 prä­gen wird.