Schwerin: Bundesmittel für unseren Fernsehturm

Aus einem Bundesprogramm für national bedeutsame Denkmäler sollen 500.000 Euro Fördermittel für unseren Fernsehturm in Schwerin fließen.

Wie geht es weiter mit dem Fernsehturm in Schwerin fragten wir im September. Jetzt zeichnet sich eine erste positive Entwicklung ab. | Foto: schwerin-lokal.de

Ende September hatte sich unsere Redaktion mit der Frage auseinandergesetzt, wie es mit dem Fernsehturm in Schwerin weitergehen soll. Hintergrund unseres etwas intensiveren Hinterfragens war die zu diesem Zeitpunkt noch bevorstehende einwöchige Öffnung des Turms für ein Mitmach-Museum. Das dann im Oktober durchgeführte Kurzzeitprojekt war ein schöner Erfolg. Durchaus spürten wir aber seinerzeit auch, dass das tiefere Hinterfragen, wie es grundsätzlich mit dem Wahrzeichen weitergehen soll, nicht nur auf Gegenliebe stieß.

Fördermittel des Bundes sind in Sicht

Aber sei es drum, das ist inzwischen Geschichte. Um so lieber greifen wir heute dieses Thema wieder auf, denn Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier hat gute Neuigkeiten in Sachen Fernsehturm Schwerin. „Heute hat der Haushaltsausschuss des Bundestages eine Förderung im Höhe von 500.000 € aus dem Kulturetat bestätigt“, so der Verwaltungschef. „Da wegen der Vielzahl der eingereichten bundesweiten Bewerbungen nur ein Teil der Anträge positiv beschieden werden konnte, bin ich sehr froh und glücklich darüber, dass eine Förderung durch den Bund nun bereit steht“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Frank Junge (SPD). Auch sein Kollege, Dietrich Monstadt (CDU), äußerte sich erfreut über die Entscheidung aus Berlin. „In den vergangenen Jahren kamen immer wieder Projekte aus unserem Wahlkreis in den Genuss von Förderungen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm. Dass es in diesem Jahr mit dem Fernsehturm auch eines in meiner Heimatstadt ist, freut mich nochmals besonders.“

Halbe Million Gegenfinanzierung der Stadt wird diskutiert

Dr. Rico Badenschier | Foto: SIS/Christoph Müller

Fließen sollen die Mittel aus einem Bundesprogramm für national bedeutsame Denkmäler in Schwerin. In den kommenden Wochen muss nun aber auch noch die Stadt Farbe bekennen. Eine Förderung in gleicher Höhe gilt es zu beschließen. Badenschier, auch Finanzdezernent in Schwerin, hat diese bereits in seinen Investitions-Vorschlägen im Rahmen des momentan diskutierten Haushaltssicherungs-Programms aufgeführt. Kommen sollen die städtischen Mittel dabei gemäß dem Vorschlag des Oberbürgermeisters aus einer Investitionspauschale des Landes. Diese soll im Rahmen der Neuordnung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) geschaffen werden und auch Schwerin zusätzliche Investitionsmittel zuführen.

Gelder für energetische Sanierung zur Wiederbelebung des Turms

Erhalten soll die Gesamtförderung am Ende die Deutsche Funkturm GmbH als Eigentümerin des 136 Meter hohen Turms. Als kronkreter Einsatzzweck ist eine energetische Sanierung und Instandsetzung vorgesehen. So können, laut Stadtverwaltung, mit dem Geld Fenster und Fahrstuhl ausgetauscht, Dämmung für Wände und Decken erneuert sowie eine Neuinstallation der Trinkwasser- und Sanitäranlagen vorgenommen werden. Auch sei ein Austausch der Klima- und Lüftungsanlage vorgesehen. Verbunden mit dem Engagement des Oberbürgermeisters ist nicht zuletzt die Hoffnung, wieder Leben in den seit Ende 2017 geschlossenen Turm zu bekommen. Seither versucht die Deutsche Funkturm GmbH vergeblich, einen neuen Pächter für die einstmals als Restaurant genutzte Fläche mit traumhaftem Blick über die Stadt zu finden. Auch die Aussichtsplattform ist seither geschlossen. „Die Wiedereröffnung des Fernsehturms ist für die Schwerinerinnen und Schweriner und auch für mich  eine Herzensangelegenheit“, so Dr. Rico Badenschier.

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