Schwerin: Feuerwehreinsatz bei der Sparkasse am Marienplatz

Aufregung auf dem Marienplatz in Schwerin. Am Donnerstagmittag mussten Mitarbeiter und Kunden der Sparkasse plötzlich aufgrund eines Feueralarms das Gebäude verlassen. Kurze Zeit später rollten zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst auf den Marienplatz.

Feuerwehreinsatz an und in der Sparkasse am Marienplatz in Schwerin. | Foto: Schwerin-lokal / Stephan Haring

Wer Donnerstagmittag über den Marienplatz in Schwerin wollte, dürfte zwischenzeitlich erstaunt in Richtung der dortigen Sparkasse geschaut haben. Denn es schien beinahe so, als ob man dort eine Betriebsversammlung im Freien abhielt. Einträchtig standen Berater, Kundenbetreuer, technische Mitarbeiter und selbst Vorstandschef Kai Lorenzen vor der Tür. In größeren und kleineren Gesprächsrunden sprach man miteinander – die meisten mit medizinischer Maske, andere mit textilem Mund-Nase-Schutz. Aber es handelte sich weder um eine Betriebsversammlung noch einen Streik oder etwas ähnliches. Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst und für eine Evakuierung des großen Gebäudes gesorgt.

 

Ausgelöste Brandmeldeanlage sorgte für Evakuierung und Feuerwehreinsatz

Ob Kundenberater oder Sparkassenvorstand – alle mussten das Gebäude verlassen. | Foto: schwerin-lokal

Und nicht nur dafür. Denn schon wenige Minuten später hallten Martinshörner aus gefühlt allen Himmelsrichtungen. Und binnen Minuten fuhren Rettungswagen sowie diverse Lösch- und weitere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren Schwerin vor. Das Aufgebot war zweifelsfrei groß. Berechtigterweise. Denn sollte die Situation, die bis dahin eher entspannt wirkte, doch gefährlicher sein als sie schien, wäre ein schnelles und konzentriertes Handeln mitten im Herzen der Altstadt erforderlich. Nicht nur aufgrund der Geschwindigkeit zwischen Alarmierung und Eintreffen musste man den Einsatzkräften Respekt zollen. Trotz der zahlreichen Fahrzeuge gelang es, die Fahrbahnen und damit auch die Schienen auf dem zentralen Platz freizuhalten. So konnte der Nahverkehr durchgängig weiter fahren. 

 

Feuerwehr schnell vor Ort – Situation wirkte durchweg entspannt

Für die zahlreichen Wartenden und Passanten war der Einsatz natürlich das Highlight zur Mittagsstunde. Beinahe im Minutentakt fragten sie an oder in den Fahrzeugen auf weitere Instruktionen wartende Einsatzkräfte, was wohl los sei. Viel sagen allerdings konnten die mit dem Einsatz betrauten Kameradinnen und Kameraden auch nicht. Es hieß abwarten. Die insgesamt doch recht entspannt wirkende Szenerie ließ allerdings erahnen, dass kein Großeinsatz bevorstehen dürfte. Und so war es dann auch. Nach gute einer halben Stunde rollten die Einsatzfahrzeuge wieder ab, und Einsatzleiter Hannes Gillwald informierte über den Einsatz. 

 

Rauchentwicklung im Keller war Einsatzauslöser

Zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Schwerin trafen vor Ort ein. | Foto: schwerin-lokal

Einsatzauslöser war demnach die aktivierte Brandmeldeanlage der Sparkasse am Marienplatz in Schwerin. Diese hatte aufgrund einer Rauchentwicklung im Kellergeschoss ausgelöst und für die Evakuierung gesorgt. Die Einsatzkräfte hätten unmittelbar nach Eintreffen unter Einsatz einer Wärmebildkamera „das Kellergeschoss und auch die Zwischendecken umfassend erkundet“, dabei aber keine Schäden oder weitere Rauchentwicklung feststellen können. Vermutlich sei ein im Keller befindliches Elektrogerät oder aber ein Teil der Elektroanlage für die Situation verantwortlich. Die Sparkasse müsse nun eine Brandwache stellen und eine Elektriker die Anlage kontrollieren sowie protokollieren. Unter diesen Voraussetzungen konnte die Feuerwehr Schwerin das Gebäude, mit Ausnahme des Kellerbereichs, wieder freigeben. Sicherlich eine Freude für die durchgefrohrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse aber auch für deren Kunden. Denn natürlich war auch der SB-Bereich während der Alarm- und Einsatzzeit nicht erreichbar. So mancher musste ohne Geld und ohne Kontoinformation wieder gehen. Dafür waren die Spareinlagen zu keiner Zeit gefährdet…

Redaktion

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