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77.000 Schweriner werden Abstimmen:
Schwerin bestätigt Bürgerentscheid zum Lankower Park

Am 25. Januar 2026 entscheiden die Schwerinerinnen und Schweriner im ersten Bürgerentscheid der Stadt über die Zukunft des Lankower Stadtteilparks.

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  • Veröffentlicht September 30, 2025
Stadtvertretung Schwerin
Sitzung der Stadtvertre­tung am 24. März 2025. Archiv­bild: Dario Rochow

 

Die Bürg­erin­nen und Bürg­er entschei­den in einem Bürg­er­entscheid über die Zukun­ft des Stadt­teil­parks in Lankow. Die Stadtvertre­tung hat am gestri­gen Mon­tagabend den 29.09.2025 den Weg dafür offiziell freigemacht und den Ter­min auf den 25. Jan­u­ar 2026 fest­gelegt.

Über 4.000 Unterschriften – Initiative erfolgreich

Die von der Wäh­lerliste Aktion Stadt- und Kul­turschutz (ASK) unter­stützte Bürg­erini­tia­tive kon­nte 4.359 gültige Unter­schriften vor­legen. Damit wurde das erforder­liche Quo­rum erre­icht. Die Stadtver­wal­tung bestätigte offiziell, dass das Bürg­er­begehren zuläs­sig ist.

Damit haben erst­mals die Bürg­erin­nen und Bürg­er Schw­erins die Möglichkeit, direkt über ein Sachthe­ma abzus­tim­men. Für die Lan­deshaupt­stadt ist das eine Pre­miere – der let­zte Bürg­er­entscheid fand 2008 statt, betraf jedoch die Abwahl eines Ober­bürg­er­meis­ters.

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Streit um den Termin

Einigkeit herrschte in der Stadtvertre­tung darüber, dass das erfol­gre­iche Bürg­er­begehren ein pos­i­tives Sig­nal für Demokratie und Bürg­er­beteili­gung ist. Uneinigkeit gab es hinge­gen bei der Frage des Ter­mins. Die Ver­wal­tung schlug vor, den Bürg­er­entscheid Mitte März 2026 gemein­sam mit der anste­hen­den Ober­bürg­er­meis­ter­wahl abzuhal­ten. Die CDU brachte dage­gen den 25. Jan­u­ar 2026 als Einzel­ter­min ins Spiel. Unter­stützt von AfD und Linken, set­zte sich dieser Vorschlag schließlich durch.

Mit­glieder der Stadt­frak­tion der SPD wie Mandy Pfeifer, und Einzel­man­dat­sträger wie Stephan Mar­ti­ni forderten, den Verkaufs­beschluss direkt zurück­zunehmen und damit ein kosten­in­ten­sives Ver­fahren zu ver­mei­den.

Mehrkosten für die Stadtkasse

Die Entschei­dung für einen eigen­ständi­gen Ter­min hat finanzielle Fol­gen: Laut Stadtver­wal­tung entste­hen dadurch Mehrkosten von min­destens 100.000 Euro. Den­noch entsch­ied die Mehrheit der Stadtvertre­tung für den Son­dert­er­min im Jan­u­ar.

Im Kern des Kon­flik­ts ste­ht ein knapp 5.000 Quadrat­meter großes Grund­stück in Lankow, das im Juli 2025 von der Stadtvertre­tung zum Verkauf an die Quar­ta GmbH & Co. KG freigegeben wurde. Geplant ist der Bau eines Wohn- und Geschäfts­ge­bäudes mit Arzt­prax­en.

Der derzeit parkähn­liche Spielplatz gilt jedoch als wichtiger Tre­ff­punkt im Stadt­teil. Anwohn­er und die Bürg­erini­tia­tive sehen den Verkauf daher kri­tisch. Unter­stützung erhiel­ten sie auch vom Deutschen Kinder­hil­f­swerk, das den Entschei­dung­sprozess der Stadt wegen man­gel­nder Beteili­gung von Kindern und Jugendlichen scharf kri­tisierte.

Damit ist klar: Am 25. Jan­u­ar 2026 entschei­den die rund 77.000 Wahlberechtigten in Schw­erin über die Zukun­ft des Lankow­er Stadt­teil­parks. Entwed­er bleibt die Fläche dauer­haft erhal­ten, oder der Weg für das geplante Baupro­jekt wird frei.