Schule und Bürgerzentrum:
Grundstein gelegt – Schulneubau in Lankow soll 37 Millionen Euro kosten
In Lankow entsteht bis 2029 ein neuer Schulbau für bis zu 212 Kinder und Jugendliche. In dem 37-Millionen-Euro-Projekt ist auch ein Bürgerzentrum vorgesehen.

Für den Schulneubau in Lankow ist am Montag der Grundstein gelegt worden. Bis zum Schuljahr 2029/30 soll an der Julius-Polenz-Straße ein neues Gebäude für bis zu 212 Schülerinnen und Schüler entstehen. Teil des rund 37 Millionen Euro teuren Projekts ist außerdem ein Bürgerzentrum für den Stadtteil.
Das dreigeschossige Gebäude soll eine Bruttogeschossfläche von rund 8.500 Quadratmetern haben und teilweise unterkellert werden. Geplant sind drei voneinander getrennte Bereiche mit eigenen Haupteingängen: für die Grundschule, die Regionalschule und das Bürgerzentrum. Für den Grundschulbereich sollen zugleich Räume für eine ganztägige Betreuung geschaffen werden.
Oberbürgermeister Sebastian Ehlers (CDU) bezeichnete das Bürgerzentrum bei der Grundsteinlegung als Erfüllung eines langjährigen Wunsches aus dem Stadtteil. Zugleich kündigte er an, dass die Stadt nach diesem Projekt – abgesehen von der neuen Berufsschule für Gesundheit und Soziales – zunächst keine weiteren Schulneubauten plane. Der Schwerpunkt solle künftig auf der Sanierung bestehender Schulen liegen.
Der neue Schulteil ist für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung vorgesehen. Organisatorisch gehört das Angebot zur Grundschule Lankow und zur Regionalen Schule Werner von Siemens. Unterrichtet werden sollen dort Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 9.
Schulneubau Lankow ersetzt bisherigen Standort
Derzeit findet der Unterricht für diese Schülerinnen und Schüler in der Flensburger Straße 22 statt. Genutzt wird dort eine ehemalige Kindertagesstätte aus DDR-Zeiten. Nach Angaben der Stadt ist das Gebäude stark sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den Anforderungen an zeitgemäße Unterrichtsbedingungen.
Mit dem Neubau soll deshalb nicht nur mehr Platz geschaffen werden. Die Räume werden gezielt für die inklusive Förderung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler geplant. Bis zu 212 Kinder und Jugendliche können nach Fertigstellung dort unterrichtet werden.
Das Gebäude wird längs zur Julius-Polenz-Straße errichtet. Hinter dem Neubau entsteht der Schulhof, der auf einer Seite durch eine vorhandene Böschung begrenzt wird. Nach Norden soll sich das Gelände zu Grün‑, Sport- und Spielflächen öffnen und damit stärker mit dem umliegenden Stadtteil verbunden werden.
Bürgerzentrum zieht mit ein
Neben dem Schulbetrieb erhält Lankow mit dem Neubau auch ein Bürgerzentrum. Dafür ist innerhalb des Gebäudekomplexes ein eigener Bereich mit separatem Eingang vorgesehen. Welche Angebote dort später konkret stattfinden und wer das Bürgerzentrum betreiben wird, geht aus den bisherigen Angaben der Stadt allerdings nicht hervor.
Der Neubau entsteht in unmittelbarer Nähe eines kürzlich fertiggestellten inklusiven Wohnquartiers in der Julius-Polenz-Straße. Dort wurden 40 barrierefreie Sozialwohnungen geschaffen. Schule, Bürgerzentrum, Wohnangebote sowie die angrenzenden Grün‑, Sport- und Spielflächen sollen damit räumlich enger zusammenrücken.
Finanziell gehört der Schulbau zu den kommunalen Infrastrukturprojekten, die aus einem Sondervermögen gefördert werden. Wie sich die veranschlagten Gesamtkosten von 37 Millionen Euro auf Fördermittel und Eigenmittel der Landeshauptstadt verteilen, teilte die Stadt in ihrer Mitteilung nicht mit.
Stadt setzt künftig auf Sanierungen
Nach Fertigstellung des Lankower Projekts will Schwerin seinen Schwerpunkt im Schulbau verändern. Statt weiterer Neubauten sollen bestehende Schulgebäude saniert werden. Als nächste größere Projekte nannte Oberbürgermeister Ehlers die denkmalgeschützte Fritz-Reuter-Grundschule und das Gymnasium Fridericianum.
Der Neubau in Lankow ist zugleich Teil der Schweriner Schulentwicklungsplanung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. In diesem Zusammenhang wurden nach Angaben der Stadt bereits eine Klinikschule auf dem Helios-Gelände sowie eine neue Regionalschule mit Grundschulteil am Campus am Turm im Mueßer Holz eingerichtet.
Bis der neue Standort in Lankow genutzt werden kann, dauert es allerdings noch rund drei Jahre. Die Stadt rechnet derzeit mit einer Inbetriebnahme zum Schuljahr 2029/30.





