Zugfahrt endet in Schwerin:
Polizei beschlagnahmt Kamera von Schwarzfahrer
Ein Mann ohne Ticket wird in Schwerin aus dem Zug geholt, beschwert sich – und filmt heimlich im Revier. Nun läuft ein Strafverfahren gegen ihn.

Für einen 36-jährigen Mann endete die Zugfahrt von Hamburg nach Berlin am Mittag des 22. Juli 2025 vorzeitig in Schwerin. Die Bundespolizei war durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn informiert worden, dass sich eine Person ohne gültigen Fahrausweis an Bord eines Zuges in Richtung Schwerin befinde.
Nach Ankunft des Zuges am Schweriner Hauptbahnhof stellten Beamte der Bundespolizeiinspektion Rostock die Personalien des Mannes fest. Dieser zeigte sich uneinsichtig und erklärte, ihm sei der Ticketkauf im Zug verweigert worden. Er begab sich anschließend zum Bundespolizeirevier Schwerin, um eine Strafanzeige gegen die Deutsche Bahn zu erstatten und kündigte gleichzeitig eine Beschwerde wegen der Identitätsfeststellung durch die Polizei an.
Während des Gesprächs im Revier fiel den Beamten eine laufende Kamera auf, mit der der Mann ohne Zustimmung die Unterhaltung aufzeichnete. Die anschließende Sichtung des Materials bestätigte den Verdacht auf eine strafbare Handlung.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Schwerin beschlagnahmte die Polizei die Kamera. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen sowie der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes eingeleitet.



