Schwerin: 2020 höchste Aufklärungsquote seit Jahren in MV

Mit Blick auf eine deutlich höhere Aufklärungsquote und eine gesunkene Anzahl an Straftaten sowie das Meistern der zahlreichen neuen ehrausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, dankte Innenminister Torsten Renz in diesen Tagen in Schwerin den Beamtinnen und Beamten der Polizei in MV. Er nutzte dafür die Vorstellung der Kriminalstatistik 2020.

Innenminister Torsten Renz präsentierte in Schwerin die Kriminalitätsstatistik 2020. | Foto: privat

Innenminister Torsten Renz und der Direktor des Landeskriminalamtes M-V, Rogan Liebmann, stellten in dieser Woche die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2020 vor. Sie steht, wie wohl beinahe alle Berichte über das Jahr 2020, auch im Zeichen der Einflüsse der Corona-Pandemie.

 

Renz: „In MV leben, heißt sicher leben!“

„Die vorliegende Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2020 beweist erneut: In Mecklenburg-Vorpommern leben, heißt sicher leben! Diese positive Bilanz ist in hohem Maße auch das Verdienst unserer Polizistinnen und Polizisten. Mit Blick auf die Corona-Pandemie haben wir ein außerordentlich schwieriges Jahr hinter uns gebracht, das allen Beachtliches abverlangt hat. Gesellschaftliche Herausforderungen haben auch immer Auswirkungen auf die polizeiliche Arbeit. Veränderte Lebensbedingungen wie die Einschränkung von Sozialkontakten, wirtschaftliche Engpässe und veränderte Tatgelegenheitsstrukturen haben auch die Kriminalitätslage beeinflusst“, so Innenminister Torsten Renz 

 

2020 höchste Aufklärungsquote seit 1992

Im vergangenen Jahr sei die Zahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern gesunken. Um 4,8 % von 111.329 auf 105.932 Fälle. Die sogenannte Häufigkeitszahl sank ebenfalls – von 6.916 auf 6.587. Sie beschreibt die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner. Damit ist dies der niedrigste Stand seit 1992. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote das dritte Jahr in Folge leicht an. Sie liegt nun bei 62,9 Prozent. damit verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern die seit 1992 höchste je registrierte Aufklärungsquote. Das sei, so Renz, ein Ergebnis professioneller Arbeit. Nur vier Bundesländer hätten beispielsweise 2019 eine höhere Aufklärungsquote als Mecklenburg-Vorpommern aufzuweisen. „Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Ergebnis auch in 2020 einen derart guten Stand im Vergleich der Bundesländer erreichen werden“, so der Innenminister in Schwerin.

 

Corona-Pandemie verlangt(e) Polizei viel ab

Er geht zudem davon aus, dass sich die Corona-Pandemie auch auf die Polizeiliche Kriminalstatistik niedergeschlagen habe. Trotz sinkender Zahlen stünden die Sicherheitsbehörden ständig vor neuen und steigenden Anforderungen. „Die Landespolizei hatte neben der ohnehin anspruchsvollen Aufgabe der täglichen Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zusätzlich die Einhaltung der Corona-Verordnungen und die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs zu meistern. Homeoffice-Lösungen mögen in vielen Bereichen machbar sein. Kriminalitätsbekämpfung in Gänze von zu Hause aus ist dagegen undenkbar“, beschreibt Renz die Situation

 

Innenminister dankt Polizei für geleistete Arbeit

„Angesichts des engagierten und qualifizierten Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landespolizei, die auch 2020 trotz aller Widrigkeiten mit hoher Verlässlichkeit und Präsenz dafür gesorgt haben, dass sich unsere Bürger sicher fühlen können, möchte ich an dieser Stelle Danke sagen für die geleistete Arbeit“, so der Innenminister in Richtung seiner Polizei.


Link für einen Blick in die wesentlichen Punkte der Kriminalstatistik 2020

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