Schwerin: Beim SSC folgt Denise auf Denise

Der SSC Palmberg Schwerin hat wieder eine Mannschaftsführerin: Denise Imoudu kehrt fünf Jahre nach ihrem Weggang nach Schwerin zurück.

Denise Imoudu (li) wird neue Mannschaftsführerin beim SSC Palmberg Schwerin. | Foto: Nicol Marschall

Ende vergangener Woche verkündete die Mannschaftsführerin beim SSC Palmberg Schwerin, Denise „Nisi“ Hanke, ihren kompletten Rückzug aus dem Leistungssport. Von jetzt auf gleich stand das Team ohne die zentrale Spielerin da. Bereits gestern konnte der Club gute Nachrichten verkünden. Denise Imoudu führt zukünftig Regie beim SSC. Damit folgt Denise auf Denise.

Denise spielte bereits 2013 bis 2015 für Schwerin

Zumindest an den Vornamen ihrer neuen Stamm-Zuspielerin müssen sich der SSC Palmberg Schwerin und seine Fans damit nicht gewöhnen. Imoudu hatte bereits 2013 bis 2015 in Schwerin gespielt und hier auch ihr Abitur gemacht. Nun komm die 24-Jährige nach Stationen in Hamburg, Aachen und zuletzt Potsdam für zwei Jahre in den Norden zurück.

Denise Imoudu (li) ist wieder beim SSC Palmberg Schwerin im Team. | Foto: Eckhard Mai

Cheftrainer sieht spannenden Mix an Erfahrung und jungen Talenten

„Wir haben dank bestehender Verträge und wichtiger Vertragsverlängerungen zum Glück einen starken Kern unserer bisherigen Besetzung halten können, das gibt uns Stabilität. Mit ihnen und unseren Neuzugängen formt sich immer stärker der spannende Mix an erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten“, sagt Chefcoach Felix Koslowski. Eine gute Voraussetzung, um den sich anbahnenden Generationenwechsel beim SSC erfolgreich zu meistern. „Denise ist dabei ein wichtiger Baustein in diesem Puzzle. Sie bekommt hier eine deutlich größere Rolle und mehr Verantwortung als bisher. Denise ist in den letzten Jahren auf ihren verschiedenen Bundesligastationen sehr gereift. Sie ist eine sehr athletische, dynamische Spielerin mit nun schon einiger Erfahrung […]. Wir freuen uns sehr, dass sie den Weg zurück nach Schwerin findet und diese neue Ära mit uns einleitet.“

Keine Angst vor den großen Fußstapfen

Für die Rückkehrerin fühlt es sich dabei eher nach einem Start bei einem neuen Verein an: „In den letzten Jahren hat sich der SSC, der schon immer einer der professionellsten Vereine der Liga war, noch mal enorm weiterentwickelt. Im Management, in der Organisation, natürlich auch bei der Mannschaft“, so Imoudu. „Es fühlt sich ganz groß an, hier dazu zustoßen, und auch sehr aufregend. Ich habe total Lust auf diese Herausforderung.“ Sorgen, nun kritisch an der Namensvetterin gemessen zu werden, in deren Fußstapfen sie tritt, hat sie nicht: „Die Vergleiche kommen bestimmt, aber damit mach ich mir keinen Druck. Ich hätte mich auch gefreut, noch ein Jahr mit Nisi zusammen spielen zu können. Ich bin eher traurig, dass sie aufhört. Aber wir sind in Kontakt, und wenn ich ihre Hilfe brauche, weiß ich, dass sie da ist.“

Denise Imoudu spielt wieder für den SSC Palmberg Schwerin. | Foto: Nicol Marshall

Zur Person Denise Imoudu

Denise Imoudu (1,79 Meter), geboren am 14. Dezember 1995 in Schwedt, begann in ihrer Heimatstadt mit dem Volleyballspiel, bevor sie 2011 über den VCO Berlin in die Bundesliga einstieg und ab 2013 sukzessive in Schwerin, Hamburg, Potsdam und Aachen spielte. Mit Aachen zog sie 2018/19 sowohl im DVV-Pokal als auch in der Meisterschaft ins Halbfinale ein. Auch für die Nationalmannschaft war Denise Imoudu schon mehrfach im Einsatz.

 

 

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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