Schwerin: Denkmalschutz verhindert Sonnenschutz

In vielen Räumen der Berufsschule am Obotritenring in Schwerin herrschen teilweise extreme Temperaturen. Der Denkmalschutz verhindert bisher jede Lösung.

Derzeit blockiert der Denkmalschutz jeden Sonnenschutz an einer Beruflichen Schule in Schwerin | Foto: Symbolbild

Ein Besuch des Bundesvorsitzenden der Partei Die Linke, Bernd Riexinger, in Schwerin führte ihn unter anderem in die frühere Niklotschule am Obotritenring. Dort, in der heutigen beruflichen Schule für Wirtschaft und Verwaltung Schwerin sprach er mit Schülern und auch dem Direktor.

Hitze in Schulräumen wegen fehlendem Sonnenschutz

Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Partei DIE LINKE | Foto: Rico Prauss

Begleitet wurde der bekannte Bundespolitiker vom Vorsitzenden der Stadtfraktion Henning Foerster. Im Gespräch mit dem Schulleiter machte dieser seine Gäste auf ein brennendes Problem aufmerksam. Speziell im Frühjahr und Sommer müssen Schüler und Lehrer mit teilweise unerträglichen Temperaturen in den Räumen leben. Trotz intensiver Bemühungen um eine Lösung habe sich bislang daran nichts geändert.

Denkmalschutz blockiert Lösung zu Lasten der Schüler und Lehrer

Der Vorsitzende der Schweriner Fraktion Die Partei.Die Linke, Henning Foerster

Foerster versprach, sich des Problems anzunehmen. „Ich habe zunächst eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Die Antwort zeigte, dass es zwar ein Jour Fix gegeben und das ZGM eine technische Lösung vorgeschlagen hat, diese jedoch am Veto der Denkmalschutzbehörden scheiterte. Weder so genannte Raffstores dürfen angebracht, noch können andere Fenster eingebaut werden“, so Henning Foerster. Er habe zwar vollstes Verständnis für denkmalpflegerische Aspekte. Diese aber dürften nicht zu Lasten der täglich vor Ort arbeitenden Lehrkräfte und Schüler gehen.

Oberbürgermeister muss Lösung präsentieren

Die Fraktion „Die Partei.Die Linke“ hat daher am vergangenen Montag einen Antrag in die Stadtvertretung eingebracht, der den Oberbürgermeister auffordert, schon im Dezember einen konkreten Lösungsansatz zu präsentieren. „Dieser soll sowohl die technischen Notwendigkeiten und einen konkreten Zeitplan für den An- bzw. Einbau eines effektiven Sonnenschutzes, als auch die entsprechende Finanzierung dafür enthalten“, so Förster. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Nun ist der Verwaltungschef am Zug.

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