Schwerin: Drei harte Spiele für den SSC in dieser Woche

Ab morgen zählt es für das Team des SSC PALMBERG Schwerin in der Champions-League. Innerhalb von 4 Tagen kommt es zu drei harten Matches.

Das Champions-League-Team des SSC PALMBERG Schwerin mit dem Betreuerstab. | Foto: Verena Lukaschik

Nicht nur in der Volleyball-Bundesliga wirbelt die Corona-Pandemie vieles durcheinander. Auch im internationalen Leistungsvergleich ist praktisch nichts wie sonst. Betroffen davon ist auch die Champions League, in die es der SSC PALMVBERG Schwerin geschafft hat. Denn die Gruppenphase findet in einem anderen Modus als gewöhnlich statt.

 

Champions-League-Gruppenphase im Turniermodus

So finden nicht die sonst üblichen Hin- und Rückspiele statt. Vielmehr ermitteln die qualifizierten Teams der Königsklasse die Teilnehmer des Viertelfinals im Turniermodus. Aus den fünf Gruppen ziehen dabei die jeweiligen Sieger und die insgesamt drei besten Gruppenzweiten in die nächste Runde ein. Für das ambitionierte Team aus Schwerin steht aber vor einem eventuellen Viertelfinaleinzug harte Arbeit auf dem Programm. Denn das Team aus dem Nordosten Deutschlands hat es durchaus mit einer sehr schweren Gruppenauslosung zu tun. Nun finden zwei Turniere beim Gruppenfavoriten in Scandicci (Florenz) statt, bevor dann im Februar in der heimischen PALMBERG ARENA gespielt wird.

 

Am morgigen Dienstag muss Schwerin bereits ran

Los geht’s für die Schwerinerinnen schon am morgigen Dienstag (1.12.) gegen den bislang ungeschlagenen polnischen Tabellenführer aus Rzeszow. Alle bislang elf Ligaspiele in der dortigen Nationalliga gewann das Team um Coach Antiga bislang. Das gegnerische Team kann dabei auch im Spiel gegen Schwerin auf einen erfahrenen Kader zurückgreifen, der sich aus zahlreichen im europäischen Volleyball-Sport bekannten Namen zusammensetzt. Nur einen Tag später, also am Mittwoch, heißt der Gegner dann Scandicci. Obwohl das Team „nur“ Vierter der italienischen Liga ist, kommt den Gastgeberinnen durchaus die Favoritenrolle in der Champions-League-Gruppe zu.

 

Harte Spiele auch am Mittwoch und Freitag

Nach einem Tag Spielpause treffen die Damen aus Schwerin dann am Freitag auf das italienische Team aus Busto Arsizio. Ein Team, das durchaus im europäischen Volleyball einen großen Namen hat, das bislang allerdings in der aktuellen Saison noch nicht so wirklich in Fahrt ist. Coronabedingt kam es für die Italienerinnen aus der Lombardei dabei unter anderem zu diversen Spielverlegungen. So stehen aktuell nur zwei Siege, dafür aber sieben Niederlagen zu Buche. Eine Situation, von der man sich in Schwerin aber nicht täuschen lassen darf. Denn auch dieses Team kann durchaus auf große Namen im Kader zurückgreifen.

 

Trotz Außenseiterrolle will Schwerin ins Viertelfinale

Für den Rekordmeister aus Schwerin stehen damit drei extrem schwierige Aufgaben innerhalb von nur vier Tagen auf dem Programm. Betrachtet man den Umstand, dass das Team im Sommer in großen Teilen neu zusammengesetzt wurde, kann man durchaus von einer Außenseiterrolle in der Gruppe sprechen. Durch die Verletzung von Marie Schötzel im Mittelblock ist Schwerin dabei noch zusätzlich gehandicapt. Und doch baut man auf das Prinzip Hoffnung und möchte den positiven Schwung aus dem gewonnenen Pokal-Halbfinale unbedingt in die Champions-League-Spiele dieser Woche mitnehmen. Gelingt es, einige Punkte einzufahren, kann man in der heimischen Arena in Schwerin ja vielleicht aus der Außenseiterposition heraus für eine Überraschung sorgen. Sollte sich die Pandemielage in Deutschland bis dahin verbessern, könnten ja eventuell sogar heimische Fans dabei sein, und so für einen zusätzlichen Heimvorteil sorgen. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

 

Streaming-Dienst bietet Spiele kostenpflichtig an

Aufgrund der aktuell europaweiten zweiten Corona-Welle finden nun erst einmal die Spiele in Florenz vor leeren Rängen als Geisterspiele statt. Die Fans der deutschen Teams können jedoch kostenpflichtig die Spiele ihrer Mannschaft verfolgen. Der Online-Streaming Dienstleister XYZ Sports hat sich die Rechte an den Partien mit deutscher Beteiligung gesichert und mit Dirk Berscheidt den bekannten TV-Kommentator der SPORT1 Übertragungen als Volleyball-Experten am Mikrofon verpflichtet.

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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