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Schule und Bürgerzentrum:
Grundstein gelegt – Schulneubau in Lankow soll 37 Millionen Euro kosten

In Lankow entsteht bis 2029 ein neuer Schulbau für bis zu 212 Kinder und Jugendliche. In dem 37-Millionen-Euro-Projekt ist auch ein Bürgerzentrum vorgesehen.

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  • Veröffentlicht September 8, 2026
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So soll der Neubau ein­mal ausse­hen. © Bast­mann + Zavracky GmbH

 

Für den Schul­neubau in Lankow ist am Mon­tag der Grund­stein gelegt wor­den. Bis zum Schul­jahr 2029/30 soll an der Julius-Polenz-Straße ein neues Gebäude für bis zu 212 Schü­lerin­nen und Schüler entste­hen. Teil des rund 37 Mil­lio­nen Euro teuren Pro­jek­ts ist außer­dem ein Bürg­erzen­trum für den Stadt­teil.

Das dreigeschos­sige Gebäude soll eine Brut­to­geschoss­fläche von rund 8.500 Quadrat­metern haben und teil­weise unterkellert wer­den. Geplant sind drei voneinan­der getren­nte Bere­iche mit eige­nen Haupte­ingän­gen: für die Grund­schule, die Region­alschule und das Bürg­erzen­trum. Für den Grund­schul­bere­ich sollen zugle­ich Räume für eine ganztägige Betreu­ung geschaf­fen wer­den.

Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers (CDU) beze­ich­nete das Bürg­erzen­trum bei der Grund­stein­le­gung als Erfül­lung eines langjähri­gen Wun­sches aus dem Stadt­teil. Zugle­ich kündigte er an, dass die Stadt nach diesem Pro­jekt – abge­se­hen von der neuen Beruf­ss­chule für Gesund­heit und Soziales – zunächst keine weit­eren Schul­neubaut­en plane. Der Schw­er­punkt solle kün­ftig auf der Sanierung beste­hen­der Schulen liegen.

Der neue Schul­teil ist für Kinder und Jugendliche mit beson­derem Förderbe­darf in der emo­tionalen und sozialen Entwick­lung vorge­se­hen. Organ­isatorisch gehört das Ange­bot zur Grund­schule Lankow und zur Regionalen Schule Wern­er von Siemens. Unter­richtet wer­den sollen dort Schü­lerin­nen und Schüler der Klassen­stufen 1 bis 9.

Schulneubau Lankow ersetzt bisherigen Standort

Derzeit find­et der Unter­richt für diese Schü­lerin­nen und Schüler in der Flens­burg­er Straße 22 statt. Genutzt wird dort eine ehe­ma­lige Kindertagesstätte aus DDR-Zeit­en. Nach Angaben der Stadt ist das Gebäude stark sanierungs­bedürftig und entspricht nicht mehr den Anforderun­gen an zeit­gemäße Unter­richts­be­din­gun­gen.

Mit dem Neubau soll deshalb nicht nur mehr Platz geschaf­fen wer­den. Die Räume wer­den gezielt für die inklu­sive Förderung und Betreu­ung der Schü­lerin­nen und Schüler geplant. Bis zu 212 Kinder und Jugendliche kön­nen nach Fer­tig­stel­lung dort unter­richtet wer­den.

Das Gebäude wird längs zur Julius-Polenz-Straße errichtet. Hin­ter dem Neubau entste­ht der Schul­hof, der auf ein­er Seite durch eine vorhan­dene Böschung begren­zt wird. Nach Nor­den soll sich das Gelände zu Grün‑, Sport- und Spielflächen öff­nen und damit stärk­er mit dem umliegen­den Stadt­teil ver­bun­den wer­den.

Bürgerzentrum zieht mit ein

Neben dem Schul­be­trieb erhält Lankow mit dem Neubau auch ein Bürg­erzen­trum. Dafür ist inner­halb des Gebäudekom­plex­es ein eigen­er Bere­ich mit sep­a­ratem Ein­gang vorge­se­hen. Welche Ange­bote dort später konkret stat­tfind­en und wer das Bürg­erzen­trum betreiben wird, geht aus den bish­eri­gen Angaben der Stadt allerd­ings nicht her­vor.

Der Neubau entste­ht in unmit­tel­bar­er Nähe eines kür­zlich fer­tiggestell­ten inklu­siv­en Wohn­quartiers in der Julius-Polenz-Straße. Dort wur­den 40 bar­ri­ere­freie Sozial­woh­nun­gen geschaf­fen. Schule, Bürg­erzen­trum, Wohnange­bote sowie die angren­zen­den Grün‑, Sport- und Spielflächen sollen damit räum­lich enger zusam­men­rück­en.

Finanziell gehört der Schul­bau zu den kom­mu­nalen Infra­struk­tur­pro­jek­ten, die aus einem Son­derver­mö­gen gefördert wer­den. Wie sich die ver­an­schlagten Gesamtkosten von 37 Mil­lio­nen Euro auf För­der­mit­tel und Eigen­mit­tel der Lan­deshaupt­stadt verteilen, teilte die Stadt in ihrer Mit­teilung nicht mit.

Stadt setzt künftig auf Sanierungen

Nach Fer­tig­stel­lung des Lankow­er Pro­jek­ts will Schw­erin seinen Schw­er­punkt im Schul­bau verän­dern. Statt weit­er­er Neubaut­en sollen beste­hende Schul­ge­bäude saniert wer­den. Als näch­ste größere Pro­jek­te nan­nte Ober­bürg­er­meis­ter Ehlers die denkmalgeschützte Fritz-Reuter-Grund­schule und das Gym­na­si­um Frid­eri­cianum.

Der Neubau in Lankow ist zugle­ich Teil der Schw­er­iner Schu­len­twick­lungs­pla­nung für Kinder mit beson­derem Förderbe­darf. In diesem Zusam­men­hang wur­den nach Angaben der Stadt bere­its eine Klinikschule auf dem Helios-Gelände sowie eine neue Region­alschule mit Grund­schul­teil am Cam­pus am Turm im Mueßer Holz ein­gerichtet.

Bis der neue Stan­dort in Lankow genutzt wer­den kann, dauert es allerd­ings noch rund drei Jahre. Die Stadt rech­net derzeit mit ein­er Inbe­trieb­nahme zum Schul­jahr 2029/30.