Schwerin: Ein teurer Bahnhofsaufenthalt

Am Bahnhof Bad Kleinen, nur wenige Fahrminuten entfernt von Schwerin., nahm die Bundespolizei am Mittwoch gegen 8 Uhr einen 32-jährigen Berliner fest.

Festnahme am Bahnhof Bad Kleinen in der Nähe von Schwerin. | Foto: Symbolbild

Bahnhöfe haben ja durchaus so ihren Charme. Sie sind Orte der Begegnung, des Wartens, und oft auch der Vorfreude auf den Start oder die Fortsetzung einer schönen Reise. Für einen 32-jährigen allerdings galt all dies kürzlich nicht. Sein Aufenthalt am Bahnhof Bad Kleinen, nahe Schwerin, sollte teuer für ihn werden.

32-jähriger wird am Bahnsteig kontrolliert und festgenommen

Und dies nicht etwa, weil man ihn beim Schwarzfahren erwischt hätte, oder weil jemand sein Portemonnaie geklaut hätte. Der 32-jährige Berliner wurde vielmehr beim Verlassen einer Regionalbahn von Rostock über Schwerin nach Hamburg von der Bundespolizei überprüft. Dabei fiel den Beamten auf, dass gegen ihn eine Fahndung lief. Umgehend erfolgte daher die Festnahme. Konkret lag gegen den 32-jährigen ein Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten aus dem Jahr 2018 vor. Darin ging es um Hausfriedensbruch. Die seinerzeit verhängte Strafe betrug 450 Euro, ersatzweise 15 Tage Freiheitsstrafe. Der Verurteilte kam danach der Zahlung nicht nach, so dass die Staatsanwaltschaft Berlin ihn im Januar 2019 zur Fahndung ausschrieb.

Offenbar doch keine Lust auf JVA-Aufenthalt

Nun hieß es an sich: Ab in die nächste Justizvollzugsanstalt. Das aber wollte der Berliner dann wohl doch nicht. Er zahlte daher direkt vor Ort in Bad Kleinen (nahe Schwerin) die Geldstrafe sowie 82 Euro Verfahrenskosten. Die Beamten händigten ihm eine Quittung aus, und er setzte seine Reise fort.

Weshalb die Kontrolle letztlich erfolgte, darüber lagen noch keine näheren Informationen vor. Zumindest aber muss er den Beamten im Rahmen der Streifentätigkeit aufgefallen sein.

 

 

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