Schwerin: „Das grenzt an Arbeitsverweigerung“

In einem Ausschuss wurde die Beratung der Kita-Satzung mit den Stimmen von UB und CDU von der Tagesordnung genommen. Die SPD ist empört.

Auch in Schwerin besuchen viele Kinder mit Freude eine Kita. | Foto: Symbolbild

Die neue Kita-Satzung der Landeshauptstadt Schwerin befindet sich aktuell in den politischen Gremien. Dort beraten die Vertreterinnen und Vertreter über die Vorlage der Verwaltung. So war es auch am vergangenen Mittwoch im Jugendhilfeausschuss. Zumindest hätte es gemäß Tagesordnung dazu kommen sollen.

Kuchmetzki: „Fadenscheinige Gründe von CDU und UB“

Wie die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Annika Kuchmetzki, mitteilt, kam es allerdings ganz anders. Gemeinsam mit Vertretern der Kindertagespflege, des Stadtelternrates und der Gewerkschaft Ver.di hatte auch sie sich auf die nochmalige Beratung des Papiers vorbereitet. „Was dann aber passierte, grenzt an Arbeitsverweigerung“, so die 23-jährige Stadtvertreterin.

Annika Kuchmetzki, SPD-Fraktion Schwerin

„Auf Initiative der Unabhängigen Bürger und der CDU wurde unter fadenscheinigen Gründen der Tagesordnungspunkt zur Kita-Satzung von der Mehrheit des Ausschusses einfach abgesetzt. Die eigens für dieses Thema anwesenden Gäste, die extra eingeladen waren, kamen noch nicht einmal zu Wort. Sie durften unverrichteter Dinge wieder gehen. So darf Politik nicht mit Vertretern aus der Stadtgesellschaft umgehen. Erst Gäste einladen, um sie dann wieder wegzuschicken, gehört sich einfach nicht. Gerade die Unabhängigen Bürger, die sich in der Vergangenheit mit dem Anspruch hervorgetan hatten, Verantwortung für die Tagespflegepersonen übernehmen zu wollen, handeln hier verantwortungslos“, so Kuchmetzki.

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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