Schwerin. 5. Sinfoniekonzert im Zeichen Beethovens

Wenn in der kommenden Woche im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin das 5. Sinfoniekonzert erklingt, wird Beethoven im Mittelpunkt stehen.

Mecklenburgisches Staatstheater in Schwerin | Foto: Silke Winkler

Für zahlreiche Musikliebhaber aus Schwerin aber auch dem nahen und sogar etwas weiteren Umfeld sind die Sinfoniekonzerte der Mecklenburgischen Staatskapelle ein Muss. Bereits das fünfte der laufenden Saison steht in der kommenden Woche am 2., 3. und 4. Marz 2020 im Großen Haus am Alten Garten auf dem Programm. Eingebettet in das aktuelle Beethoven-Jahr steht das Sinfoniekonzert des Mecklenburgischen Staatstheaters dabei ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens.

Beethoven im Mittelpunkt des 5. Sinfoniekonzerts in Schwerin

Das bedeutet aber nicht einen ganzen Abend voller Stücke des Ausnahmekünstlers. Vielmehr stehen jene im Fokus, die prägenden Einfluss auf den Musiker hatten. Und zudem auch Künstler, die sich in ihren Kompositionen von ihm inspirieren ließen. Zu nennen sind hier Georg Friedrich Händel, Franz Schubert, Johannes Brahms, Edward Elgar, Dmitri Schostakowitsch. Die junge Ausnahmegeigerin Sarah Christian präsentiert daher zusammen mit der Mecklenburgischen Staatskapelle in Schwerin unter der Leitung von Gastdirigent Florian Ludwig das Violinkonzert von Johannes Brahms in D-Dur, op. 77. Dabei handelt es sich um Brahms einziges Violinkonzert.

Nach der Uraufführung wurde das Werk 1897 als unspielbar bezeichnet. Es sei, so die Kritik, vielmehr gegen als für die Violine komponiert. Dass genau dies nicht der Fall ist, wird  die dreißigjährige Violinistin Sarah Christian erneut unter Beweis stellen. Dabei wird unter Garantie nicht nur ihre Virtuosität zu Tage treten. Auch die Beethoven-Bezüge in der Stimmung, dem Gefühl und der Atmosphäre der Brahms’schen Komposition kann das Publikum in Schwerin dann spüren. 

Beethovens lebenslange Händel-Verehrung teilte auch der Engländer Edward Elgar. Was läge da näher, als den Konzertabend mit der von Elgar arrangierten Ouvertüre in d-Moll aus Händels „Chandos Anthems“ Nr. 2 zu eröffnen.  In der zweiten Hälfte des Sinfoniekonzerts erklingt dann zunächst Dmitri Schostakowitschs Orchesterbearbeitung des Adagio cantabile von Beethovens berühmter achter Klaviersonate. Und wenn zum Schluss unter Leitung von Florian Ludwig Schuberts 5. Sinfonie intoniert wird, zeigt sich, wie der Wiener Komponist seinem Idol Beethoven nacheiferte.

Zur Ausnahmeviolinistin Sarah Christian

Sarah Christian, 1990 in Augsburg geboren, konnte bereits bei einer Vielzahl internationaler Wettbewerbe brillieren. Der Michael Hill Competition in Neuseeland, der Brahms-Wettbewerb im österreichischen Pörtschach und der Mendelssohn-Bartholdy Wettbewerb in Berlin sind dabei nur drei von vielen. Aus dem ARD-Musikwettbewerb 2017 ging sie zudem als 2. Preisträgerin hervor (ohne Vergabe des 1.Preises). Mit nur 18 Jahren wurde Sarah Christian bereits mit dem „Best String Player of the Year“ Award und der Yehudi Menuhin Medaille der Universität Mozarteum ausgezeichnet. Seit 2013 ist sie 1. Kapellmeisterin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Regelmäßig folgt sie zudem Einladungen als Konzertmeisterin anderer Orchester, wie z.B. zu dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, DSO Berlin und der Kammerakademie Potsdam. Bei den BBC Proms 2017 überzeugte Christian als Konzertmeisterin des BBC Symphony Orchestras und spielte „Scheherezade“ von Rimsky-Korsakov unter der Leitung von James Gaffigan. Die heute 29-jährige Sarah Christian konzertierte inzwischen als Solistin überaus erfolgreich in einer Vielzahl an Ländern gemeinsam mit großen Orchestern. In verschiedenen Formationen trat sie zudem bei den Schwetzinger Festspielen, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und beim Schleswig-Holstein Musik Festival auf. Hier bewies sie stets auf’s Neue ihr große Liebe auch zur Kammermusik. 

 

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