Sa, 18. April 2026
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Umfrage zeigt Defizite:
Schüler fordern mehr KI-Kompetenz im Unterricht

Viele Schüler in Mecklenburg-Vorpommern fühlen sich laut Umfrage unzureichend auf den Umgang mit Künstlicher Intelligenz vorbereitet – obwohl sie KI-Tools bereits regelmäßig nutzen.

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  • Veröffentlicht April 1, 2026
Auch Schüler-Nach­hil­fe dig­i­tal­isiert sich in dieser Zeit zunehmend. somit auch KI. Foto: Stu­di­enkreis Schw­erin

 

Viele Schü­lerin­nen und Schüler in Meck­len­burg-Vor­pom­mern fühlen sich ein­er Umfrage zufolge nicht aus­re­ichend auf den Umgang mit Kün­stlich­er Intel­li­genz vor­bere­it­et. Nach Angaben des Lan­dess­chüler­rates gaben 56 Prozent der Befragten an, sich durch die Schule kaum oder gar nicht auf die Nutzung entsprechen­der Tech­nolo­gien vor­bere­it­et zu fühlen.

Gle­ichzeit­ig nutzen KI-Anwen­dun­gen bere­its eine große Mehrheit im Schu­lall­t­ag. Vier von fünf Schü­lerin­nen und Schülern erk­lärten, solche Tools zumin­d­est gele­gentlich für schulis­che Zwecke einzuset­zen. Nur 15 Prozent gaben an, Kün­stliche Intel­li­genz bis­lang nicht zu nutzen. Nach Ein­schätzung des Lan­dess­chüler­rates geschieht die Nutzung häu­fig im Ver­bor­ge­nen, da viele Ler­nende Nachteile bei der Bew­er­tung befürcht­en.

An der Befra­gung nah­men Ende 2025 rund 1.200 Schü­lerin­nen und Schüler ab der siebten Klasse teil. Der Lan­dess­chüler­rat fordert angesichts der Ergeb­nisse eine stärkere Ver­ankerung von Kün­stlich­er Intel­li­genz im Unter­richt. KI dürfe nicht nur ein Randthe­ma sein, son­dern müsse als Quer­schnittskom­pe­tenz in allen Fäch­ern berück­sichtigt wer­den.

Zudem sprechen sich die Schülervertreter für eine Weit­er­en­twick­lung des Infor­matikun­ter­richts aus. Neben der prak­tis­chen Anwen­dung soll­ten dort auch Funk­tion­sweise, Chan­cen und Risiken von KI ver­mit­telt wer­den. Mehr als die Hälfte der Befragten äußerte Bedenken hin­sichtlich des Umgangs mit per­sön­lichen Dat­en.

Bil­dungsmin­is­terin Simone Old­en­burg (Linke) betonte, dass das Land bere­its Maß­nah­men ergrif­f­en habe. KI werde im Unter­richt unter anderem zur indi­vidu­ellen Förderung einge­set­zt und könne auch Lehrkräfte bei der Erstel­lung von Mate­ri­alien unter­stützen. Für Lehrerin­nen und Lehrer stün­den Fort­bil­dun­gen sowie eine Han­dre­ichung zum Umgang mit KI zur Ver­fü­gung.

Der Lan­dess­chüler­rat bew­ertet diese Ange­bote jedoch als unzure­ichend. Aus Sicht der Schülervertre­tung ist ein grundle­gen­der Kur­swech­sel notwendig, um junge Men­schen bess­er auf den Umgang mit Kün­stlich­er Intel­li­genz vorzu­bere­it­en.