Schwerin: Erste Maßnahmen nach Hochwasser in 2019

Gut ein Jahr liegen die zwei Starkregenrereignisse mit Überschwemmungen rund um den Pfaffenteich zurück. Nun folgt erste bauliche Maßnahme.

Zweimal in kurzer Zeit standen die Straßen und Häuser um den Pfaffenteich in Schwerin unter Wasser. | Foto: schwerin-lokal

Es liegt gut ein Jahr zurück, dass speziell der Bereich am und um den Pfaffenteich in Schwerin nach zwei Starkregengüssen binnen etwa eines Monats überschwemmt wurde. Keller liefen dabei teilweise bis an die Decke voll – Gewerbe- und Wohnflächen im Souterrain sind teilweise bis heute nicht mehr nutzbar. Heizungsanlagen soffen sprichwörtlich ab. Tiefgaragen liefen voll. Die Schäden sind dabei bis heute nicht wirklich beziffert.

Maßnahmen nach Überschwemmungen im vergangenen Jahr unausweichlich 

Im Anschluss an diese beiden Jahrhundert-Regenfälle wuchs der Unmut der Anwohner. Denn einige von ihnen kämpfen nach eigenen Angaben schon bei deutlich geringeren Regenmengen mit eindingendem Wasser. Eine Bürgerinitiative gründete sich, die für alle Hauseigentümer rund um den Pfaffenteich sprechen möchte. Wenngleich manchmal der Eindruck wächst, die August-Bebel-Straße sei schon etwas stärker im Fokus. Vielleicht auch aufgrund der personellen innerhalb der Initiative. Aber sei es, wie es sei, in kleinen Schritten tut sich nun etwas. Und die Gespräche zwischen der Stadt, die nach der Wende rund um den Pfaffenteich durch intensive Straßen- und Kanalbaumaßnahmen so einiges veränderte, gestalten sich überwiegend konstruktiv.

Eigen Anwohnern geht es zu langsam

Dass es einigen der Anwohner letztlich doch etwas zu langsam geht, während die Verwaltung sich in einem eher dynamischen Tempo sieht, ist keine ganz neue Geschichte. Letztlich drückt der Schuh bei den Eigentümern natürlich doch deutlich mehr – und die Sorge vor erneuten Überschwemmungen ist nicht ganz unbegründet. Denn erkennbar geschehen ist bislang noch nichts. Und doch kann man niemandem Untätigkeit vorwerfen. Denn erst einmal galt es, die Ist-Situation genau zu analysieren, und realistische Szenarien zur Verbesserung der Gefahrenlage zu entwickeln. Auch hier spielte wohl die Corona-Situation eine Rolle, dass das beauftragte Ingenieurbüro etwas länger brauchte, als anfänglich erhofft. Was im Ergebnis auch die möglichen Maßnahmen nach hinten schob und schiebt.

Erste bauliche Veränderung in der kommenden Woche

Nachdem bereits die Reinigung der Gullis intensiviert ist, soll nun eine erste bauliche Veränderungin wenigen Tagen starten. Dabei sollen vom 7. bis 18. September die „wassergebundenen Wegedecken am Ostufer des Pfaffenteichs“ saniert werden. Das bedeutet eine Aufnahme und Neugestaltung der Sand-Bereiche zwischen Weg und August-Bebel-Straße. Dort kommt es regelmäßig bei Regenfällen zu Ausspülungen. Der davongespülte Sand landet dann häufig in den Gullis und verschmutzt diese. Regenwasser läuft dann deutlich langsamer oder im schlimmsten Fall auch gar nicht ab. Diese Situation soll durch die neue Variante, die einen speziellen Zusatz erhält, deutlich verringert werden.

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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