Schwerin: Deutscher Jugendfilmpreis startet

Junge Filmemacher auch aus Schwerin sind aufgefordert, sich am Deutschen Jugendfilmpreis zu beteiligen. Das zentrale Thema lautet "Schwarz, weiß, bunt".

Der Wettbewerb um den Deutschen Jugendfilmpreis startet wieder. Auch in Schwerin sind junge Filmemacher aufgefordert… | Foto: Symbolbild

Man mag es manchmal kaum glauben. Aber es gibt, auch in Schwerin, neben Corona noch eine ganze Menge anderer gesellschaftsrelevanter Themen. Zuletzt brachten uns die Brände im Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos die Migrationsproblematik wieder mit aller Klarheit auf die Agenda. Mit ihr verbunden ist dabei eine Vielzahl weiterhin ungeklärter Fragen und Probleme. Eins davon erleben wir leider auch in Deutschland mit weiterhin viel zu großer Dynamik: Rassismus. Diesem menschenverachtenden Treiben stellt sich der Deutsche Jugendfilmpreis in diesem Jahr entgegen.

 

Themenoffen, aber mit einem konkreten Fokus

Zwar ist der etablierte Wettbewerb auch in diesem Jahr offen für jede Art inhaltlicher Schwerpunktsetzung. Mit dem Jahresthema „Schwarz, weiß, bunt“ lädt er dabei aber auch und konkret zur filmischen Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus wie auch mit Vielfalt, Gleichberechtigung und Menschlichkeit ein. Gesucht werden  dabei Geschichten, die Probleme und Potentiale einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft thematisieren. „Unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe sollten wir uns alle mit dem Thema Rassismus befassen. Wer genau hinschaut, erkennt, wie tief rassistische Strukturen in unsere Gesellschaft eingeschrieben sind. Mit dem Jahresthema ‚Schwarz, weiß, bunt‘ möchten wir den aktuellen Diskurs darüber konstruktiv mitgestalten. Eigene Filme bieten hervorragende Möglichkeiten, um individuelle Erfahrungen zu artikulieren und eigene Standpunkte zu reflektieren“, so Projektleiter Thomas Hartmann.

 

Film als Sprachrohr der jungen Generation

Auch in diesem Jahr verfolgt der Wettbewerbs das Ziel einer Förderung junger Filmtalente. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich das Medium Film als Sprachrohr einer jungen Generation. „Partizipation und Teilhabe sind wichtige Säulen unserer Arbeit“, so Hartmann weiter. „Darum winken den Teilnehmern nicht nur Preisgelder von bis zu 1.000 Euro, sondern auch die Teilnahme am Bundes.Festival.Film. in Wuppertal, wo die besten Produktionen vor Publikum präsentiert und ausgezeichnet werden.“

 

Zuletzt Beitrag aus Rostock auf der Gewinnerliste

Junge Filmemacherinnen und Filmemacher bis 25 Jahre – auch aus Schwerin – sind daher nun aufgefordert, sich Gedanken zu machen, ein Filmprojekt zu realisieren und es dann natürlich einzureichen. Dass sich das lohnt, zeigt ein Blick auf die am 13. Juni dieses Jahres bekanntgegebene Gewinnerliste des vergangenen Wettbewerbs. Denn dort finden sich mit eine Filmgruppe aus Rostock auch Preisträger in der Rubrik „Team Award“ aus unserem Bundesland. „Sonderfahrt“ heißt der 5:01 min lange Streifen, bei dem sich eine „Fahrstuhltür öffnet, und das Spiel beginnt. Jeder Halt birgt eine neue Überraschung.“

Links rund um den Wettbewerb

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