Schwerin: Ein kleines Stück Normalität

Ab Dienstag sprudeln sie wieder, die Brunnen und Fontänen in Schwerin. Damit kommt ein kleines Stück Normalität in diese schwierige Zeit.

Ab Dienstag heißt es „Wasser marsch“ für die Brunnen und Wasserspiele in Schwerin. | Foto: maxpress

Die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland verschonen kaum einen Bereich des öffentlichen und privaten Lebens. Nun ist seit gestern klar: Wer sich vor allem an die Regeln der Kontaktsperre und des Mindestabstandes nicht hält, muss mit Bußgeldern rechnen. Zudem steht uns auch ein Corona-dominiertes Osterfest bevor. Tagesausflüge, Treffen mit Freunden und sogar entfernteren Familienmitgliedern sind dabei untersagt. Wir müssen zu Hause oder zumindest in unserem unmittelbaren Umfeld bleiben. Und selbst beim Gang vor die Tür zum Spaziergang oder Joggen gilt es wieder an die Abstandsregeln zu denken.

Ab Dienstag sprudeln die Wasserspiele in Schwerin wieder

All diese Maßnahmen und Regeln sind wichtig, geht es doch um den Schutz von Menschenleben. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen – ganz schnell kann das Virus auch im eigenen Umfeld einschlagen. Und doch, auch das ist dabei verständlich, ist bei vielen die Sehnsucht nach einem Stück Normalität da. Im Idealfall nach einer Normalität, die mit den geltenden Maßnahmen kompatibel ist. Und ab kommenden Dienstag erfüllt sich dieser Wunsch in Schwerin.

 

Auch die Schirmkinder am Pfaffenteich von Schwerin gehen wieder in betrieb. | Foto: maxpress

Ein Stück Normalität und ein positiver Lichtblick

Denn dann sollen die zwölf Wasserspiele und Brunnenanlagen der Stadt wieder in Betrieb gehen. Als besondere Hingucker sind sie traditionell beliebte und längst nicht mehr wegzudenkende Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Sie verschönern dabei Parkanlagen und Plätze dienen ebenso aber auch als beliebtes Fotomotiv. An heißen Sommertagen sorgen sie zudem für Abkühlung der Luft. So „normal“ sie vielen vielleicht im sonstigen Alltag der vergangenen Jahre vorkamen, so besonders sind sie in diesem Jahr schon aufgrund eben dieser Normalität. Sie sind ein Zeichen der Hoffnung auf ein hoffentlich bald wiederkehrendes Alltagsleben, in dem von Einwohnern wie auch vielen Gästen der Stadt Schwerin bevölkerte Plätze eine wichtige Rolle spielen.

Jetzt gilt es zwar noch einige Zeit, die strikten regeln im Kampf gegen das Corona-Virus einzuhalten. Aber die Tage, an denen wir gemeinsam wieder ohne auf Abstände und Gruppengröße achten zu müssen, die Wasserspiele genießen können, kommen garantiert wieder. Somit sind sie nicht nur ein kleines Stück Normalität in einer so unwirklich erscheinenden Zeit, sondern auch ein Lichtblick in Richtung einer sich wieder normalisierenden Welt.

 

Ab Dienstag sprudeln sie wieder, die Fontänen am Klingberg-Platz in Schwerin. | Foto: maxpress

Bis zum Herbst heißt es „Wasser marsch“

Bis zum Herbst sprudeln die Brunnen am Berliner Platz, in der Goethestraße, auf dem Marienplatz, in der Brunnenstraße (Bleicher Ufer), auf dem Grunthalplatz, in der Grünanlage Am Teich, die Schirmkinder am Pfaffenteich, die Fontänen auf dem Pfaffenteich sowie am Bertha-Klingberg-Platz und der Märchenbrunnen in der Pankower Straße. Beschäftigte einer Fachfirma  haben bereits die Technik kontrolliert, Pumpen eingebaut und Probeläufe durchgeführt. Die Brunnen auf dem Schlachtermarkt und gegenüber der Keplerpassage sind derzeit allerdings (noch) nicht in Betrieb.

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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