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Zugfahrt endet in Schwerin:
Polizei beschlagnahmt Kamera von Schwarzfahrer

Ein Mann ohne Ticket wird in Schwerin aus dem Zug geholt, beschwert sich – und filmt heimlich im Revier. Nun läuft ein Strafverfahren gegen ihn.

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  • Veröffentlicht Juli 24, 2025
Polizeiauto
Foto: Ivan Lopatin auf Unsplash

Für einen 36-jähri­gen Mann endete die Zug­fahrt von Ham­burg nach Berlin am Mit­tag des 22. Juli 2025 vorzeit­ig in Schw­erin. Die Bun­de­spolizei war durch die Not­fal­lleit­stelle der Deutschen Bahn informiert wor­den, dass sich eine Per­son ohne gülti­gen Fahrausweis an Bord eines Zuges in Rich­tung Schw­erin befinde.

Nach Ankun­ft des Zuges am Schw­er­iner Haupt­bahn­hof stell­ten Beamte der Bun­de­spolizei­in­spek­tion Ros­tock die Per­son­alien des Mannes fest. Dieser zeigte sich unein­sichtig und erk­lärte, ihm sei der Tick­etkauf im Zug ver­weigert wor­den. Er begab sich anschließend zum Bun­de­spolizeire­vi­er Schw­erin, um eine Strafanzeige gegen die Deutsche Bahn zu erstat­ten und kündigte gle­ichzeit­ig eine Beschw­erde wegen der Iden­titäts­fest­stel­lung durch die Polizei an.

Während des Gesprächs im Revi­er fiel den Beamten eine laufende Kam­era auf, mit der der Mann ohne Zus­tim­mung die Unter­hal­tung aufze­ich­nete. Die anschließende Sich­tung des Mate­ri­als bestätigte den Ver­dacht auf eine straf­bare Hand­lung.

Nach Rück­sprache mit der Staat­san­waltschaft Schw­erin beschlagnahmte die Polizei die Kam­era. Gegen den Mann wurde ein Strafver­fahren wegen des Erschle­ichens von Leis­tun­gen sowie der Ver­let­zung der Ver­traulichkeit des Wortes ein­geleit­et.