Schwerin: Deutsch-Polnische Gesellschaft – ABSAGE

Der Streit um Vorpommern und Stettin vom April 1945 bis Juli 1959 ist Thema des nächsten Stammtischs der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Schwerin.

Um Stettin nach dem 2. Weltkrieg dreht sich eine Veranstaltung der DPG Schwerin. | Foto: Symbolbild

 

DER VERANSTALTUNGSTERMIN AM 20. OKTOBER 2020 MUSS VERSCHOBEN WERDEN!

 

Seit langem setzt sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft MV für die weitere Annäherung von Deutschen und Polen als Nachbarn ein. Es geht dabei um Verständigung, um den gemeinsamen Dialog, um einen Austausch von Ideen, Meinungen und Hoffnungen. Deutsche und Polen sollen sich gegenseitig noch besser kennenlernen. Verbundenheit, Toleranz und gegenseitige Verständigung stehen dabei im Mittelpunkt. Regelmäßig findet dabei in Schwerin ein Stammtisch statt, der sich jeweils mit einem konkreten Thema befasst. Aber natürlich ist auch stets der allgemeine Austausch im Sinne der Initiatoren.

 

Stammtisch der
Deutsch-Polnischen Gesellschaft
„Der Streit um Vorpommern und Stettin
vom April 1945 bis Juli 1959“
„PLATON“, Schweriner Höfe

 

Im Rahmen der nächsten gemeinsamen Zusammenkunft möchte der Journalist Bernd Aischmann, ehemaliger stellvertretender Sprecher der brandenburgischen Landesregierung und von 1991 bis 1994 Mitglied der deutsch-polnischen Regierungskommission für grenznahe Zusammenarbeit, die Gäste auf eine historische Reise nach Stettin mitnehmen. Dazu lädt der Verein interessierte Personen aus Schwerin herzlich ein.

 

DER VERANSTALTUNGSTERMIN AM 20. OKTOBER 2020 MUSS VERSCHOBEN WERDEN!

Nach dem Einmarsch der Roten Armee in Stettin am 26. April 1945 setzten die sowjetischen Besatzungsbehörden in der Stadt eine deutsche Verwaltung ein, obwohl sie im Juli 1944 von Stalin Polen zugesagt worden war. Gleichzeitig ließen sie eine polnische Stadtpräsidentschaft zu. Erst im Juli 1945 übergab Moskau Stettin in die alleinigen polnischen Hände, und wies die deutsche Bürgermeisterei aus. Mit Blick auf die bevorstehende Potsdamer Konferenz erhob die kommunistisch geführte Warschauer Regierung allerdings Ansprüche auf weitere Territorien westlich der Oder, d.h. vor allem auf Gebiete Vorpommerns, das die Sowjetische Militäradministration für Deutschland 1945 mit Mecklenburg zu Mecklenburg-Vorpommern vereinigt hatte. Schlussendlich endeten erst im Juli 1959 die Kontroversen um diese Gebiete. Ab diesem Zeitpunkt gehörten die ehemals deutschen Gebiete östlich der Oder und Neiße endgültig und unwiderruflich zu Polen.

Redaktion

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