Schwerin: Breitbandanschluss der Schulen realisieren

Der Bildungsausschuss der Stadtvertretung Schwerin hat einstimmig beschlossen, dass alle Schulen einen Breitbandanschluss bis Ende 2021 bekommen sollen.

Damit die Schüler in Schwerin modern lernen können, sollen alle Schulen einen Breitbandanschluss bekommen. | Foto: Symbolbild

Schon seit längerer Zeit ist weltweit vom digitalen Zeitalter die Rede. Eine erneute „industrielle Revolution“ könnte damit verbunden sein. Ein Wandel auch der Unternehmens- und Arbeitswelt in Deutschland ist längst in vollem Gange. Selbst bis in die Wohnwelten ist die Entwicklung vorangeschritten. Smarte Küchengeräte und Beleuchtungssysteme lassen sich aus der Ferne steuern. Sprachbefehle von der Couch starten die Waschmaschine. An den Schulen – auch in Schwerin – aber wird überwiegend noch mit Kreide an Tafeln geschrieben. Oder moderne Geräte sind da – aber die Bedingungen zur Nutzung fehlen.

Schnelle Breitbandanschlüsse für Schulen

Ziemlich feste Ziele für eine Verbesserung dieser wenig modernen Situation sind im Gespräch beziehungsweise auch beschlossen. Dennoch muss der begonnene Weg konsequent weitergegangen werden.  Damit unmittelbar verbunden ist auch ein Antrag der SPD-Fraktion in Schwerin, den Breitbandanschluss von Schulen bis Ende 2021 umzusetzen. Im Bildungsausschuss stand eben diese Forderung der Sozialdemokraten nun auf der Tagesordnung. Einstimmig stimmten die Mitglieder für das Papier.

 

SPD-Antrag einstimmig im Fachausschuss beschlossen

 

Mandy Pfeifer, SPD-Stadtvertreterin, Schwerin 

Wiederholt hatte der Ausschuss zum durch die Verwaltung eingebrachten Medienentwicklungsplan für die öffentlichen Schulen in Schwerin beraten. Dieser sieht eine komplette Digitalisierung der besagten Schulen bis 2024 vor (wir berichteten) und ist erforderlich, um die Bundesmittel des DigitalPaktes abrufen zu können. An den Ausschussberatungen nahmen neben den ständigen Mitgliedern vor allem auch Vertreter der Schulen teil. Diese konnten durch das Wissen der Situation vor Ort so manch wichtige, zusätzliche Information in die Diskussion einbringen. „Es wurde deutlich, dass die Stadt Schwerin die Schulen bereits mit Arbeitsmitteln für den digitalen Unterricht ausstattet. Diese sind aber aufgrund eines nicht ausreichenden Internetanschlusses nicht vollumfänglich einsetzbar. Dazu wäre ein Breitbandanschluss notwendig“, so Pfeifer.

„Mit einem frühzeitigen Breitbandanschluss können die Schulen die bereits von der Stadt zur Verfügung gestellte Technik für digitale Unterrichtseinheiten nutzen, unabhängig davon, ob bereits alle Maßnahmen zur Umsetzung des DigitalPaktes bei ihnen angekommen sind. Das verkürzt die Wartezeit auf die komplette digitale Ertüchtigung und erweitert die Spielräume für einen abwechslungsreichen Unterricht“, erläutert Pfeifer abschließend.

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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